Kleine Weihnachtsgewürzkunde-Was Sie über Zimt wissen sollten!

Gewürze hatten in der Zeit des Mittelalters und der frühen Neuzeit eine außerordentlich ökonomische und politische Bedeutung. Sie dienten nicht nur zum Würzen von Speisen, sondern auch als Konservierungsstoffe und zur Arzneimittelherstellung. Staaten, Städte und Kaufleute wurden durch den Gewürzhandel reich und verteidigten ihren Reichtum, wenn es sein mußte, mit Waffengewalt.

Heute geht es auf diesem Markt friedlicher zu, aber an der Bedeutung der Gewürze hat sich nichts gerändert. Durch ihren natürlichen Gehalt an Geschmacks- und Geruchsstoffen sind sie als würzende und geschmackgebende Zutat nicht wegzudenken. Gewürze entstammen aus Pflanzen oder Pflanzenteilen (Blüten, Blätter, Wurzeln) und sollen entweder frisch oder im getrockneten Zustand in unsere Küchen und Backstuben gelangen.

Bereits Hildegard von Bingen, bekannt als erste deutsche Ärztin, hat schon im 12. Jahrhundert auf die Bedeutung der Gewürze in ihren Abhandlungen hingewiesen.

Damals wie heute gehören Anis, Ingwer, Kardamom, Koriander, Muskat, Piment, Nelke, Safran (teuerstes Gewürz der Welt) und Zimt zu den in der Weihnachtszeit gebräuchlichsten Gewürzen. Sie verbreiten nicht nur ein wohltuenden Geruch, sondern haben auch wohltuende Wirkungen.

So wirkt Anis, Safran und Muskat gegen Blähungen,

Ingwer, Kardamon und Nelke regen den Appetit an und haben eine verdauungsfördernde Wirkung,

Koriander fördert die Darmtätigkeit und wirkt krampflösend.

Zimt gehört zu den ältesten Gewürzen, der nachweislich bereits vor 3000 v.Chr. in China als Gewürz und Arzneimittel zur Anwendung kam und im 15. Jahrhundert durch portugiesische Seefahrer den Weg nach Europa fand.

Der Zimtbaum gehört zur Gruppe der Lorbeergewächse, aus dessen Rinde vorwiegend Zimtstangen gewonnen werden, die im Handel auch in gemahlener Form als Pulver erhältlich sind. Zimtöl wird aus der Rinde, kleinen Ästen und Blättern gewonnen und hat eine antibakterielle Wirkung. Schwangere sollten es meiden.

Der Gewürzhandel bietet im wesentlichen zwei Zimtsorten an, den aus China stammenden Cassia-Zimt und den Ceylonzimt, der aus Anbaugebieten im heutigen Sri Lanka kommt. Cassiazimt ist billiger, enthält jedoch Cumarine (Aroma- und Duftstoffe), die in hoher Konzentration gesundheitsschädigend sein können. Da wissenschaftliche Belege nicht eindeutig sind, wurde in der europäischen Aromaverordnung auf die Festlegung von Höchstgrenzen für Kräuter und Gewürze verzichtet.

Ernährungswissenschaflter gehen davon aus, dass Erwachsene eine Menge von 600g Zimt/pro Jahr (egal welcher Sorte) konsumieren können.

Ceylonzimt hingegen wurde wegen seiner geringen Cumarinmengen vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) www.BfR.de als unbedenklich eingestuft.

Deshalb unser Rat für Sie:

1. Kaufen und verwenden Sie am besten für Ihre Weihnachtsbäckerei und Ihren Glühwein Gewürzmischungen, die Ceylonzimt enthalten oder verwenden Sie reinen Ceylonzimt.

2. Achten Sie beim Kauf von Zimtstangen auf die Stärke, da an ihr zu erkennen ist, ob es sich um Cassia- oder Ceylonzimt handelt. Bei Cassiazimt bestehen die Zimtstangen aus einer dicken Rindenschicht, während Zimtstangen aus Ceylonzimt mehrlagig sind und im Querschnitt einer Zigarre gleichen.

 

Welche medizinische Wirkung hat Zimt?

Zimt hat eine blutzuckersenkende und antimikrobielle (antibakteriell) Wirkung. Außerdem wird ihm eine schmerzstillende, schleimlösende, auswurffördernde und krampflösende Wirkung zugeschrieben, die gerade nach einem üppigen Weihnachtsessen wohltuend sein kann.

Die Naturmedizin rät, täglich einen halben Teelöffel Zimt mit einer Tasse Wasser aufzukochen , danach abkühlen zu lassen und einen Teelöffel Honig beizufügen. Durch die antmikrobielle Wirkung des Zimts können entzündliche Erkrankungen damit positiv beeinflusst werden.

Außerdem ist bei Typ-2 Diabetikern bei kontinuierlicher Anwendung eine blutzuckersenkende Wirkung erkennbar.

Achten Sie aber darauf, dass das Zimtwasser auf mindestens 40 Grad Celsius abgekühlt ist, bevor Sie den Honig dazu geben, da bei Temperaturen über diesem Wert wichtige Vitamine und Enzyme vernichtet werden und der Honig seine Gesundheitsvorteile damit verliert.

Wer das in dieser Form nicht mag, kann den halben Teelöffel Zimt auch einem Becher Naturjogurth beimengen und somit einen Gewürzjogurth herstellen.

Zu beachten ist, sollten Sie Medikamente einnehmen müssen und den halben Teelöffel Zimt einmalig einnehmen wollen, dass Sie zwei Stunden Zeit lassen zwischen der Medikamenten- und der Gewürzaufnahme. Gewürze aktivieren den Stoffwechsel. Es ist natürlich auch möglich, den halben Teelöffel Zimt über drei Mahlzeiten am Tag zu verteilen.

Ein das Immunsystem stärkender Gewürzjogurth sollte folgende Gewürze enthalten:

1/2 TL Zimt, 1TL Kurkuma, 2cm frisch kleingeschnittenen Ingwer,1 Messerspitze Chilipulver, 1 Messerspitze gemahlenen schwarzen Pfeffer und 2 Tl Speiseöl.

Täglich genossen, bringen Sie Ihr Immunsystem besonders in der kalten Jahreszeit auf  Vordermann.

Diese Rezeptur eignet sich auch, zusammen mit Wärmeanwendung ( besser feuchte als trockene Wärme) und mit viel Flüssigkeitsaufnahme am besten in Form eines harntreibenden Blasen- und Nierentees, zur Behandlung einer akuten Blasenentzündung (Zystitis).

Wir haben zahlreiche Gewürze, auch als Weihnachtsgeschenkset von Caelo sowie ein Glühweingewürz von Caelo für das bevorstehende Weihnachtsfest in unserem Shop vorrätig. Vielleicht suchen Sie noch ein geeignetes Weihnachtsgeschenk oder wollen auch ihren Weihnachtsbraten  gut würzen. Schauen Sie einfach rein, wir, das Team von apofuchs24, freuen uns auf Sie.

