(Be) stechende Begegnung- Insektenstiche-wie reagieren Sie richtig?

Ob im Urlaub oder auch zu Hause: Wer hat nicht schon einmal eine unliebsame Begegnung mit Insekten wie Mücken, Wespen, Bremsen, Bienen, Hornissen, Hummeln oder sogar Flöhen gemacht?

Jedes Jahr sterben in Deutschland ca. 20 Menschen an allergischen Reaktionen, die durch Bienen- oder Wespenstiche verursacht wurden.

Bienen und Wespen greifen in der Regel nicht an, sie verteidigen sich nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Deshalb sollten Sie ruhig bleiben und nicht nach ihnen schlagen oder sie einfangen wollen, wenn sie sich in Ihrer Nähe befinden.

Unser Rat deshalb an Sie:

1. Tragen Sie, wenn Sie sich im Sommer im Freien (beim Baden etc.)  helle Kleidung. Bunte Farben ziehen die Insekten an.

2. Obwohl es für Ihre Füße gesund ist, aber laufen Sie auf Wiesen nicht barfuß, denn Bienen halten sich gerne in Bodennähe auf, um Nektar zu sammeln.

3. Verzichten Sie auf parfümierte Sonnencreme oder Parfüm sowie Haarspray und Deos, denn sie enthalten Duftstoffe, die Insekten anziehen.

4. Sind Sie vorsichtig beim Trinken und Essen im Freien, denn Wespen lieben zuckerhaltige Getränke und setzten sich deshalb gern auf Flaschen, Gläser, Tassen und Teller. Verschließen Sie diese im Freien oder decken Sie diese ab.

Anders, als bei Wespen und Bienen  ist es mit Mücken und Bremsen, sie sind Blutsauger und ernähren sich auf diese Weise. Sie können auch Krankheitsüberträger sein. Deshalb  sollten Sie bei Reisen in bestimmte Regionen unserer Erde vorher an einen Impfschutz denken (Malaria).

Aber Vorsicht: Auch in Deutschland sind in der Zwischenzeit die asiatische Tiger- und Buschmücke aufgetreten, so dass die Gefahr besteht, dass Erkrankungen, wie das West-Nil-Fieber in Zukunft auch bei uns auftreten können. Bei dem West-Nil-Fieber handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die durch einen Virus verursacht wird und mit einer Hirn- und Nierenbeteiligung einhergeht.

Gerade jetzt in der Sommerzeit oder in bestimmten Regionen unserer Erde (wasserreiche Gebiete, Sumpflandschaften) ist die Gefahr, von Insekten gestochen zu werden, besonders groß. Die meisten Instektenstiche sind zwar unangenehm, aber harmlos. Jedoch besteht sowohl bei Erwachsenen, als auch bei Kindern die Gefahr einer allergischen Reaktion.

Bei einer Insektengiftallergie kann es durch eine Immunreaktion auf frühere Stiche zu einer Sensibilisierung gekommen sein. Jeder weitere Stich kann damit eine allergische Reaktion auslösen, die von einer Rötung und Schwellung im Stichbereich bis hin zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Atemnot reichen kann und im schlimmsten Fall einen anaphylaktischen Schock auslöst, der lebensbedrohlich ist. Das größte allergische Potential besteht bei Wespenstichen.

Normalerweise reagiert der Körper auf das Insektengift mit einer schmerzhaften Rötung und Schwellung im Stichbereich und einem später einsetzenden lokalen Juckreiz. Abhängig von der Giftmenge können die Symptome in ihrer Stärke variieren.

Was sollte man tun/ nicht tun, wenn es zu einem Stich gekommen ist?

1. sofort kühlenden Umschlag auflegen (feuchtes Tuch, Quarkumschlag/ Gelkompresse/ aufgeschnittene Zwiebeln auflegen bzw. Einstichstelle mit Teebaum-oder Lavendelöl abtupfen)

2. an der Einstichstelle nicht kratzen, nicht drücken/ nicht quetschen!!

3. befindet sich der Stachel/Stichapparat noch in der Haut, sollten Sie versuchen, diesen  mit einer Pinzette vorsichtig zu entfernen

4. beim Auftreten von Übelkeit, Hautausschlag, Schwellungen im Gesicht und Mundbereich, Herzrasen und/oder Schwindel sollten Sie an eine Giftallergie denken und sofort den Notarzt rufen

5. ist eine Insektengift-Allergie bekannt, Notfallset ständig bei sich tragen, um im Notfall schnell ragieren zu können.

Das Notfallset enthält Arzneimittel mit einer abschwellenden Wirkung gegen die allergische Reaktion. Dazu gehören Antihistaminika und Kortison. Eine zum Set gehörende Spritze, die Adrenalin enthält,( Adrenalin ist ein Hormon der Nebennierenrinde mit einer gefäßverengenden Wirkung) soll bei einem drohenden Schock durch Adrenalin ( gefäßverengende Wirkung) der Kreislauf stabilisiert werden.

Antihistaminika sind Wirkstoffe, die den körpereigenen Botenstoff Histamin abschwächen oder sogar aufheben, in dem sie die Histamin-Rezeptoren blockieren. Von Bedeutung sind dabei die Histamin-H1 und H2- Rezeptoren.

6. Mit Hilfe einer sog. Hyposensibilisierung (Desensibilisierung, Allergieimpfung oder spezifische Immuntherapie) können Allergien behandelt werden, die durch Antikörper der Klasse E (IgE) verursacht wurden. Gerade bei Wespenstichallergien sind diese zu 100% erfolgreich.

7. Stichheiler auf die Einstichstelle drücken (Mikrochip, der für einige Sekunden 51 Grad Celsius erzeugt/ Beschwerden gehen danach schnell zurück). Danach kann die Einstichstelle gekühlt werden.

8. Antihistaminika wie Fenistil, Soventol, Azaron, Doctan etc. auf den Stichbereich auftragen.

Ein umfangreiches Sortiment an schnell wirksamen Arzneimitteln, die lokal auf den Stichbereich aufgetragen werden müssen, finden Sie in unserem Shop.

Sollten Sie Fragen zu diesem Thema haben, dann rufen Sie einfach an. Unser apofuchs24- Team berät Sie gerne.

 

 

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Lebensmittelvergiftung- Was tun?

Mit Beginn der Sommermonate wächst die Gefahr, an einer Lebensmittelvergiftung zu erkranken.

Falsche Lagerung ( Nichteinhaltung von Temperaturobergrenzen), unsachgemäße Verarbeitung von Lebensmitteln sowie schlechte hygienische Bedingungen (auf  Arbeitsflächen, unsaubere Küchengeräte, schlechte persönliche Hygiene von Küchenpersonal) schaffen für Mikroorganismen bessere Lebens- und damit Vermehrungsbedingungen und sind damit mögliche Ursachen für die Entstehung von Lebensmittelvergiftungen.

Bei den Lebensmittelvergiftungen handelt es sich um Nahrungsmittelun-verträglichkeiten, die durch die Aufnahme von toxischen (giftigen) Substanzen ausgelöst werden.

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) berichtet 2015 erstmalig von diesen Infektionen und bestätigt dadurch, dass diese Erkrankungsgruppe weltweite von großer Bedeutung ist. So heißt es im Jahresbericht 2015, dass weltweit 420.000 Menschen durch toxische Lebensmittelinfektionen starben sowie fast 10% der Weltbevölkerung daran erkrankte. Bei einer Weltbevölkerung von derzeit ca. 7,1 Milliarden Menschen waren das ca. 600 Millionen. 30% der Todesfälle betrafen Kinder im Alter unterhalb des 5. Lebensjahres. Größte Problemgebiete sind Afrika und Südostasien.

