20 Tipps für Heuschnupfenpatienten

Gräser wie Sauerampfer auf einer Wiese

Susanne Schmich / pixelio.de

Die Bereitschaft, eine Allergie zu entwickeln, wird als Atopie bezeichnet. Heuschnupfen gehört, wie Asthma bronchiale und Neurodermitis, zu dieser Erkrankungsgruppe.

Oft wird die Frage gestellt, weshalb gerade Kinder an allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen leiden. Der Grund dafür ist, dass Kinder bei ihrer Geburt über kein funktionsfähiges Immunsystem verfügen, sie sind deshalb auf den „Netzschutz“ durch die Mutter angewiesen. Deshalb ist Stillen die beste Möglichkeit, ihm diesen Schutz zu gewähren. Muttermilch hat alles, was das Neugeborene braucht. Sie ist nicht nur preiswert und immer gut temperiert, sie enthält auch alle für die Entwicklung des Kindes wichtigen Nährstoffe und sie enthält wichtige Abwehrstoffe. Damit bietet sie dem Kind Schutz vor Infektionen und senkt nachweislich auch das Allergierisiko. Bei Kindern, die in den ersten sechs Lebensmonaten gestillt wurden, reduziert sich dieses Risiko um bis zu 50%.

Keine Angst vor Kontakt mit Erregern

Damit sich ein stabiles Abwehrsystem entwickelt brauchen Kinder den Kontakt mit Erregern, um das eigene Immunsystem zu trainieren. Deshalb ist es wichtig, dass sie frühzeitig Kontakt mit Erregern (Bakterien, Viren) haben, die es überall in unserem Lebensumfeld gibt. Viele sind harmlos oder leben sogar mit uns in Symbiose.

Übertriebene Hygiene taugt nichts

Lassen Sie deshalb Ihre Kinder im Sand buddeln, im Matsch spielen, lassen Sie ihnen die Tiere streicheln und gehen Sie mit ihnen in die Natur, damit sie frühzeitig auch Kontakt mit Gräsern haben. Verwehren Sie ihnen diesen Kontakt oder übertreiben Sie die tägliche Hygiene durch vermehrte Anwendung von Desinfektionsmitteln im Haushalt, fehlt dem Immunsystem das Training. Es richtet somit seine Aktivität auf andere, meist harmlose Substanzen, wie Pollen von Gräsern und Bäumen. Die Folge ist eine überschießende Reaktion, die sich als allergische Erkrankung wie Heuschnupfen äußern kann.

Der Entstehungsmechanismus läuft so ab, dass beim ersten Kontakt mit dem Allergen (Gräserpollen) das Immunsystem in Abwehrbereitschaft versetzt wird. Die T-Lymphozyten mobilisieren die B-Lymphozyten und bereiten sie so auf die Abwehr vor. In dieser Phase treten noch keine Heuschnupfensymptome auf. Kommt  es jedoch zu einem Zweitkontakt, wird aus den Mastzellen Histamin (Mediator/Entzündungsstoff) frei, das die entzündlichen Reaktionen an der Bindehaut des Auges (Konjunktivitis/Bindehautentzündung), der Nasenschleimhaut (Rhinitis/Schnupfen) und an den Schleimhäuten der Atemwege (Hustenreiz) auslöst.

Diese Probleme können die Lebensqualität der Betroffenen besonders in der Zeit des stärksten Pollenfluges sehr stark in Mitleidenschaft ziehen.

Deshalb gibt es Regeln, die ein Allergiker, der unter Heuschnupfen leidet, unbedingt beachten sollte.

Zu diesen Regeln gehören:

  1. Informieren Sie sich gut über Ihr Krankheitsbild, denn Wissen schütz bekanntlich vor möglichen Folgen. Aktuellisieren Sie deshalb Ihr diesbezügliches Wissen, denn der Pollenflug ist den Klimaveränderungen unterworfen und kann sich dadurch ständig ändern und außerdem sind auch die Wissenschaftler immer auf der Suche nach neuen Therapiemöglichkeiten, die Sie kennen sollten.
  2. Versuchen Sie die Pollen, auf die Sie allergisch reagieren, unbedingt zu meiden und falls Sie unsicher sind, auf welche Pollen Sie reagieren, dann führen sie täglich ein Pollentagebuch, dass Sie Ihrem Arzt vorlegen sollten.
  3. Informieren Sie sich täglich über die aktuelle Pollenbelastung durch die Pollenflugvorhersage.
  4. Schließen Sie in der Jahreszeit, wo „Ihre“ Pollen am stärksten ffliegen, die Fenster Ihrer Wohnung und ganz besonders Ihres Schlafzimmers, um den Schlaf nicht zu gefährden.
  5. Trocknen Sie Ihre Wäsche nicht im Freien.
  6. Meiden Sie bei trockenem, windigem und warmen Wetter möglichst den Aufenthalt im Freien.
  7. Nach Regengüssen ist die Pollenbelastung geringer. Gehen Sie deshalb nach dem Regen ins Freie und lüften Sie danach Ihre Wohnung.
  8. Rauchen Sie nicht oder geben Sie das Rauchen gänzlich auf, denn Allergene werden eingeatmet und gelangen so zu den Schleimhäuten der Atemwege und lösen damit allergische Reaktionen aus.
  9. Informieren Sie sich, in welchen Nahrungsmitteln die Pollen, auf die Sie allergisch reagieren, enthalten sein könnten und meiden Sie diese, um eine Kreuzallergie zu verhindern (z.B. Honig).
  10. Wohnen Sie auf dem Lande, sollten Sie beachten, dass hier die Pollenflugbelastung in der Regel morgens am stärksten ist. Leben Sie in der Stadt, ist die Belastung am Abend besonders groß.
  11. Planen Sie Ihren Urlaub zeitlich so, dass Sie sich nicht an Ihrem Wohnort befinden, wenn hier die Pollenbelastung am stärksten ist. Fahren Sie in Urlaubsregionen, wo die Belastung niedrig ist. Das sind Küsten- und Hochgebirgsregionen.
  12. Denken Sie über einen möglichen Wohnortwechsel nach, der Ihnen langfristig entweder Linderung oder sogar Heilung verschafft.
  13. Verwenden Sie im Haushalt Staubsauger mit einem Pollenfilter und saugen Sie Ihre Teppiche und Möbel häufiger ab.
  14. Bringen Sie an Ihren Fenstern Pollenschutzgitter an. So verhindern Sie, dass  mindestens 85% der Flugsamen nicht in die Wohnung gelangen können.
  15. Waschen Sie am Abend vor dem Schlafengehen die Haare.
  16. Kleidung, die Sie im Freien getragen haben, sollten Sie nicht ins Schlafzimmer legen und möglichst nach dem Tragen gleich waschen.
  17. Mähen Sie häufig Ihren Rasen, damit er nicht blüht und keine Pollen produziert.
  18. Im Garten und/oder auf dem Balkon sollten Sie solche Blumen und Sträucher anpflanzen, die Hummeln und Bienen anziehen, denn deren Pollen sind schwer. Damit verhindern Sie, dass diese vom Wind weggetragen werden.
  19. Schließen Sie beim Autofahren die Fenster und lassen Sie in die Lüftung einen Pollenschutzfilter einbauen.
  20. Putzen Sie Ihr Auto regelmäßig, vor allem im Innenraum, um es von Pollen zu befreien.

Bei Beachtung dieser Regeln werden Sie merken, dass sich die Beschwerden Ihres Heuschnupfens damit lindern lassen.

Wirksame Medikamente gegen Heuschnupfen

In den meisten Fällen ist eine medikamentöse Therapie mit Antihistaminika (Histaminwirkung wird abgeschwächt) oder Mastzellstabilisatoren (blockieren die Freisetzung von Histamin) jedoch unvermeidbar. Zu beachten ist dabei, dass Mastzellenstabilisatoren in Form von Nasensprays und Augentropfen bereits zwei Wochen vor dem Pollenflug angewandt werden müssen.

Heuschnupfenpatienten, die eine Alternative zu den herkömmlichen Medikamenten suchen, kann als ganzheitliche und natürliche Möglichkeit, das indische Lungenkraut (Adhatoda vasica) empfohlen werden. Es ist ein Phytotherapeutikum, das bereits vor 3000 Jahren in der indischen Heilkunst zur Therapie von Atemwegserkrankungen eingesetzt wurde. Zahlreiche andere Arzneimittel sind rezeptfrei in unserem Shop erhältlich. Sie lindern die typischen Heuschnupfensymptome wie Schleimhautreizungen der Atemwege, Husten, brennende und gerötete Augen. Schauen Sie doch einfach mal in unseren Shop und nutzen Sie unsere Angebote, damit auch Sie den Frühling im Freien geniesen können.

Wirksame Mittel bei Allergien finden Sie auch hier.

Dieser Beitrag wurde unter Allergien, Allgemein abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>