 

 

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So stärken Sie Ihr Immunsystem und machen es fit für die kalte Jahreszeit

Mit Beginn der kalten Jahreszeit wächst die Gefahr von Erkältungen und fieberhaften Infekten.

Alljährlich erkranken daran Millionen von Menschen und das nicht nur im Winter. Jeden zweiten Erwachsenen erwischt es mindestens ein- bis zweimal pro Jahr. Bei Kleinkindern können bis zu zehn Infekte pro Jahr auftreten.

Ursache für Infekte sind fast immer Viren. Rund 200 verschiedene  Arten sind bekannt, die unser Immunsystem angreifen.

Unser Immunsystem ist ein hochkomplexes System, das sich in ständiger Alarm-bereitschaft befindet, um täglich Millionen von Bakterien, Pilzen, Viren und Parasiten abzuwehren.

Dabei wird zwischen einer unspezifischen und spezifischen Abwehr unterschieden.

Die unspezifische Abwehr sorgt dafür, das Bakterien sofort nach ihrem Eindringen in den Körper von sog. Phagozyten (Fresszellen) unschädlich gemacht werden.

Bei der spezifischen Abwehr werden Antikörper gebildet, die sich an spezielle Erreger binden.

Viel komplexer funktioniert die Abwehr, wenn Viren im “Spiel” sind. Viren sind nur lebens- und vermehrungsfähig in einer Wirtszelle. Dort werden sie von den Antikörpern nicht erkannt. Nachdem der Virus in die Wirtszelle eingedrungen ist, kommt es zum “Hilferuf” der Zelle. Daraufhin werden Teile des Virus, zusammen mit bestimmten Molekülen, auf die Zelloberfläche gebracht. Durch verschiedene Reaktionen kommt es zur Zerstörung der befallenen Zelle. Damit werden die Viren freigesetzt und von spezifischen Antikörpern unschädlich gemacht.

Bei der spezifischen Abwehr kommt es zur Ausprägung eines Langzeitgedächtnisses. Das bedeutet, dass unser Immunsystem bei erneutem Kontakt mit dem gleichen Erreger diesen schnell erkennt und somit die Abwehr gezielt aktiviert.

Problematisch ist, dass sich Viren ständig verändern. Das ist auch der Grund dafür, dass man gegen grippale Infekte nicht immun werden kann.

Was sind Ursachen für ein geschwächtes Immunsystem?

Ist das Immunsystem geschwächt, laufen diese komplexen Abwehrmechanismen nicht so reibungslos ab.

1. Dauerstress,

2. wenig Schlaf,

3. mangelnde Bewegung und eine

4. ungesunde Ernährung schwächen unser Immunsystem und tragen damit dazu bei, schneller und häufiger zu erkranken.

Mit welchen Symptomen macht sich ein Infekt bemerkbar?

Erkältungen beginnen in der Regel mit einem Kratzen im Hals,  die Stimme ist plötzlich weg und die Nase läuft. Nicht selten stellen sich bald darauf Kopf- und Gliederschmerzen sowie Husten ein.

Bei Kindern tritt häufig noch Fieber auf, bei Erwachsenen eher selten. Fieber ist eine Selbsthilfereaktion des Körpers. Es hat damit eine wichtige Funktion bei der Abwehr von krankmachenden Viren und sollte deshalb erst dann bekämpft werden, wenn die Körpertemperatur ( rektal gemessen) 39 Grad erreicht hat. Eine Körpertemperatur, die 42 Grad übersteigt wird lebensgefährlich, da es zur Denaturierung (Gerinnung) von Körpereiweißen und damit zu schweren Organversagen kommt.

Bei Erwachsenen dauert eine Erkältung in der Regel sieben bis zehn Tage. Bei Kinder, vor allem bei Kleinkindern länger, da das Immunsystem noch nicht ausgereift ist.

Was sollten Sie tun, um Ihrem Immunsystem zu helfen?

1. Händewaschen

Waschen Sie sich regelmäßig die Hände (ca. 20-30 Sekunden). Wasser und Seife reichen in der Regel aus, um Viren zu vertreiben.

Vermeiden Sie gerade in der kalten Jahreszeit das Händeschütteln.

2. Trinken Sie regelmäßig und ausreichend ( ca. 1,5 Liter täglich) Wasser, ungesüßten Kräutertee, Saftschorlen. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr hilft das meist zähflüssige Sekret besser abzutransportieren.

3. Gönnen Sie Ihrem Körper Ruhe.

4. Härten Sie den Körper ab Bewegen Sie sich an frischer Luft. Achten Sie dabei auf geeignete Kleidung. Saunagänge, Kneippmaßnahmen und Wechselduschen helfen den Körper abzuhärten. Ein warmes Vollbad stärkt die Abwehr. Auch warmes Duschen ist eine gute Prophylaxe.

5.Ansteigende Fußbäder helfen das Immunsystem zu aktivieren. Beginnen Sie das Fußbad mit einer Temperatur von 36 Grad. Dabei sollte das warme Wasser bis zur Wade reichen. Steigern Sie die Wassertemperatur auf 40 Grad, indem Sie heißes Wasser zugießen. Danach spülen Sie die Füße ganz kurz mit kaltem Wasser ab, trocknen Sie die Füße, ziehen Sie warme Socken an und gehen danach umgehend ins Bett.

6. Achten Sie auf die richtige Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit Ihrer Wohnung.

7. Ernähren Sie sich gesund. Das bedeutet vitamin-und abwechslungsreich sowie ausgewogen. Vitamin C, das in hoher Konzentration in Kiwis, Hagebutten und Paprika zu finden ist hilft dabei, Ihr Immunsystem zu stärken.

 

Welche Selbstmedikation ist bei Infekten sinnvoll?

Überlieferungen aus Großmutters Zeiten haben durchaus noch ihre Berechtigung. So werden vielen Pflanzen positive Effekte zugeschrieben.

So sollen: Lindenblüten-und damit der von ihnen zubereitete Tee, den Körper zum Schwitzen bringen.

Holunderblüten und Thymian- den Schleim lösen.

Weidenrinde und Mädesüß- Schmerzen lindern.

Eukalyptus, Pfefferminz und Kampfer enthalten ätherische Öle, die das Atmen erleichtern.

Hagebutte stärkt das Immunsystem bedingt durch seinen hohen Vitamin C-Gehalt.

Kommen Sie gesund durch die kalte Jahreszeit.

Ihr Team von apofuchs24 hilft Ihnen gerne, wenn Sie Rat und Hilfe brauchen, wie Sie Ihr Immunsystem stärken können. Sie finden ein Sortiment an Arzneimittel, die dabei hilfreich sind auf unserer Homepage.

 

 

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Schüßler Salze-Mineralsalze des Lebens ?

Die Naturheilkunde hat eine lange, nicht unumstrittene Geschichte,  kennt viele Befürworter und erfährt aber auch massive ablehnende Haltungen.