Aber auch in Europa erkrankten im Jahre 2015 ca. 23 Millionen Menschen, von denen ca. 5000 an den Folgen verstarben. Für 2000 dieser Todesfälle waren Salmonellen verantwortlich, die  das gefährlichste Problem in Europa darstellen.

In der Regel spielen Stoffwechselgifte von Bakterien, Pilzen , Parasiten sowie Gifte von Schwermetallen oder giftige Chemikalien eine ursächliche Rolle. Von ihnen müssen sog. nicht toxische Nahrungsmittelunverträglichkeiten, zu denen u.a. die Zöliakie gehört, abgegrenzt werden.

Bei einer Zöliakie handelt es sich um eine angeborene Unverträglichkeit gegenüber Gluten, dem sog. Klebereiweiß, das sich in den Samen unserer heimischen Getreidearten wie Weizen, Gerste, Hafer, Roggen und Dinkel befindet.

Fachleute unterscheiden zwischen Lebensmittelinfektionen und Lebensmittelintoxikationen.

Worin besteht der Unterschied?

Lebensmittelinfektionen werden durch die Aufnahme von krankmachenden (pathogenen) Mikroorganismen hervorgerufen, die durch Nahrungsmittel aufgenommen werden und sich im Körper vermehren. Durch die Vermehrung der Keime kommt es zu Beschwerden.

Lebensmittelintoxikationen werden in der Regel durch Bakteriengifte (Enterotoxine)ausgelöst. Eine Vermehrung der Keime, wie bei Lebensmittelinfektionen, erfolgt hierbei nicht. Diese Enterotoxine sind die Ursache für meist heftige  Beschwerden.

Ursachen für Lebensmittelvergiftungen können sein:

1. Pilzgifte  wie Amatoxine. Bei den Amatoxinen handelt es sich um sog. Oligopeptide, also chemische Verbindungen, die aus bis zu zehn Aminosäuren bestehen. Das Gift des Knollenblätterpilzes ist eines der bekanntesten Amatoxine.

2. Pflanzengifte  wie Atropin. Atropin ist ein sehr giftiges Tropan-Alkaloid. Tropan-Alkaloide sind in der Natur (Tollkirsche) vorkommende stickstoffhaltige organische Verbindungen.

3. Marine Tiergifte. Bei den marinen Tiergiften handelt es sich um Giftedie vor allem in Austern und Miesmuschel vorhanden sein können. Zu diesen Giften gehören vor allem Saxitoxine. Bei den Saxitoxinen handelt es sind um Nervengifte, die bereits bei der Aufnahme von 0,2mg (bei Erwachsenen)  zu einer tödlichen Atemlähmung führen können. Bei geringerer Dosis kommt es in der Regel zu Erbrechen, Durchfall (Diarrhoe), Übelkeit, krampfartigen Bauchschmerzen (Tenesmen) und dem Auftreten von Doppelbildern.

Was sind die häufigsten Erreger, die in Europa Lebensmittelvergiftungen auslösen ?

Zu den häufigsten Erregern, die sich zumeist in verunreinigtem Essen oder  in kontaminierten ( verschmutzte) Getränken aufhalten, gehören:

1. humane Noroviren- unbehüllte RNA-Viren ( 15 Millionen Menschen)

2. Salmonellen-stäbchenförmige Bakterien ( 2000 Tote jährlich)

3. Camphylobacter- korkenzieherförmige Bakterien ( 5 Millionen)

4. Toxoplasma gondii- halbmondförmiger Parasit ( 1 Million)

Was sind typische Symptome einer Lebensmittelvergiftung?

Abhängig von der auslösenden Ursache und auch der Menge des Giftes treten unterschiedliche Symptome (Krankheitszeichen) auf. Zu ihnen gehören:

1. Fieber

2. Erbrechen

3. Durchfall mit hohem Wasser- und Elektrolytverlust ( vor allem von Kalium)

4. Krämpfe

5. Halluzinationen

6. Lähmungen bis zur Atemlähmung und damit tödlichem Ausgang.

Erbrechen und Durchfall sind Selbsthilfereaktionen des Körpers. Der Körper versucht auf diesem Wege Erreger und deren Toxine so schnell als möglich auszuscheiden. Da aber diese Symptome mit einem hohen Wasser-und Elektrolytverlust einhergehen, der zu schweren Folgen (Exsikkose-Austrocknung) führen kann, ist es erforderlich, diesen Prozess therapeutisch zu begleiten.

Wie wird eine Lebensmittelvergiftung behandelt?

1. Zufuhr von viel Flüssigkeit ( Elektrolytlösungen per Infusion oder wenn möglich durch hohe Trinkmengen-Mineralwasser, schwarzer Tee)

2. Zufuhr von Elektrolyten (Kochsalz, Kalium)

3. in der Akutphase Nahrungskarenz

4. feuchtwarme Umschläge auf den Bauch (bei krampfartigen Bauchschmerzen)

5. bei Fieber-fiebersenkende Maßnahmen (medikamentös-Antipyretika, Wadenwickel, gute Zimmerbelüftung, Bettruhe-leichte Baumwollkleidung, Flüssigkeitszufuhr)

Konsultieren Sie unbedingt einen Arzt, wenn der Zustand nicht durch bereits genannte Maßnahmen selber zu beherrschen ist. Besonders wichtig ist dies, wenn alte Menschen, Säuglinge oder  Kleinkinder betroffen sind.

Kommen Sie gesund durch den Sommer und vor allem gesund aus Ihrem wohlverdienten Urlaub zurück. Bitte denken Sie daran, dass Sie besonders in Ländern mit einem unzureichenden Hygienestandard nur Obst essen, dass geschält werden kann und nur Wasser trinken, dass in verschlossenen Flaschen angeboten wird.

Sollten Sie Rat und Hilfe brauchen, vor allem vor Urlaubsbeginn, um die richtige Reisemedizin für den Notfall auch dabei zu haben, dann rufen Sie einfach an. Wir freuen uns, Ihr fachlicher Berater zu sein.

 

 

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Medikamentendschungel- Wie behalten Sie die Durchblick?

Deutschland hat, vor allem durch die demografische Situation in unserer alternden Gesellschaft, einen hohen Arzneimittelverbrauch.

Jährlich werden ca. 26 Milliarden Euro für Arzneimittel ausgegeben.

Innerhalb der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), zu der heute 34 Mitgliedsstaaten gehören, die sich der Demokratie und Marktwirtschaft verpflichtet fühlen, liegt Deutschland mit seinem Arzneimittelverbrauch ca. 30% über dem OECD- Durchschnitt. Auch innerhalb Deutschlands zeigen sich deutliche Unterschiede. So ist der Arzneimittelverbrauch in den ostdeutschen Ländern höher als in denen Westdeutschlands. Auch hier ist die demografische Entwicklung Ursache Nummer 1.

Viele alte Menschen leiden an chronischen Erkrankungen. Das bedeutet, dass in der Regel Mehrfacherkrankungen vorliegen, die therapiert werden müssen. Mit 60 Jahren werden im Schnitt drei, mit 70 vier bis fünf und mit 80 bis zu acht Präparate pro Tag eingenommen.

Zu den am häufigsten behandlungsbedürftigen Erkrankungen gehört nicht selten der Diabetes mellitus, der Bluthochdruck (Hypertonie) und Depressionen. So hat sich in der Zeit von 2000- 2013 der Bedarf an Antidiabetika fast verdoppelt. Seit 1950 ist er um das 20-fache gestiegen. Arzneimittel, die den Blutdruck senken und eine antidepressive Wirkung haben gehören zu den am meisten verordneten Medikamenten in Deutschland.

Andere Top- Arzneimittel, die sehr häufig eingenommen werden,  sind Blut-verdünner (Antikoagulantien), Blutfettsenker (Statine) sowie Arzneimittel gegen Sodbrennen (Antazida).

Wann kann die Medikamenteneinnahme zum Probleme werden?

Für viele ältere Menschen ist schon die Tatsache, dass sie Medikamenten regelmäßig einnehmen müssen ein Problem. Oft ist altersbedingt die Wahrnehmung gestört, das Seh- und Hörvermögen sowie die Feinmotorik hat sich verändert und das Gedächtnis funktioniert nicht mehr optimal.

Das bedingt, dass die Anweisungen des Arztes nicht immer verstanden und damit nicht umgesetzt werden, das es zu Verwechslungen von Medikamenten kommt, Arzneimittel nicht zur richtigen Tageszeit oder in der richtigen Dosierung eingenommen werden. Ähneln sich Präparate oder kommt es zur Anordnung eines Austauschpräparates, dass nicht  mehr die gleiche Tablettengröße oder -farbe hat,  dann sind viele Senioren einfach mit der neuen Situation überfordert. So werden Arzneimittel oft nicht nur zur falschen Zeit oder doppelt eingenommen, sie werden auch einfach vergessen. Dazu kommt, dass der Beipackzettel, der aufgrund gesetzlicher Regelungen so umfangreich, wie er oft ist, eben zu sein hat. Das verunsichert aber viele Patienten, die aufgrund von Nebenwirkungen oder aus Unsicherheit die Therapie einfach abbrechen, ohne Rücksprache mit ihrem behandelten Arzt nehmen. Das kann zu gravierenden gesundheitlichen Folgen führen, deren sich Patienten oft nicht bewusst sind.

Wir können Patienten vor unerwünschten Effekten geschützt werden?

1. Informieren Sie sich sowohl über Ihr Krankheitsbild, als auch über die verordnete Therapie. Das betrifft insbesondere auch die verordneten Arzneimittel. Fest steht, dass Patienten, die gut informiert sind eine höhere Therapietreue zeigen und besser vor unerwünschten Effekten geschützt sind.

Deshalb unser Rat:

1.  Führen Sie eine Medikationsliste, auf der Sie alle vom Arzt verordneten Arzneimittel und auch die, die Sie rezeptfrei in Ihrer Apotheke erworben haben, aufführen.

2. Sollten Sie sich nicht sicher sein, wie, wann etc. das Medikament eingenommen werden soll, dann lassen Sie sich in Ihrer Apotheke vor Ort beraten. Das Fachpersonal kennt die Wirkung, Nebenwirkung und Wechselwirkung von Medikamenten.

3. Holen Sie sich Ihre Medikamente immer in Ihrer Apotheke vor Ort oder beim gleichen Internetanbieter. Damit entsteht für Sie mehr Sicherheit, denn nur so können alle Daten erfasst werden. Nur wenn eine lückenlose pharmakologische Datenerfassung vorliegt, kann das Fachpersonal mögliche Interaktionen (Wechselwirkungen) von Medikamenten schnell erkennen und damit Gefahren für Sie abwehren.

4. Bei der Einnahme von Langzeitmedikamenten sollten Sie mindestens einmal jährlich mit Ihrem behandelten Arzt die Therapie besprechen und falls erforderlich anpassen lassen. Evtl. ist es möglich, dass durch die Einnahme von Kombipräparaten die Anzahl der Medikamente eingeschränkt werden kann.

5. Lagern Sie ihre Medikamente immer am gleichen Ort. Das sollte auf keinen Fall  die Küche oder das Bad sein. Medikamente müssen kühl, trocken und lichtgeschützt aufbewahrt werden.

6. Schaffen Sie sich eine Erinnerungshilfe, entweder in Form eines Zettels, der an einen speziellen Wohnungsort geklebt werden sollte oder stellen Sie  sich regelmäßig den Wecker oder bitten Sie evtl. Freunde, Sie an die Medikamenteneinnahme zu erinnern. Für technisch Interessierte gibt es heute auch spezielle Apps, die das übernehmen.

7. Nutzen Sie möglicherweise eine patientenindividuelle Arzneimittel-verblisterung. Das bedeutet, das Apotheken Ihre Arzneimittel in abgabegerechte Portionen verpacken. Grundsätzlich können alle festen (Kapseln, Tabletten etc.)  oralen (über den Mund aufgenommene Arzneimittel) Darreichungsformen verblistert werden.

Dabei gibt es unterschiedliche Blister (Verpackungen) wie:

1. Becherblister

2. Blisterkarten

3. Schlauchblister.

Die Blister enthalten Ihren Namen, den Einnahmetag, die Uhrzeit sowie die entsprechenden Arzneimittel, die eingenommen werden müssen. In vielen Kliniken, Senioren- und Pflegeeinrichtungen gehört die Verblisterung von Arzneimitteln heute zur Tagesordnung im Pflegealltag.

Welche Vorteile ergeben sich aus der Verblisterung?

1. Sie garantiert eine exakte Einnahme der vom Arzt verordneten Arzneimittel und verhindert Mehrfacheinnahmen und senkt damit die Gefahr einer Überdosierung. Dadurch wird eine Optimierung der Arzneimitteltherapie erreicht.

2. Sie schafft durch die Optimierung die Voraussetzung für eine Verbesserung der Lebensqualität der Patienten.

3. Verblisterung garantiert, dass mehrere an  er Therapie beteiligte Heilberufe besser kooperieren.

4. Sie schafft eine Zeitersparnis für die Pflegenden.

5. Sie erhöht die  Patientensicherheit nach europäischem Standard, da Blisterzentren nach § 13 des AMG (Arzneimittelgesetz) eine Herstellererlaubnis vorweisen müssen, die sie nur erhalten, wenn bestimmte fachliche und gerätetechnische Voraussetzungen vorhanden sind.

Auch wenn Sie nicht Heimbewohner oder Patient in einer Klinik sind, ist eine Verblisterung Ihrer Medikamente sicher durch eine Apotheke in Ihrer Nähe möglich. Fragen Sie in Ihrer Apotheke nach, ob dieser Service angeboten wird oder ob man dort einen Anbieter kennt, der diese Dienstleistung für Sie übernehmen kann.

Sollten Sie Fragen zur Verblisterung haben, ist Ihr apofuchs24-Team gern Ihr fachlicher Berater. Rufen Sie uns einfach an, wir helfen Ihnen gerne.

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Die Brennnessel-Heilkraut und Lebensmittel

Brennnesseln (Urticaria-lat. brennen) gehören zur Familie der Brennnesselgewächse. Vor allem die Große Brennnessel kommt, außer in der Antarktis , weltweit und auch deutschlandweit vor.

Wer kennt nicht die unangenehme Wirkung der Brennnesseln bei Berührung?