Lange Zeit galten Naturheiler gerade in den Augen von Ärzten als Quacksalber, da ein wissenschaftlicher Beweis ihrer Therapien nicht erbracht werden konnte. Eine Legitimation erfuhr die Naturheilkunde und somit auch die Naturheiler in Deutschland mit dem Inkrafttreten des Heilpraktikergesetzes im Jahre 1939, das auch heute noch Gültigkeit hat.

Auch Ärzte, wie Wilhelm Heinrich Schüßler (1821-1898) beschäftigten sich mit Naturheilverfahren und Homöopathie. Schüßlers Therapieform, die “Biochemische Heilweise” gründete sich auf seiner Theorie, dass Krankheiten durch Störungen biochemischer Prozesse in der Zelle entstehen. Dabei ging er davon aus, dass ein Fehlen bestimmter Mineralstoffe zu Störungen des Zellstoffwechsels und damit zur Krankheitsentstehung führt.

Anders als in der Homöopathie, bei der das sog. Simile-Prinzip (Ähnliches kann durch Ähnliches geheilt werden) zur Anwendung kommt und ca. tausend Mittel kennt, beschränkte sich Schüßler auf 12 Mineralstoffe, die später erweitert wurden.

Er begründete die sog. “Antlitzanalyse“, da nach seinen Vorstellungen ein bestimmter Mineralstoffmangel sich auch durch Veränderungen im Gesicht zeigt.

Welches sind die 12 Schüßler Salze?

Nr. 1: Calcium fluoratum (Calciumfluorid) D 12-Es sorgt für Stabilität und Festigkeit der Knochen und Zähne.

Nr. 2: Calcium phosphoricum (calciumphosphat) D6-Es fördert die Knochenbruchheilung, wird bei Wachstumsstörungen und Osteoporose eingesetzt und wird zur Produktion von Blutzellen und damit zur Blutgerinnung benötigt.

Nr. 3:Ferrum phosphoricum (Eisenphosphat) D12-Es stärkt die Immunabwehr und hat damit Bedeutung bei akuten Infekten. Gilt als klassisches Entzündungsmittel, so auch bei Quetschungen, Verstauchungen und frischen Wunden.

Nr. 4: Kalium chloratum (Kaliumchlorid) D6-Es bewirkt, dass Wasser aus dem Körper ausgeschieden wird, hat eine regulierende Wirkung bei Entzündungen des Bindegewebes.

Nr. 5: Kalium phosphoricum (Kaliumphosphat) D6-Es gilt als Nervenmittel mit beruhigender und stabilisierender Wirkung, kommt bei Erschöpfung zum Einsatz und wirkt als Aktivator bei Herz- und Kreislaufschwäche.

Nr. 6:Kalium sulfuricum (Kaliumsulfat) D6-Kommt bei Erkrankungen zum Einsatz, bei denen es zu abschuppenden Hautreaktionen (Schuppenflechte, Neurodermitis, Masern, Röteln) kommt. Aktiviert den Heilungsprozess bei Entzündungen und Infekten.

Nr. 7: Magnesium phosphoricum (Magnesiumphosphat) D6-Gilt als Kolik-, Krampf- und Schmerzmittel mit entspannender Wirkung für Kopf und Körper.

Nr. 8: Natrium chloratum (Natriumchlorid/Kochsalz) D6- Hat einen wasserbindende Funktion im Körper, kommt somit bei Störungen des Wasserhaushaltes zum Einsatz und reguliert die Wasseraufnahme in die Zellen.

Nr. 9:Natrium phosphoricum) D6-Reguliert den Säure-Basen-Haushalt und gilt daher als Entsäuerungsmittel (Sodbrennen, Rheuma, Gicht).

Nr. 10: Natrium sulfuricum (Natriumsulfat) D6-Hat eine entschlackende Wirkung. Es regt die Verdauungsorgane (Leber, Bauchspeicheldrüse, Darm ) sowie die Nierentätigkeit an, so dass es zur Ausscheidung überschüssigen Wassers aus dem Körper kommt.

Nr. 11: Silicea (Kieselsäure) D12-Regeneriert Haut und Anhangsgebilde  wie Haare und Nägel und hat Einfluss auf die Funktionsfähigkeit des Bindegewebes (Bindegewebsschwäche, Alterungsprozesse, Krampfadern (Varikosis) sowie Sehnen- und Bänderproblemen.

Nr. 12: Calcium sulfuricum (Calciumsulfat) D6-Hilft dem Binde- und Stützgewebe und kommt vorwiegend bei der Behandlung eitriger Prozesse (Abszesse, chronische Eiterherde) zum Einsatz.

Die Antwort auf die oben gestellte Frage, ob Schüßler Salze, Salze des Lebens sind, ist auf jeden Fall mit ja zu beantworten, denn jedes dieser 12 Salze hat in unserem Körper lebenswichtige Funktionen zu erfüllen. Ohne sie wären biochemischen Prozesse, die in den Mitochondrien, den Kraftwerken der Zelle ablaufen nicht möglich und damit wäre auch ein Leben nicht möglich.

Sollten Sie dazu Fragen haben, beraten wir von apofuchs24 sie gerne, damit Sie das richtige Salz für ihre Erkrankung finden, vorausgesetzt, dass Sie ihren Körper genau beobachtet haben und ihre körperlichen und psychischen Beschwerden genau definieren können.

Rufen Sie einfach an, wir freuen uns Ihr fachlicher Berater zu sein.

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Antibiotika- Was jeder darüber wissen sollte!

Die Entdeckung des Antibiotikums gehört zu den bedeutendsten Entdeckungen in der Medizin- bzw. Pharmaziegeschichte.

Bereits 1893 war es Bartolomeo Gosio ( 1863-1944-ital. Arzt/Mikrobiologe) gelungen, aus einem Schimmelpilz der Gattung Penicillium Mycophenolsäure zu isolieren. Er hatte beobachtet, dass damit das Wachstum des Milzbranderregers ( Bacillus anthracis-Stäbchenbakterium) verändert werden konnte.

Auch  Ernest Duchesne (1874-1912-franz. Militärarzt) hatte beobachtet, dass bestimmte Schimmelpilze über antibiotische Eigenschaften verfügen und dies in seiner Doktorarbeit veröffentlicht.

Beiden war es aber nicht gelungen, dass ihre bahnbrechenden Entdeckungen international Beachtung fanden.

Erst Alexander Flemming ( 1881-1955-schottischer Bakteriologe/Nobelpreisträger) war es gelungen, dass seinen Entdeckungen öffentlich Anerkennung fanden, für die er den Nobelpreis der Medizin erhielt. Er gilt als der “offizielle” Entdecker des Penicillins. Fleming konnte auch das Enzym (Lysozym) isolieren, dass u.a. im Speichel und in der Tränenflüssigkeit des Menschen vorhanden ist und eine antibiotische Wirkung hat.