Sie entsteht durch die Brennhaare, in denen ein ameisensäurehaltiger Inhalt eingelagert ist. Die Folge ist eine Urtikaria (Nesselsucht). Dabei handelt es sich um die Reaktion der Haut, die zur Bildung unangenehm juckender Quaddeln führt, da es zur Freisetzung von Histamin (Gewebehormon-Neurotransmitter) aus den Mastzellen der Haut kommt. Durch diese unangenehme Eigenschaft wird die Brennnessel stark bekämpft. Besonders auf unseren Feldern und in unseren Gärten rücken wir ihr mit allem was uns an Gartengeräten oder auch Chemikalien zur Verfügung steht zu Leibe. Besser wäre es aber, sie als Geschenk der Natur zu betrachten und ihre Vorzüge zu nutzen.

Kennen Sie ihre Vorzüge?

Hippokrates ( ca. 460-370 v. Chr.-berühmtester Arzt des Altertums) hat den Satz geprägt:

“Lasst Nahrung Medizin und Medizin eure Nahrung sein”

Hippokrates hat sehr früh erkannt, dass sowohl die Qualität der von uns aufgenommenen Nahrung als auch die Art der Nahrungsmittel, die wir aufnehmen, bedeutend ist für den Erhalt und die Förderung unserer Gesundheit. Das trifft für viele Pflanzen und auch für die Brennnessel zu.

Blätter, Stängel, Wurzeln und Samen der Brennnessel  finden seit Menschengedenken als Lebens- und Heilmittel, als Färbemittel, zur Fasergewinnung (Nesselleinen) , aber auch in der Landwirtschaft und bei Hobbygärtnern als Düngemittel (Brennnesseljauche) eine breite Anwendung.

Gerade im Frühjahr, wenn die ersten frischen Blätter sprießen, kann die Pflanze als Suppe, Salat oder als Gemüse (Brennnesselspinat) zubereitet werden. Durch starkes Walken, Zerschneiden oder Blanchieren verliert sei ihre von uns gefürchtete “bedrohliche” brennende Wirkung. In getrocknetem Zustand eignet sie sich als Tee. Probieren Sie es doch einfach mal aus, Sie werden staunen, wie gut eine Brennnesselspeise schmeckt. Aber nicht nur der gute Geschmack, sondern auch ihre  zahlreichen Inhaltsstoffe sind Grund genug, sie nicht nutzlos in der Natur stehen zu lassen oder sie massiv zu bekämpfen.

Welche Inhaltsstoffe sind in der Brennnessel?

Brennnesseln sind reich an Vitamin A und C, haben einen hohen Mineralstoffgehalt (Kalzium, Magnesium, Silizium), einen hohen Gehalt an Eisen und Flavonoiden. Flavonoide sind Pflanzenstoffe mit einer u.a. antioxidativen, antiviralen und antiallergischen Wirkung. Brennnesseln sind auch sehr eiweißreich.

Welche Heilwirkung hat die Brennnessel?

Seit Menschengedenken wird die Brennnessel in der Heilkunde und als Lebensmittel eingesetzt. In Notzeiten hat sie Menschen vor dem Hungertod bewahrt. Brennnesselsuppe und Brennnesseltee erscheinen heute kaum noch auf unseren Speisezetteln, erfahren aber derzeit glücklicherweise eine Renaissance in Form von grünen Smoothies. Brennnesselblätter eignen sich in getrocknetem Zustand als Tee, der eine stark entschlackende Wirkung hat und noch dazu wohlschmeckend ist. Neben der entschlackenden Wirkung ist auch eine verdauungsfördernde, appetitanregende, entzündungshemmende und blutreinigende Wirkung der Brennnessel bekannt.

Bedingt durch diese Eigenschaften hat sie eine heilende Wirkung bei:

1. bei  Rheuma (Brennnesselblätter-entzündungshemmende und schmerzlindernd)

2. stärkt das Immunsystem ( unterstützt die Vermehrung der T-Lymphozyten und stärkt dadurch die körpereigenen Abwehr)

3. bei Energiemangel und Müdigkeit (um diese Wirkung zu erreichen eignen sich besonders die Brennnesselsamen, da sie eisenreich sind und Eisen für die Produktion von roten Blutkörperchen-Erythrozyten benötigt wird, die für den Sauerstofftransport im Blut verantwortlich sind)

4. bei Bluthochdruck  (Hypertonie). Als Tee genossen erreicht man durch die entschlackende Wirkung eine Blutdrucksenkung.

5. bei Entzündungen des Darmes (bedingt durch die entzündugnshemmende Wirkung hat sie bei chronisch entzündlichen Erkrankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn eine positive Wirkung auf den Krankheitsverlauf)

6. zur Potenzsteigerung -Brennnesselsamen enthalten sog. Phytosterole ( Beta-Sitossterol). Diese verhindern, dass sich Testosteron (männliches Geschlechtshormon) zu Dihydrotestosteron (DHT) umwandelt. Dadurch steigt der Testosteronspiegel an und der DHT-Spiegel sinkt. Damit kommt es zur Potenzsteigerung und damit zu einem positiven Libidoeffekt.

7. bei Prostatabeschwerden- DHT bewirkt eine Prostatavergrößerung. Bei einem Absenken des DHT-Spiegels normalisiert sich die Prostatagröße, das zu einer Linderung der Beschwerden führt.

8. Einfluss auf den Haarwuchs-Einfluss auf den Haarwuchs haben die Brennnesselsamen und -blätter in Kombination mit Zink, Vitamin B6 sowie mit Präparaten aus dem afrikanischen Pflaumenbaum und der Sägepalme. Wissenschaftler gehen davon aus, dass diese Kombination dazu führt, dass die Umwandlung von Testosteron in DHT gehemmt wird und dadurch der DHT-Spiegel sinkt.

Bekannt ist in diesem Zusammenhang auch, dass Brennnesseln sowohl beim Menschen, als auch bei Tieren (Pferden) dadurch zu dichtem und glänzendem Haar führen.

9. Einfluss auf Harnwegsinfektionen und Steinleiden-angewandt als Teezubereitung ( Blätter) sorgt hier die Brennnessel dafür, dass bei Infekten der Harnwege (Zystitis) und bei Nierensteinen (Urolithiasis) die harnableitenden Wege (Nierenbecken, Harnleiter, Blase, Harnleiter) gut durchspült werden. Damit können Erreger und auch Steine aus dem Harntrakt ausgespült werden.

Unser Rat an Sie:

Verbannen Sie die Brennnessel nicht aus ihrem Garten, sondern sammeln Sie gerade jetzt im Frühjahr die frischen Brennnesselblätter und später ihre Samen, trocknen Sie diese und bereiten Sie sich regelmäßig einen schmackhaften Tee. Ihr Körper wird es Ihnen danken.

Teezubereitungen dieser Art und vieler anderer Pflanzen finden Sie in unserem Shop. Schauen Sie einfach auf unsere Homepage oder rufen Sie uns an. Wir, das Team von apofuchs24, beraten Sie gerne.

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Schluckstörung (Dysphagie)-Was tun?

Schlucken- was ist das eigentlich?

In der embryonalen Entwicklung, also noch im Bauch der Mutter, lernen wir bereits zu schlucken, aber erst mit dem vierten Lebensjahr können wir es richtig gut.

Vor etwa 200 Jahren wurde der Schluckvorgang erstmals aus wissenschaftlicher Sicht beschrieben.

Beim Schlucken handelt sich um einen hoch komplexen Vorgang an dem 26 Muskelpaare  im Kopf- Halsbereich sowie fünf Hirnnerven ( N. vagus, N. glossopharyngeus, N. facialis, N. trigeminus, N. hypoglossus) beteiligt sind. Das Schluckzentrum, das sich im Bereich des Hirnstammes befindet, ist für die Koordination und das Zusammenwirken dieser Muskeln und Nerven verantwortlich.

Schlucken dient dem Ziel, Speichel, Nahrung und Flüssigkeit von den Lippen beginnend über die Mundhöhle, in den Rachen und von dort in die Speiseröhre und damit in die weiteren Abschnitte des Verdauungssystems zu transportieren. Bei diesem Vorgang erfolgt auch die Reinigung der Speiseröhre.

Wir schlucken täglich ca. 1000-3000 mal. Nachts verringert sich die Schluckfrequenz.

Während eines durchschnittlichen Menschenlebens gelangen durch das Schlucken ca. 50.000 Liter Flüssigkeit und ca. 30.ooo kg Nahrung  in den menschlichen Organismus.

Da Luft- und Speiseröhre dicht nebeneinander liegen besteht bei krankhaften Veränderungen die Gefahr, dass Speichel oder Speiseanteile in die Luftröhre gelangen. Fachleute sprechen hier von einer Aspiration. So lange die Sensibilität im Kehlkopf und in der Luftröhre erhalten ist, kommt es beim Verschlucken und damit beim Einatmen von Nahrungsresten in die Luftröhre zu einem Hustenreflex.

Liegen krankhafte Störungen vor, bleibt dieser Reflex aus. Schmerzen beim Schlucken, Husten nach dem Schlucken, eine feuchte und gurgelnde Stimme beim Essen  sowie das Aufstoßen und unklare Entzündungswerte sind mögliche Hinweise.

Bei einer Aspiration besteht die Gefahr einer sog.Aspirationspneumonie (Lungenentzündung), die lebensgefährlich sein kann.

Damit Luft in die Luftröhre und Speisebrei in die Speiseröhre gelangt, läuft der Schluckvorgang in drei Phasen ab:

1. Mundhöhlenphase: Nachdem die Zähne die Nahrung zerkleinert und mit Speichel durchmischt haben transportiert die Zunge den Nahrungsbrei von den Zähnen in den Mundrachen.

2. Rachenphase: Während dieser Phase wird durch eine Vielzahl von Rezeptoren der Schluckreflex ( vorgeburtlich ausgebildeter Fremdreflex) ausgelöst . Damit kommt es zum Verschluss des Kehlkopfes durch den Kehldeckel und die Speiseröhre wird geöffnet. Die Zunge drückt den Nahrungsbrei wie ein Stempel in die Speiseröhre.

3. Speiseröhrenphase: Durch die Peristaltik der Speiseröhre gelangt der Nahrungsbrei mit einer Geschwindigkeit von ca 14 Kilometer pro Stunde in den Magen. Die Nahrungspassage von der Speiseröhre in den Magen dauert in der Regel 5 bis 10 Sekunden, abhängig vom Zerkleinerungsgrad der Nahrung und ob eine gute Einspeichelung erfolgt.

Bei einem Schluckvorgang kann der Mensch ca. 20g Nahrungsbrei oder ca 40 ml Flüssigkeit aufnehmen.

Die meisten Schluckstörungen treten in der Rachenphase auf, die für den Betroffenen sehr kritisch werden können, da sich hier Luft- und Speisewege kreuzen.

Welche Ursachen gibt es für Schluckstörungen?

Mit zunehmenden Alter steigt das Risiko für Schluckstörungen, da bei alten Menschen die Speichelsekretion vermindert wird, die Kauleistung nachlässt, sich die Sensibilität der Schleimhaut verändert und auch die Zungen- und Rachenmuskulatur zunehmend atrophiert (verkleinert).

Ca. 5 Millionen Deutsche leiden daran, Tendenz steigend, da unsere Gesellschaft zunehmend älter wird..

 

Die häufigsten Ursachen für Schluckstörungen sind:

1. Schlaganfall (Apoplexie)

2. Schädel-Hirn-Trauma/Hirntumore

3. neurologische Erkrankungen (Morbus Parkinson)

4. Fehlbildungen der Speiseröhre (Divertikel) , des Rachenraums

5. Entzündungen der Mundhöhle, der Speiseröhre (Pilzinfektionen-Soor)

6. Zwerchfellbruch (Hiatushernie)

7. Chemotherapie (Veränderungen der Schleimhaut)

8. Demenz

9. verschluckte Fremdkörper

 

Mit welcher Symptomatik äußern sich Schluckstörungen?

1. Enge- und Trockenheitsgefühl

2. Heiserkeit

3. Reizhusten

4. Räusperzwang

5. Stimmversagen

6. Gewichtsabnahme

7. Nahrungsverweigerung

8. Nachschlucken

 

Was kann man tun, wenn Schluckstörungen vorhanden sind?

1. ausreichend Zeit zum Essen nehmen/ruhige Umgebung

2. Essen und Trinken in sitzender Haltung einnehmen

3. nach dem Essen mindestens noch eine halbe Stunde den Oberkörper hoch lagern

4.nach dem Schlucken leer nachschlucken

5. während des Essens und Trinkens nicht sprechen

6. breiige oder angedickte Kost verabreichen ( schlecht sind Speisen mit unterschiedlicher Konsistenz-z. B. Suppen mit Fleischbrocken)

7. nicht gleichzeitig essen und trinken

 

Wie können Schluckstörungen therapiert werden?

Jede Therapie, auch die der Schluckstörungen, ist abhängig von der jeweiligen Ursache. Entscheidend ist in jedem Fall

eine Ernährungsumstellung,

die logogpädische (Hustenreflex wieder herstellen) und/oder physiotherapeutische Behandlung sowie eine operative und medikamentöse Therapie.

Operative Maßnahmen dienen dem Ziel, eine Aspiration zu verhindern.

Auch die medikamentöse Therapie ist immer abhängig von der möglichen Erkrankungsursache. Liegt eine Entzündung vor, können Antibiotika zur Anwendung kommen. Bei einer Pilzinfektion (Soor) sind Antimykotika das Mittel der Wahl.

Dysphagien können ganz wesentlich die Lebensqualität der Betroffenen beeinflussen. So lange wir gesund sind, ist Schlucken für uns etwas ganz Selbstverständliches, für Betroffene nicht mehr.

Sprechen Sie uns an, wenn Sie Rat und Hilfe zu diesem Krankheitsbild brauchen. Wir beraten Sie gern. Ihr Team von apofuchs24.

 

 

 

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Eisen- Energielieferant für unsere Zellen

Jeder Erwachsene besitzt ca. 4 bis 6 l Blut. Das entspricht einer Körpermasse von 6 bis 8%. In unserem  Blut befinden sich sowohl feste ( Blutkörperchen-45%) als auch flüssige Bestandteile ( Blutplasma-55%).

Zu den Blutkörperchen (Blutzellen) gehören die roten (Erythrozyten), die weißen (Leukozyten) und die Blutplättchen (Thrombozyten).

Während die Leukozyten für die Immunabwehr und die Thrombozyten für die Blutgerinnung zuständig sind, sorgen die Erythrozyten, die im roten Knochenmark  (Brustbein, Beckenkamm etc.) gebildet werden, für den Sauerstofftransport zu den Zellen. Das ist aber nur möglich, wenn ausreichend Hämoglobin ( roter Blutfarbstoff) vorhanden ist. Hämoglobin ist ein Eiweißmolekül mit Eisen als Zentralatom.

Wie erfolgt der Sauerstofftransport im menschlichen Körper?