Mit Hilfe des Penicillins begann Anfang der 1940 Jahre sowohl in den USA, als auch in Europa eine Ähra zur Behandlung von bakteriellen Infektionen.

Seit dieser Zeit werden weltweit Antibiotika hergestellt. Ihr Einsatz ist aus der täglichen medizinischen Praxis nicht mehr wegzudenken, denn er hat unzähligen Menschen das Leben gerettet. Kritik wird jedoch seit Längerem darüber laut, dass der Einsatz von Antibiotika zu unkontrolliert und zu häufig erfolgt und dadurch die Gefahr von Multiresistenzen ( Widerstandsfähigkeit von Keimen) wächst.

Was sagt die Europäische Kommission dazu?

Die Europäische Kommission hat kürzlich in ihrem Eurobarometer darauf hingewiesen, dass es noch immer so ist, dass sowohl Deutsche, als auch andere Europäer zu wenig über die Wirkungsweise und den Einsatz von Antibiotika wissen.

Nach dem Eurobarometer wissen 57 Prozent der EU-Bürger u.a. nicht, dass Antibiotika gegen Viren unwirksam sind.

Das ist eine erschreckende Bilanz. Diese Unwissenheit hat natürlich Auswirkungen auf den Nutzen von Antibiotika und auch auf die Entstehung von Antibiotikaresistenzen, die zunehmend zu einem Problem in unseren Kliniken für den Patienten geworden sind und noch werden.

Dies ist ein Thema, dass auch nach Meinung der Gesundheitsminister nur auf EU-Basis gelöst werden kann.

Welche Wirkung haben Antibiotika?

Die Bezeichnung Antibiotikum leitet sich von Antibiose ab. Anti (griech.) = gegen, bios (griech.) = Leben

Antibiotika (plur.) sind Arzneimittel, die aus Stoffwechselprodukten  von Pilzen oder Bakterien gewonnen und zur Behandlung von bakteriellen Infektionskrankheiten eingesetzt werden.

Bakterien sind Mikroorganismen (Kleinstlebewesen, die für das menschliche Auge nicht sichtbar sind), die in unserem Körper vielfältige Funktionen zu erfüllen haben. Deshalb wird auch von “guten” Bakterien gesprochen. Andere, die auf die unterschiedlichste Weise ( unsauberes Trinkwasser, verunreinigte Lebensmittel ) in unseren Körper gelangen, verursachen Infektionen.

Mit Hilfe eines Antibiotikums (Antibiotika=Plural)  kann das Wachstum von bestimmten Bakterien gehemmt oder sie abgetötet werden.

Die Behandlung von Erkrankungen die durch:

1. Viren verursacht wurden  erfolgt mit Hilfe von Virostatika

2. Pilze mit Antimykotika

3. Protozoen mit Antiprotozoika

4. Würmer mit Antihelminthika

 

Was sollten Sie bei der Einnahme eines Antibiotikums beachten?

1. unbedingt, die vom Arzt verordnete Dosis einhalten.

2. unbedingt die verordnete Zeit einhalten ( z. B. 2 mal täglich) Das bedeutet 12 stündig, also morgens zur gleichen Zeit wie abends (z.B. 8.00 Uhr und 20.00 Uhr).

3. brechen Sie die Therapie nicht vorzeitig ab, weil Sie glauben, dass die Einnahme nicht mehr erforderlich ist

Achtung: Bei Nichtbeachtung der unter 1-3 genannten Hinweise besteht die Gefahr, dass nicht alle Bakterien abgetötet oder in ihrem Wachstum gehemmt wurden. Das bedeutet, dass die Bakterien, die übrig geblieben sind, Substanzen entwickeln, die das eingenommene Antibiotikum bekämpfen. Diese Information wird an die nächsten Bakteriengenerationen weiter gegeben. Somit ist eine Resistenz (Widerstandfähigkeit) entstanden, die nachfolgende Therapien erschweren oder unmöglich machen.

Bei der Einnahme von verschiedenen Antibiotika, die zur Behandlung unterschiedlichster bakterieller Erkrankungen ( Bronchitis, Blasenentzündung, Abszess etc.) eingenommen wurden, können daher Multiresistenzen entstehen. Das bedeutet, die Einnahme des Antibiotikums nicht zu einem Therapieerfolg führen wird.

4. mit reichlich Flüssigkeit einnehmen (stilles Wasser, Kräutertees)

5. trinken Sie keine Milch, keine Fruchtsäfte, kein Kaffee, keinen Alkohol

6. essen Sie während der Therapie keine Milchprodukte sowie keine scharf gewürzten, stark zuckerhaltigen und schwer verdauliche Speisen.

7. sollten Sie während der Therapie das Gefühl haben, dass Sie das Antibiotikum nicht vertragen, es nicht wirkt oder Sie Durchfall (Diarrhoe) bekommen, konsultieren Sie den behandelten Arzt.

Durchfall, teils mit blutigen Beimengungen entsteht deshalb, weil durch die Antibiotikatherapie nicht nur die Bakterien vernichtet werden, die zum Ausbruch der Erkrankung geführt haben, sondern auch die, die zu unserer normalen Darmflora gehören.

Das sind Bakterien, die mit uns in Symbiose leben und die für uns nützlich (Colibakterien im Dickdarm) sind. Colibakterien synthetisieren u.a. Vitamin K, dass wir benötigen, um eine physiologische Blutgerinnung zu ermöglichen.

Hinweis: Um die Gefahr eines Durchfalls ( jeder fünfte Patient)  zu mindern, raten wir Ihnen die gleichzeitige Einnahme von Saccharomyces boulardi Präparaten ( Perenterol).

Perenterol enthält Arzneihefe, die strikt von Backhefe oder der, die zur Bierherstellung genutzt wird, zu unterscheiden ist.

Arzneihefe ist gut verträglich, kann bereits bei Kinder ab dem 2. Lebensjahr genutzt werden und ist , durch ihre Wärmeunempfindlichkeit, ein guter Begleiter auf Reisen. Hier kann Perenterol prophylaktisch gegen Reisedurchfall ( fünf Tage vor Beginn der Reise) eingenommen werden.

Perenterol erhalten Sie in unserem Shop, schauen Sie einfach auf unsere Homepage.

Sollten Sie Rat und Hilfe brauchen, dann rufen Sie einfach an, wir beraten Sie gerne.

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(Be) stechende Begegnung- Insektenstiche-wie reagieren Sie richtig?

Ob im Urlaub oder auch zu Hause: Wer hat nicht schon einmal eine unliebsame Begegnung mit Insekten wie Mücken, Wespen, Bremsen, Bienen, Hornissen, Hummeln oder sogar Flöhen gemacht?

Jedes Jahr sterben in Deutschland ca. 20 Menschen an allergischen Reaktionen, die durch Bienen- oder Wespenstiche verursacht wurden.