Der durch die Atmung aufgenommene Sauerstoff gelangt über die Alveolen (Lungenbläschen) in das Blut, bindet sich dort an das Eisen und wird in dieser gebundenen Form zu jeder  Zelle in unserem Körper transportiert. Bei den in der Zelle stattfindenden Oxidationsvorgängen (biologische Oxidation) wird Energie produziert, die wir für alle Lebensvorgänge in unserem Körper benötigen.

Eisen nimmt somit eine zentrale Bedeutung bei der Energieproduktion  in unserem Körper ein. Ca. 60% des sich im Körper vorhandenen Eisens befindet sich im Hämoglobin.

Unser Körper geht sehr sorgsam mit seinen Eisenreserven um. So reguliert er, dass die roten Blutzellen, die eine ca. 120 tägige Lebensdauer haben, danach in der Leber abgebaut werden. Bei diesem Abbau zerfällt das Hämoglobin in seine Bestandteile und somit wird Eisen wieder frei. Die Leber speichert das Eisen, um es im Bedarfsfall wieder für die Blutbildung zur Verfügung zu stellen.

Wie viel Eisen braucht der Mensch?

Der tägliche Eisenbedarf beträgt im Alter von:

1 bis 7 Jahren            8mg

7 bis 10. Jahren      10mg

10 bis 19 Jahren      12 bis 15 mg (männlich/weiblich)

19 bis 51 Jahren      10 bis 15 mg

ab dem 51. Lebensjahr und älter jeweils 10mg.

Grund für den höheren Eisenbedarf bei Frauen im jüngeren Lebensalter ist die monatliche Menstruation. Ein erhöhter Bedarf besteht aber auch in der Schwangerschaft ( 30mg) und während der Stillphase (20mg).

Welche Voraussetzungen müssen für eine physiologische Eisenresorption (Eisenaufnahme) erfüllt sein?

Entscheidend ist neben der ausreichenden Zufuhr von eisenhaltigen Nahrungs-mitteln ( Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte-wie Linsen, Fleisch, Innereien wie Leber, Blutwurst, Kürbiskerne, Sesam, grüne Minze-getrocknet, Weizenkleie, Hirse, Sojabohnen, Mandeln, getrocknete Aprikosen, Haferflocken etc. ) auch eine gesunde resorptionsfähige Darmschleimhaut sowie das Vorhandensein von ausreichend Vitamin C. Vitamin C trägt zur Erhöhung der Eisenresorption im Darm bei und ist in vielen Obst- und Gemüsesorten ausreichend vorhanden.

Auch schwefelhaltige Lebensmittel wie  Erbsen, Sonnenblumenkerne, Sojabohnen, Vollkornmehl etc. fördern die Bioverfügbarkeit pflanzlicher Eisenlieferanten.

Was sind typische Zeichen eines Eisenmangels?

Typische Symptome (Krankheitszeichen) für einen Eisenmangel und damit für eine Anämie (im Volksmund als Blutarmut bezeichnet) sind:

1. blasse Haut und Schleimhäute

2. schnelle Ermüdbarkeit

3. fehlende Leistungsfähigkeit

4. brüchige Nägel

5. Zungenbrennen

6. schuppige Haut

7. eingerissene Mundwinkel

8. stumpfe Haare

9. im fortgeschrittenen Stadium treten als Folge der mangelnden Sauerstoffversorgung von Herz und Hirn: Kopfschmerzen, Ohrensausen und  Schwindel auf

10. typische, nachweisbare Blutveränderungen (Mangel an Hämoglobin, Verminderung der Erythrozytenzahl)

 

Welche Stoffe hemmen die Eisenresorption?

Pankreasenzyme ( Enzyme der Bauchspeicheldrüse-Kreon, Panzytrat, Pancrol etc.) hemmen die Eisenresorption. Deshalb sollte immer bei der Einnahme solcher Präparate (oft bei Verdauungsstörungen verordnet) und dabei auftretenden Anämiesymptomen an einen Eisenmangel gedacht werden.

Auch Milchprodukte, Kaffee und schwarzer Tee hemmen die Eisenresorption und sollten deshalb in einem guten Verhältnis zu den eisenhaltigen Nahrungsmitteln stehen.

Nachweislich gelingt es vielen Menschen auch bei uns in Deutschland nicht, den erforderlichen Eisenbedarf über die Nahrung zu decken. Deshalb ist es in diesen Fällen erforderlich, dem Körper Eisen (Eisentabletten)  zuzuführen.

Aber Vorsicht! Bevor nicht ärztlicherseits ein Eisenmangel durch Kontrolle spezifischer Blutwerte nachgewiesen wurde, sollten Sie keine Eisenpräparate zu sich nehmen, denn Eisen kann in den Organen (Haut, Gefäße etc.) abgelagert werden und damit zu Organschädigungen führen.

Unser Rat an Sie:

1. Ergänzen Sie Ihre Mahlzeiten mit einem Glas Orangensaft (hoher Vit. C-Gehalt). damit fördern Sie die Eisenresorption.

2. Sollte sich bei Ihnen ein Eisenmangel manifestiert haben, dann machen Sie nach Rücksprache mit Ihrem Hausarzt eine Eisenkur mit entsprechenden Nahrungs-ergänzungsmitteln.

Auf unserer Homepage finden Sie dazu eine ausreichende Auswahl geeigneter Präparate. Rufen Sie uns an, wenn Sie Rat und Hilfe brauchen, wir beraten Sie gerne. Ihr apofuchs24-Team

 

 

 

 

 

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Echter Kümmel-Arzneipflanze des Jahres 2016

Echter Kümmel (Carum carvi) auch einfach nur Kümmel oder Gemeiner Kümmel oder auch Wiesenkümmel genannt, gehört zur Familie der sog. Doldenblütler.

Alljährlich kürt der Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde an der Universität Würzburg eine Pflanze als Arzneipflanze des Jahres.

Mit dieser Wahl als Arzneipflanze des Jahres 2016 soll die wissenschaftliche Bedeutung des Kümmels stärker ins Bewusstsein der Menschen gerückt werden.

Ausgrabungen beweisen, dass Kümmel bereits  3000 v. Christus bekannt war. Er gilt als die älteste Gewürz- und Heilpflanze Europas.

Beim Kümmel handelt es sich um eine zweijährige Gewürzpflanze, deren Früchte im Juni bis August reifen. In Deutschland wird Kümmel auf einer Fläche von ca. 450 Hektar angebaut. Andere Hauptanbaugebiete sind die Niederlande, Polen, Ägypten und die Länder Osteuropas.

Welche Anwendung erfährt Kümmel in unserer Küche?

Sowohl die Blätter des Kümmels, als auch die Samen und Wurzeln finden in unseren Küchen eine breite Anwendung. Während der Samen als ein klassisches Gewürz bei blähenden (Kohlgerichte) und schwer verdaulichen Speisen zur Anwendung kommt, werden die Blätter für Suppen und als Salat verwendet. Die Wurzeln des Kümmels können zu Gemüse verarbeitet werden.

Vorsicht: Kümmel hat durch das Vorhandensein von ätherischen Ölen ein hautreizende Wirkung. Deshalb raten wir Ihnen vorsichtig beim Umgang mit Kümmelöl umzugehen, um allergische Reaktionen und Hautreizungen zu vermeiden.

Welche medizinische Bedeutung hat Kümmel?

Bedingt durch das Vorhandensein von ätherischen Ölen (3%- bei neuen Züchtungen bis zu 7%) insbesondere von Carvon (Hauptbestandteil) wird Kümmelsamen oft in Kombination mit Anis und Fenchel als Tee zur Anwendung gebracht, der eine stark  krampflösende Wirkung hat.

Bedingt durch diese Wirkung kommt Kümmel oft bei Verdauungsstörungen, die in der Regel mit krampfartigen Bauchschmerzen, Völlegefühl und Blähungen (Flatulenz)  einhergehen zur Anwendung.

Bekannt ist auch die antimikrobielle Wirkung des Kümmels. Von daher eignet er sich als Zusatzstoff in Zahnpasten und Mundwässern.  Beim Auftreten von Mundgeruch lohnt sich der Versuch, Kümmelsamen zu kauen, um den Mundgeruch auf diese Weise zu bekämpfen. Sollte dies keine Wirkung haben, raten wir Ihnen, einen Zahnarzt, Ihren Hausarzt oder einen Apotheker zu konsultieren, denn Mundgeruch kann vielfältige Ursachen haben, die unbedingt abgeklärt werden sollten.

Ein reiches Sortiment an Zahnpflegeartikeln und Mundwässern finden Sie auch auf unserer Homepage.

Haben Sie Fragen zur Arzneipflanze des Jahres 2016, dann rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne. Auch jede andere Frage rund um Ihre Gesundheit  beantworten wir Ihnen gerne. Ihr apofuchs24-Team

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Welche Vorsätze haben Sie für 2016?

Alljährlich ist im Januar das Gedränge in den Fitnessstudios besonders groß, denn mehr Sport treiben zu wollen zählt immer wieder zu den beliebtesten Vorsätzen fürs neue Jahr. Das bestätigen Umfragen, die vor allem von den Krankenkassen in Auftrag gegeben werden.

Im zurück liegenden Jahr wollten 60% der Menschen in Deutschland Stress vermeiden und damit mehr Ruhe in ihr Leben bringen sowie gesünder leben.

55% aller Deutschen nahmen sich vor, sich mehr Zeit für die Familie zu nehmen und 48% aller Befragten wollten sich selber mehr Zeit schenken.

Gesünder essen wollten 48% der Deutschen und 34% strebten eine Gewichtsreduktion an.

Sparsamer mit Geld umzugehen wollten 28% und 15% hatten den Vorsatz, weniger fernzusehen oder online zu sein.

12 % erklärten, auf Alkohol ganz verzichten zu wollen und 9 % wollten aufhören zu rauchen.

Die Top Ten der guten Vorsätze wiederholen sich jedes Jahr , unterliegen aber nur kleinen Schwankungen. So wird es auch mit Sicherheit  2016 sein.

In diesem Zusammenhang stellt sich natürlich die Frage, wie lange halten diese Vorsätze an?

Umfragen zu folge haben die Hälfte derer, die sich Vorsätze für das neue Jahr vornahmen( ca. 52%) länger als drei Monate durchgehalten. Die andere Hälfte schaffte es nach ihren Aussagen etwas länger.

Was sollten Sie tun, damit Vorsätze nicht Vorsätze bleiben, sondern auch langfristig realisiert werden können?

Fachleute raten:

1. die Vorsätze richtig auswählen und

2. Vorsätze klar formulieren.

Es bringt nichts, wenn die Umsetzung eines Vorsatzes für den Betroffenen nicht umsetzbar und auch nicht messbar ist, weil es evtl. aus beruflichen oder familiären Gründen überhaupt nicht realisierbar ist.

Sich vorzunehmen z.B. gesünder leben zu wollen, ist viel zu allgemein formuliert. Richtiger wäre es, genau zu definiert, was das konkret heißen soll. Das könnte sein, täglich dreimal Obst zu essen oder wöchentlich zweimal Sport zu treiben.

Solche konkreten Vorsätze sind messbar und abrechenbar und nur solche werden am längsten durchgehalten.

Entscheidend dabei ist es natürlich, dass Sie auch den entschlossenen Willen dazu haben, Ihre Vorsätze in die Tat umsetzen zu wollen und nicht aus der Feierlaune des Silvesterabends heraus, Vorsätze definieren.

Wir, das Team von apofuchs24, wünschen Ihnen, dass Sie die Kraft und den Willen aufbringen, Ihre guten Vorsätze 2016 in die Tat umzusetzen. Wir wollen Ihnen gern dabei helfen, sollte unser fachlicher Rat erforderlich sein. Rufen Sie uns einfach an.

Wir wünschen Ihnen allen ein gesundes und friedliches Jahr 2016.

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Öffnen Sie Ihre Herzen

Die Advents- und Weihnachtszeit ist eine Zeit, in der die Herzen vieler Menschen “offener” sind, als die restliche Zeit des Jahres. Menschen rücken näher zusammen und setzen Zeichen der Solidarität für andere, denen es nicht gut geht.

Ganz aktuell sind das ganz besonders die vielen Menschen, die in diesem Jahr ihre Heimat Syrien, Afghanistan oder den Irak verlassen haben, weil ihr Leben und das ihrer Kinder in Gefahr war und zu uns nach Deutschland gekommen sind, um hier ein neues Zuhause und eine bessere  Zukunft zu finden. Kein Mensch verlässt gern seine Heimat.

Diese vorweihnachtliche Stimmung nutzen viele Hilfsorganisationen, um für ihre Arbeit zu werben. Uns erreichen zahlreiche Briefe mit der Bitte für Notleidende zu spenden, im Fernsehen werden Sendungen von verheerenden Katastrophen, vom Kampf ums Überleben bei lebensbedrohlichen Erkrankungen und der Not der Menschen, die durch Kriege und Hunger betroffen sind, ausgestrahlt.

Anrührende Bilder und aufwühlende Schlagzeilen führen dazu, dass Menschen emotional berührt sind und so die Spendenbereitschaft in aller Regel steigt.

Im Jahr 2014 spendeten die Deutschen ca. 5 Milliarden Euro. Dieser Betrag wurde von ca. 22 Millionen Menschen sowohl an kirchliche Einrichtungen als auch an gemeinnützige Organisationen gespendet. Dabei war eine Tendenz zu beobachten, dass die Anzahl der jüngeren Spender zunahm, während bei den älteren eine Abnahme zu verzeichnen war, obwohl hier bei den “treuen” Spendern ein größerer Betrag gespendet wurde und dadurch wieder ein Ausgleich erfolgte.

Der Deutsche Spendenrat vertritt 65 spendensammelnde Organisationen und wacht  über die Verteilung der Gelder. Die Menschen wollen wissen, was mit ihrem Geld gemacht wird und wo ihr Geld hingeht. Das ist auch gut so. Deshalb unterstützen viele Spender vor allem lokale und kleine Projekte mit der Folge, dass bei  großen Organisationen (20) die Spendeneinnahmen gesunken sind.

Vergessen auch Sie in dieser besinnlichen Advents- und Weihnachtszeit  nicht Ihr Herz für Hilfebedürftige zu öffnen. Sie helfen damit, dass unsere Welt friedlicher und für alle schöner wird.

Hoffen wir im Interesse deren, die unsere Hilfe dringend benötigen, dass es uns auch  2015 gelingen möge, dass viele Spenden, ob groß oder klein, dazu beitragen helfen, Not, Krankheit, Hunger und Armut in der Welt zu lindern.

Das Team von apofuchs24 wünscht Ihnen eine friedliche Weihnachtszeit, einen guten Start ins Jahr 2016, bei hoffentlich bester Gesundheit und hoffentlich mehr Frieden auf dieser unserer Welt.

Wir sind auch im kommenden Jahr wieder gern Ihr treuer Begleiter rund um alle gesundheitliche Fragen.