Bienen und Wespen greifen in der Regel nicht an, sie verteidigen sich nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Deshalb sollten Sie ruhig bleiben und nicht nach ihnen schlagen oder sie einfangen wollen, wenn sie sich in Ihrer Nähe befinden.

Unser Rat deshalb an Sie:

1. Tragen Sie, wenn Sie sich im Sommer im Freien (beim Baden etc.)  helle Kleidung. Bunte Farben ziehen die Insekten an.

2. Obwohl es für Ihre Füße gesund ist, aber laufen Sie auf Wiesen nicht barfuß, denn Bienen halten sich gerne in Bodennähe auf, um Nektar zu sammeln.

3. Verzichten Sie auf parfümierte Sonnencreme oder Parfüm sowie Haarspray und Deos, denn sie enthalten Duftstoffe, die Insekten anziehen.

4. Sind Sie vorsichtig beim Trinken und Essen im Freien, denn Wespen lieben zuckerhaltige Getränke und setzten sich deshalb gern auf Flaschen, Gläser, Tassen und Teller. Verschließen Sie diese im Freien oder decken Sie diese ab.

Anders, als bei Wespen und Bienen  ist es mit Mücken und Bremsen, sie sind Blutsauger und ernähren sich auf diese Weise. Sie können auch Krankheitsüberträger sein. Deshalb  sollten Sie bei Reisen in bestimmte Regionen unserer Erde vorher an einen Impfschutz denken (Malaria).

Aber Vorsicht: Auch in Deutschland sind in der Zwischenzeit die asiatische Tiger- und Buschmücke aufgetreten, so dass die Gefahr besteht, dass Erkrankungen, wie das West-Nil-Fieber in Zukunft auch bei uns auftreten können. Bei dem West-Nil-Fieber handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die durch einen Virus verursacht wird und mit einer Hirn- und Nierenbeteiligung einhergeht.

Gerade jetzt in der Sommerzeit oder in bestimmten Regionen unserer Erde (wasserreiche Gebiete, Sumpflandschaften) ist die Gefahr, von Insekten gestochen zu werden, besonders groß. Die meisten Instektenstiche sind zwar unangenehm, aber harmlos. Jedoch besteht sowohl bei Erwachsenen, als auch bei Kindern die Gefahr einer allergischen Reaktion.

Bei einer Insektengiftallergie kann es durch eine Immunreaktion auf frühere Stiche zu einer Sensibilisierung gekommen sein. Jeder weitere Stich kann damit eine allergische Reaktion auslösen, die von einer Rötung und Schwellung im Stichbereich bis hin zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Atemnot reichen kann und im schlimmsten Fall einen anaphylaktischen Schock auslöst, der lebensbedrohlich ist. Das größte allergische Potential besteht bei Wespenstichen.

Normalerweise reagiert der Körper auf das Insektengift mit einer schmerzhaften Rötung und Schwellung im Stichbereich und einem später einsetzenden lokalen Juckreiz. Abhängig von der Giftmenge können die Symptome in ihrer Stärke variieren.

Was sollte man tun/ nicht tun, wenn es zu einem Stich gekommen ist?

1. sofort kühlenden Umschlag auflegen (feuchtes Tuch, Quarkumschlag/ Gelkompresse/ aufgeschnittene Zwiebeln auflegen bzw. Einstichstelle mit Teebaum-oder Lavendelöl abtupfen)

2. an der Einstichstelle nicht kratzen, nicht drücken/ nicht quetschen!!

3. befindet sich der Stachel/Stichapparat noch in der Haut, sollten Sie versuchen, diesen  mit einer Pinzette vorsichtig zu entfernen

4. beim Auftreten von Übelkeit, Hautausschlag, Schwellungen im Gesicht und Mundbereich, Herzrasen und/oder Schwindel sollten Sie an eine Giftallergie denken und sofort den Notarzt rufen

5. ist eine Insektengift-Allergie bekannt, Notfallset ständig bei sich tragen, um im Notfall schnell ragieren zu können.

Das Notfallset enthält Arzneimittel mit einer abschwellenden Wirkung gegen die allergische Reaktion. Dazu gehören Antihistaminika und Kortison. Eine zum Set gehörende Spritze, die Adrenalin enthält,( Adrenalin ist ein Hormon der Nebennierenrinde mit einer gefäßverengenden Wirkung) soll bei einem drohenden Schock durch Adrenalin ( gefäßverengende Wirkung) der Kreislauf stabilisiert werden.

Antihistaminika sind Wirkstoffe, die den körpereigenen Botenstoff Histamin abschwächen oder sogar aufheben, in dem sie die Histamin-Rezeptoren blockieren. Von Bedeutung sind dabei die Histamin-H1 und H2- Rezeptoren.

6. Mit Hilfe einer sog. Hyposensibilisierung (Desensibilisierung, Allergieimpfung oder spezifische Immuntherapie) können Allergien behandelt werden, die durch Antikörper der Klasse E (IgE) verursacht wurden. Gerade bei Wespenstichallergien sind diese zu 100% erfolgreich.

7. Stichheiler auf die Einstichstelle drücken (Mikrochip, der für einige Sekunden 51 Grad Celsius erzeugt/ Beschwerden gehen danach schnell zurück). Danach kann die Einstichstelle gekühlt werden.

8. Antihistaminika wie Fenistil, Soventol, Azaron, Doctan etc. auf den Stichbereich auftragen.

Ein umfangreiches Sortiment an schnell wirksamen Arzneimitteln, die lokal auf den Stichbereich aufgetragen werden müssen, finden Sie in unserem Shop.

Sollten Sie Fragen zu diesem Thema haben, dann rufen Sie einfach an. Unser apofuchs24- Team berät Sie gerne.

 

 

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Lebensmittelvergiftung- Was tun?

Mit Beginn der Sommermonate wächst die Gefahr, an einer Lebensmittelvergiftung zu erkranken.

Falsche Lagerung ( Nichteinhaltung von Temperaturobergrenzen), unsachgemäße Verarbeitung von Lebensmitteln sowie schlechte hygienische Bedingungen (auf  Arbeitsflächen, unsaubere Küchengeräte, schlechte persönliche Hygiene von Küchenpersonal) schaffen für Mikroorganismen bessere Lebens- und damit Vermehrungsbedingungen und sind damit mögliche Ursachen für die Entstehung von Lebensmittelvergiftungen.

Bei den Lebensmittelvergiftungen handelt es sich um Nahrungsmittelun-verträglichkeiten, die durch die Aufnahme von toxischen (giftigen) Substanzen ausgelöst werden.

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) berichtet 2015 erstmalig von diesen Infektionen und bestätigt dadurch, dass diese Erkrankungsgruppe weltweite von großer Bedeutung ist. So heißt es im Jahresbericht 2015, dass weltweit 420.000 Menschen durch toxische Lebensmittelinfektionen starben sowie fast 10% der Weltbevölkerung daran erkrankte. Bei einer Weltbevölkerung von derzeit ca. 7,1 Milliarden Menschen waren das ca. 600 Millionen. 30% der Todesfälle betrafen Kinder im Alter unterhalb des 5. Lebensjahres. Größte Problemgebiete sind Afrika und Südostasien.

Aber auch in Europa erkrankten im Jahre 2015 ca. 23 Millionen Menschen, von denen ca. 5000 an den Folgen verstarben. Für 2000 dieser Todesfälle waren Salmonellen verantwortlich, die  das gefährlichste Problem in Europa darstellen.

In der Regel spielen Stoffwechselgifte von Bakterien, Pilzen , Parasiten sowie Gifte von Schwermetallen oder giftige Chemikalien eine ursächliche Rolle. Von ihnen müssen sog. nicht toxische Nahrungsmittelunverträglichkeiten, zu denen u.a. die Zöliakie gehört, abgegrenzt werden.

Bei einer Zöliakie handelt es sich um eine angeborene Unverträglichkeit gegenüber Gluten, dem sog. Klebereiweiß, das sich in den Samen unserer heimischen Getreidearten wie Weizen, Gerste, Hafer, Roggen und Dinkel befindet.

Fachleute unterscheiden zwischen Lebensmittelinfektionen und Lebensmittelintoxikationen.

Worin besteht der Unterschied?

Lebensmittelinfektionen werden durch die Aufnahme von krankmachenden (pathogenen) Mikroorganismen hervorgerufen, die durch Nahrungsmittel aufgenommen werden und sich im Körper vermehren. Durch die Vermehrung der Keime kommt es zu Beschwerden.

Lebensmittelintoxikationen werden in der Regel durch Bakteriengifte (Enterotoxine)ausgelöst. Eine Vermehrung der Keime, wie bei Lebensmittelinfektionen, erfolgt hierbei nicht. Diese Enterotoxine sind die Ursache für meist heftige  Beschwerden.

Ursachen für Lebensmittelvergiftungen können sein:

1. Pilzgifte  wie Amatoxine. Bei den Amatoxinen handelt es sich um sog. Oligopeptide, also chemische Verbindungen, die aus bis zu zehn Aminosäuren bestehen. Das Gift des Knollenblätterpilzes ist eines der bekanntesten Amatoxine.

2. Pflanzengifte  wie Atropin. Atropin ist ein sehr giftiges Tropan-Alkaloid. Tropan-Alkaloide sind in der Natur (Tollkirsche) vorkommende stickstoffhaltige organische Verbindungen.

3. Marine Tiergifte. Bei den marinen Tiergiften handelt es sich um Giftedie vor allem in Austern und Miesmuschel vorhanden sein können. Zu diesen Giften gehören vor allem Saxitoxine. Bei den Saxitoxinen handelt es sind um Nervengifte, die bereits bei der Aufnahme von 0,2mg (bei Erwachsenen)  zu einer tödlichen Atemlähmung führen können. Bei geringerer Dosis kommt es in der Regel zu Erbrechen, Durchfall (Diarrhoe), Übelkeit, krampfartigen Bauchschmerzen (Tenesmen) und dem Auftreten von Doppelbildern.

Was sind die häufigsten Erreger, die in Europa Lebensmittelvergiftungen auslösen ?

Zu den häufigsten Erregern, die sich zumeist in verunreinigtem Essen oder  in kontaminierten ( verschmutzte) Getränken aufhalten, gehören:

1. humane Noroviren- unbehüllte RNA-Viren ( 15 Millionen Menschen)

2. Salmonellen-stäbchenförmige Bakterien ( 2000 Tote jährlich)

3. Camphylobacter- korkenzieherförmige Bakterien ( 5 Millionen)

4. Toxoplasma gondii- halbmondförmiger Parasit ( 1 Million)

Was sind typische Symptome einer Lebensmittelvergiftung?

Abhängig von der auslösenden Ursache und auch der Menge des Giftes treten unterschiedliche Symptome (Krankheitszeichen) auf. Zu ihnen gehören:

1. Fieber

2. Erbrechen

3. Durchfall mit hohem Wasser- und Elektrolytverlust ( vor allem von Kalium)

4. Krämpfe

5. Halluzinationen

6. Lähmungen bis zur Atemlähmung und damit tödlichem Ausgang.

Erbrechen und Durchfall sind Selbsthilfereaktionen des Körpers. Der Körper versucht auf diesem Wege Erreger und deren Toxine so schnell als möglich auszuscheiden. Da aber diese Symptome mit einem hohen Wasser-und Elektrolytverlust einhergehen, der zu schweren Folgen (Exsikkose-Austrocknung) führen kann, ist es erforderlich, diesen Prozess therapeutisch zu begleiten.

Wie wird eine Lebensmittelvergiftung behandelt?

1. Zufuhr von viel Flüssigkeit ( Elektrolytlösungen per Infusion oder wenn möglich durch hohe Trinkmengen-Mineralwasser, schwarzer Tee)

2. Zufuhr von Elektrolyten (Kochsalz, Kalium)

3. in der Akutphase Nahrungskarenz

4. feuchtwarme Umschläge auf den Bauch (bei krampfartigen Bauchschmerzen)

5. bei Fieber-fiebersenkende Maßnahmen (medikamentös-Antipyretika, Wadenwickel, gute Zimmerbelüftung, Bettruhe-leichte Baumwollkleidung, Flüssigkeitszufuhr)

Konsultieren Sie unbedingt einen Arzt, wenn der Zustand nicht durch bereits genannte Maßnahmen selber zu beherrschen ist. Besonders wichtig ist dies, wenn alte Menschen, Säuglinge oder  Kleinkinder betroffen sind.

Kommen Sie gesund durch den Sommer und vor allem gesund aus Ihrem wohlverdienten Urlaub zurück. Bitte denken Sie daran, dass Sie besonders in Ländern mit einem unzureichenden Hygienestandard nur Obst essen, dass geschält werden kann und nur Wasser trinken, dass in verschlossenen Flaschen angeboten wird.

Sollten Sie Rat und Hilfe brauchen, vor allem vor Urlaubsbeginn, um die richtige Reisemedizin für den Notfall auch dabei zu haben, dann rufen Sie einfach an. Wir freuen uns, Ihr fachlicher Berater zu sein.

 

 

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Medikamentendschungel- Wie behalten Sie die Durchblick?

Deutschland hat, vor allem durch die demografische Situation in unserer alternden Gesellschaft, einen hohen Arzneimittelverbrauch.

Jährlich werden ca. 26 Milliarden Euro für Arzneimittel ausgegeben.

Innerhalb der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), zu der heute 34 Mitgliedsstaaten gehören, die sich der Demokratie und Marktwirtschaft verpflichtet fühlen, liegt Deutschland mit seinem Arzneimittelverbrauch ca. 30% über dem OECD- Durchschnitt. Auch innerhalb Deutschlands zeigen sich deutliche Unterschiede. So ist der Arzneimittelverbrauch in den ostdeutschen Ländern höher als in denen Westdeutschlands. Auch hier ist die demografische Entwicklung Ursache Nummer 1.