 

 

 

 

 

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Herbstzeit ist Erntezeit /Äpfel- vom Paradies auf unsere Obstteller

Wenn der Herbst beginnt und sich die Natur in ein buntes Farbenkleid verwandelt, dann ist auch Erntezeit. Wir ernten den Wein, der in unseren Gärten oder in den Weinbergen gereift ist, die Kartoffeln auf unseren Feldern und auch die Äpfel von unseren Bäumen. Gerade sie lassen sich gut lagern und eignen sich so als  hervor-ragender  Vitaminspender in der kalten Jahreszeit.

Keine andere Frucht hat in der Mythologie, der Kunst und auch im Märchen (Schnee-wittchen) eine so bedeutende Rolle gespielt, wie der Apfel. Nach der biblischen Geschichte wurde durch ihn sogar der Sündenfall heraufbeschworen und so die Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradies bewirkt. Der Apfel war Herrschafts- und Statussymbol und stand für Reichtum, Vollkommenheit, Leben , Liebe und Fruchtbarkeit.

In Deutschland ist der Apfel vor Bananen und Weintrauben die beliebteste Frucht. Jedes Jahr verzehrt jeder Deutsche etwa 26 kg Äpfel, das sind ca. 173 Stück. Damit nehmen wir innerhalb Europas den ersten Platz beim Apfelverzehr ein.

Von den weltweit 20.000 bekannten Apfelsorten wachsen rund 1000 in unseren heimischen Gärten, auf Streuobstwiesen oder großen industriellen Anbauflächen. Das sind jährlich fast eine Million Tonnen.

Ursprünglich stammt der Apfel, der zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) gehört, aus Zentral- und Westasien. Die heutige Hauptstadt Kasachstans, Alma-Ata (Stadt der Äpfel) wurde deshalb nach ihnen benannt. Von dort gelangte er zum Schwarzen Meer, wo er von Griechen und Römern zu der Frucht kultiviert wurden, wie wir sie heute kennen. Etwa 100 v.Chr. gelangte der Apfel durch die Römer nach Nordeuropa und damit auch zu den bekannten deutschen Anbaugebieten wie denen des Rheintals und Bodensees.

Welche gesundheitsfördernde Wirkung haben Äpfel?

Wer kennt nicht das alte englische Sprichwort, dass aus dem 19. Jahrhundert stammt:

“A apple a day keeps the doctor away” oder “Ein Apfel am Tag- Arzt gespart”.

Nicht erst im 19. Jahrhundert, sondern bereits viel früher hatte man die gesundheitsfördernde Wirkung von Äpfeln erkannt. Heute wissen wir, warum das so ist.

Äpfel verfügen, neben ca. 30 verschiedenen Mineralstoffen (Elektrolyte) und Spurenelementen, vor allem über einen hohen Kalium-und Eisengehalt. Eisen benötigen wir zur Produktion von roten Blutzellen (Erythrozyten) und Kalium ist ein Elektrolyt, dass u.a. in unserem Herzen zur Reizbildung und -weiterleitung benötigt wird.

Wichtige Vitamine wie Provitamin A, B1,B2, B6, E, C, Niacin (Vitamin B3) und Folsäure (reguliert die Zellneubildung/fördert die Zellteilung) sind weitere Bestandteile.

Vitamine haben eine enzymatische Wirkung. Sie beschleunigen Stoffwechselvorgänge in der Zelle und sind damit für uns lebensnotwendig. Sie befinden sich zu einem großen Anteil (70%) in der Apfelschale oder direkt unter ihr. Deshalb ist es wichtig, die Äpfel mit der Schale zu essen und sie nicht zu schälen. Außerdem befinden sich in der Schale auch bioaktive Substanzen, ungesättigte Fettsäuren und Magnesium.

Auch die Apfelkerne enthalten  noch lebenswichtige Stoffe wie Jod, dass unsere Schilddrüse zur Produktion von Hormonen wie Trijodthyronin benötigt, um Stoffwechselprozesse  in unserem Körper zu steuern.

Flavonoide und Carotinoide (sekundäre Pflanzenstoffe) haben eine antioxidative Wirkung, durch das das Krebsrisiko gesenkt wird.

Auch Pektine (pflanzliche Polysaccharide/Mehrfachzucker) sind Bestandteile des Apfels. Sie wirken ernährungsphysiologisch als Ballaststoffe und haben damit einen regulatorischen Einfluss auf die Darmperistaltik.  Pektine senken auch den Cholesterin-spiegel und bieten damit Schutz vor Arteriosklerose (Gefäßverkalkung).

Welche Bedeutung haben Äpfel als Hausmittel?

1. Äpfel eignen sich auch zur Behandlung von Darmkatarren (Durchfall), da Apfelpektine stark quellfähig sind und so die Flüssigkeit im Darm bindet.

Dabei ist zu beachten, dass die Äpfel (ca 1000g pro Tag/ergeben ca. 4-5 Portionen) mit der Schale (Kerngehäuse entfernen) auf einer Glasreibe geraspelt werden und nach dem Reiben so lange stehen bleiben, bis eine Braunfärbung einsetzt (kein Zucker beimengen). Diese Apfelkur sollte aber nicht länger als einen bis drei Tage durchgeführt werden. Hält der Durchfall trotzdem an, ist eine ärztliche Konsultation unbedingt erforderlich.

2. Durch den Gehalt an verschiedenen Fruchtsäuren haben Äpfel eine Zahn reinigende Wirkung und  gelten daher als die “Zahnbürste der Natur”.

3. Apfeltee hat eine beruhigende Wirkung. Schneiden Sie einen ungeschälten Apfel in Scheiben, übergießen diesen mit einem Liter kochendem Wasser und lassen alles ca. zwei Stunden ziehen, fertig ist der Apfeltee.

4. Mit Apfelessig können Hals- und Rachenentzündungen behandelt werden.  Bereiten Sie aus einem Esslöffel Honig, einem Glas heißem Wasser und einem Teelöffel Apfelsessig eine Trinklösung. Lassen Sie alles etwas abgekühlen und trinken es dann schluckweise.

5. Bei Heiserkeit raten wir Ihnen einen Apfel zu braten und ihn mit Honig zu vermischen. Es schmeckt nicht nur gut, sondern lindert auch die Beschwerden.

6. Bei unreiner Haut (Akne) eignet sich zur Behanldung eine Apfelmaske. Dazu sollten Sie einen Apfel reiben und mit etwas flüssigem Honig (hat eine antibakterielle Wirkung)verrühren. Diese Mischung dann auf die Haut auftragen und ca. 20 Minuten einwirken lassen. Das sollten Sie regelmäßig tun.

7. Farb- und Gerbstoffe des Apfels bieten Schutz vor Herz- und Kreislauferkrankungen und stärken das Immunsystem.

Ob der süßliche Geruch von angefaulten Äpfeln eine inspirierende Wirkung hat, ist zu bezweifeln. Auf jeden Fall schwörte Friedrich Schiller darauf und hatte deshalb lagen immer einige angefaulte Äpfel in der Schublade seines Schreibtisches. Wir raten Ihnen aber, die Äpfel lieber zu verzehren, als verfaulen zu lassen, denn sie sind zu kostbar und zu gesund.

Deshalb unser Rat für Sie: Machen Sie es nicht wie Friedrich Schiller, sondern essen Sie täglich mindestens einen reifen, wohlschmeckenden und gesunden Bioapfel, denn er ist frei von Pestiziden und wird auch Ihnen helfen, gesund zu bleiben.

 

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