Viele alte Menschen leiden an chronischen Erkrankungen. Das bedeutet, dass in der Regel Mehrfacherkrankungen vorliegen, die therapiert werden müssen. Mit 60 Jahren werden im Schnitt drei, mit 70 vier bis fünf und mit 80 bis zu acht Präparate pro Tag eingenommen.

Zu den am häufigsten behandlungsbedürftigen Erkrankungen gehört nicht selten der Diabetes mellitus, der Bluthochdruck (Hypertonie) und Depressionen. So hat sich in der Zeit von 2000- 2013 der Bedarf an Antidiabetika fast verdoppelt. Seit 1950 ist er um das 20-fache gestiegen. Arzneimittel, die den Blutdruck senken und eine antidepressive Wirkung haben gehören zu den am meisten verordneten Medikamenten in Deutschland.

Andere Top- Arzneimittel, die sehr häufig eingenommen werden,  sind Blut-verdünner (Antikoagulantien), Blutfettsenker (Statine) sowie Arzneimittel gegen Sodbrennen (Antazida).

Wann kann die Medikamenteneinnahme zum Probleme werden?

Für viele ältere Menschen ist schon die Tatsache, dass sie Medikamenten regelmäßig einnehmen müssen ein Problem. Oft ist altersbedingt die Wahrnehmung gestört, das Seh- und Hörvermögen sowie die Feinmotorik hat sich verändert und das Gedächtnis funktioniert nicht mehr optimal.

Das bedingt, dass die Anweisungen des Arztes nicht immer verstanden und damit nicht umgesetzt werden, das es zu Verwechslungen von Medikamenten kommt, Arzneimittel nicht zur richtigen Tageszeit oder in der richtigen Dosierung eingenommen werden. Ähneln sich Präparate oder kommt es zur Anordnung eines Austauschpräparates, dass nicht  mehr die gleiche Tablettengröße oder -farbe hat,  dann sind viele Senioren einfach mit der neuen Situation überfordert. So werden Arzneimittel oft nicht nur zur falschen Zeit oder doppelt eingenommen, sie werden auch einfach vergessen. Dazu kommt, dass der Beipackzettel, der aufgrund gesetzlicher Regelungen so umfangreich, wie er oft ist, eben zu sein hat. Das verunsichert aber viele Patienten, die aufgrund von Nebenwirkungen oder aus Unsicherheit die Therapie einfach abbrechen, ohne Rücksprache mit ihrem behandelten Arzt nehmen. Das kann zu gravierenden gesundheitlichen Folgen führen, deren sich Patienten oft nicht bewusst sind.

Wir können Patienten vor unerwünschten Effekten geschützt werden?

1. Informieren Sie sich sowohl über Ihr Krankheitsbild, als auch über die verordnete Therapie. Das betrifft insbesondere auch die verordneten Arzneimittel. Fest steht, dass Patienten, die gut informiert sind eine höhere Therapietreue zeigen und besser vor unerwünschten Effekten geschützt sind.

Deshalb unser Rat:

1.  Führen Sie eine Medikationsliste, auf der Sie alle vom Arzt verordneten Arzneimittel und auch die, die Sie rezeptfrei in Ihrer Apotheke erworben haben, aufführen.

2. Sollten Sie sich nicht sicher sein, wie, wann etc. das Medikament eingenommen werden soll, dann lassen Sie sich in Ihrer Apotheke vor Ort beraten. Das Fachpersonal kennt die Wirkung, Nebenwirkung und Wechselwirkung von Medikamenten.

3. Holen Sie sich Ihre Medikamente immer in Ihrer Apotheke vor Ort oder beim gleichen Internetanbieter. Damit entsteht für Sie mehr Sicherheit, denn nur so können alle Daten erfasst werden. Nur wenn eine lückenlose pharmakologische Datenerfassung vorliegt, kann das Fachpersonal mögliche Interaktionen (Wechselwirkungen) von Medikamenten schnell erkennen und damit Gefahren für Sie abwehren.

4. Bei der Einnahme von Langzeitmedikamenten sollten Sie mindestens einmal jährlich mit Ihrem behandelten Arzt die Therapie besprechen und falls erforderlich anpassen lassen. Evtl. ist es möglich, dass durch die Einnahme von Kombipräparaten die Anzahl der Medikamente eingeschränkt werden kann.

5. Lagern Sie ihre Medikamente immer am gleichen Ort. Das sollte auf keinen Fall  die Küche oder das Bad sein. Medikamente müssen kühl, trocken und lichtgeschützt aufbewahrt werden.

6. Schaffen Sie sich eine Erinnerungshilfe, entweder in Form eines Zettels, der an einen speziellen Wohnungsort geklebt werden sollte oder stellen Sie  sich regelmäßig den Wecker oder bitten Sie evtl. Freunde, Sie an die Medikamenteneinnahme zu erinnern. Für technisch Interessierte gibt es heute auch spezielle Apps, die das übernehmen.

7. Nutzen Sie möglicherweise eine patientenindividuelle Arzneimittel-verblisterung. Das bedeutet, das Apotheken Ihre Arzneimittel in abgabegerechte Portionen verpacken. Grundsätzlich können alle festen (Kapseln, Tabletten etc.)  oralen (über den Mund aufgenommene Arzneimittel) Darreichungsformen verblistert werden.

Dabei gibt es unterschiedliche Blister (Verpackungen) wie:

1. Becherblister

2. Blisterkarten

3. Schlauchblister.

Die Blister enthalten Ihren Namen, den Einnahmetag, die Uhrzeit sowie die entsprechenden Arzneimittel, die eingenommen werden müssen. In vielen Kliniken, Senioren- und Pflegeeinrichtungen gehört die Verblisterung von Arzneimitteln heute zur Tagesordnung im Pflegealltag.

Welche Vorteile ergeben sich aus der Verblisterung?

1. Sie garantiert eine exakte Einnahme der vom Arzt verordneten Arzneimittel und verhindert Mehrfacheinnahmen und senkt damit die Gefahr einer Überdosierung. Dadurch wird eine Optimierung der Arzneimitteltherapie erreicht.

2. Sie schafft durch die Optimierung die Voraussetzung für eine Verbesserung der Lebensqualität der Patienten.

3. Verblisterung garantiert, dass mehrere an  er Therapie beteiligte Heilberufe besser kooperieren.

4. Sie schafft eine Zeitersparnis für die Pflegenden.

5. Sie erhöht die  Patientensicherheit nach europäischem Standard, da Blisterzentren nach § 13 des AMG (Arzneimittelgesetz) eine Herstellererlaubnis vorweisen müssen, die sie nur erhalten, wenn bestimmte fachliche und gerätetechnische Voraussetzungen vorhanden sind.

Auch wenn Sie nicht Heimbewohner oder Patient in einer Klinik sind, ist eine Verblisterung Ihrer Medikamente sicher durch eine Apotheke in Ihrer Nähe möglich. Fragen Sie in Ihrer Apotheke nach, ob dieser Service angeboten wird oder ob man dort einen Anbieter kennt, der diese Dienstleistung für Sie übernehmen kann.

Sollten Sie Fragen zur Verblisterung haben, ist Ihr apofuchs24-Team gern Ihr fachlicher Berater. Rufen Sie uns einfach an, wir helfen Ihnen gerne.

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Die Brennnessel-Heilkraut und Lebensmittel

Brennnesseln (Urticaria-lat. brennen) gehören zur Familie der Brennnesselgewächse. Vor allem die Große Brennnessel kommt, außer in der Antarktis , weltweit und auch deutschlandweit vor.

Wer kennt nicht die unangenehme Wirkung der Brennnesseln bei Berührung?

Sie entsteht durch die Brennhaare, in denen ein ameisensäurehaltiger Inhalt eingelagert ist. Die Folge ist eine Urtikaria (Nesselsucht). Dabei handelt es sich um die Reaktion der Haut, die zur Bildung unangenehm juckender Quaddeln führt, da es zur Freisetzung von Histamin (Gewebehormon-Neurotransmitter) aus den Mastzellen der Haut kommt. Durch diese unangenehme Eigenschaft wird die Brennnessel stark bekämpft. Besonders auf unseren Feldern und in unseren Gärten rücken wir ihr mit allem was uns an Gartengeräten oder auch Chemikalien zur Verfügung steht zu Leibe. Besser wäre es aber, sie als Geschenk der Natur zu betrachten und ihre Vorzüge zu nutzen.

Kennen Sie ihre Vorzüge?

Hippokrates ( ca. 460-370 v. Chr.-berühmtester Arzt des Altertums) hat den Satz geprägt:

“Lasst Nahrung Medizin und Medizin eure Nahrung sein”

Hippokrates hat sehr früh erkannt, dass sowohl die Qualität der von uns aufgenommenen Nahrung als auch die Art der Nahrungsmittel, die wir aufnehmen, bedeutend ist für den Erhalt und die Förderung unserer Gesundheit. Das trifft für viele Pflanzen und auch für die Brennnessel zu.

Blätter, Stängel, Wurzeln und Samen der Brennnessel  finden seit Menschengedenken als Lebens- und Heilmittel, als Färbemittel, zur Fasergewinnung (Nesselleinen) , aber auch in der Landwirtschaft und bei Hobbygärtnern als Düngemittel (Brennnesseljauche) eine breite Anwendung.

Gerade im Frühjahr, wenn die ersten frischen Blätter sprießen, kann die Pflanze als Suppe, Salat oder als Gemüse (Brennnesselspinat) zubereitet werden. Durch starkes Walken, Zerschneiden oder Blanchieren verliert sei ihre von uns gefürchtete “bedrohliche” brennende Wirkung. In getrocknetem Zustand eignet sie sich als Tee. Probieren Sie es doch einfach mal aus, Sie werden staunen, wie gut eine Brennnesselspeise schmeckt. Aber nicht nur der gute Geschmack, sondern auch ihre  zahlreichen Inhaltsstoffe sind Grund genug, sie nicht nutzlos in der Natur stehen zu lassen oder sie massiv zu bekämpfen.

Welche Inhaltsstoffe sind in der Brennnessel?

Brennnesseln sind reich an Vitamin A und C, haben einen hohen Mineralstoffgehalt (Kalzium, Magnesium, Silizium), einen hohen Gehalt an Eisen und Flavonoiden. Flavonoide sind Pflanzenstoffe mit einer u.a. antioxidativen, antiviralen und antiallergischen Wirkung. Brennnesseln sind auch sehr eiweißreich.

Welche Heilwirkung hat die Brennnessel?

Seit Menschengedenken wird die Brennnessel in der Heilkunde und als Lebensmittel eingesetzt. In Notzeiten hat sie Menschen vor dem Hungertod bewahrt. Brennnesselsuppe und Brennnesseltee erscheinen heute kaum noch auf unseren Speisezetteln, erfahren aber derzeit glücklicherweise eine Renaissance in Form von grünen Smoothies. Brennnesselblätter eignen sich in getrocknetem Zustand als Tee, der eine stark entschlackende Wirkung hat und noch dazu wohlschmeckend ist. Neben der entschlackenden Wirkung ist auch eine verdauungsfördernde, appetitanregende, entzündungshemmende und blutreinigende Wirkung der Brennnessel bekannt.

Bedingt durch diese Eigenschaften hat sie eine heilende Wirkung bei:

1. bei  Rheuma (Brennnesselblätter-entzündungshemmende und schmerzlindernd)

2. stärkt das Immunsystem ( unterstützt die Vermehrung der T-Lymphozyten und stärkt dadurch die körpereigenen Abwehr)

3. bei Energiemangel und Müdigkeit (um diese Wirkung zu erreichen eignen sich besonders die Brennnesselsamen, da sie eisenreich sind und Eisen für die Produktion von roten Blutkörperchen-Erythrozyten benötigt wird, die für den Sauerstofftransport im Blut verantwortlich sind)

4. bei Bluthochdruck  (Hypertonie). Als Tee genossen erreicht man durch die entschlackende Wirkung eine Blutdrucksenkung.

5. bei Entzündungen des Darmes (bedingt durch die entzündugnshemmende Wirkung hat sie bei chronisch entzündlichen Erkrankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn eine positive Wirkung auf den Krankheitsverlauf)

6. zur Potenzsteigerung -Brennnesselsamen enthalten sog. Phytosterole ( Beta-Sitossterol). Diese verhindern, dass sich Testosteron (männliches Geschlechtshormon) zu Dihydrotestosteron (DHT) umwandelt. Dadurch steigt der Testosteronspiegel an und der DHT-Spiegel sinkt. Damit kommt es zur Potenzsteigerung und damit zu einem positiven Libidoeffekt.

7. bei Prostatabeschwerden- DHT bewirkt eine Prostatavergrößerung. Bei einem Absenken des DHT-Spiegels normalisiert sich die Prostatagröße, das zu einer Linderung der Beschwerden führt.

8. Einfluss auf den Haarwuchs-Einfluss auf den Haarwuchs haben die Brennnesselsamen und -blätter in Kombination mit Zink, Vitamin B6 sowie mit Präparaten aus dem afrikanischen Pflaumenbaum und der Sägepalme. Wissenschaftler gehen davon aus, dass diese Kombination dazu führt, dass die Umwandlung von Testosteron in DHT gehemmt wird und dadurch der DHT-Spiegel sinkt.

Bekannt ist in diesem Zusammenhang auch, dass Brennnesseln sowohl beim Menschen, als auch bei Tieren (Pferden) dadurch zu dichtem und glänzendem Haar führen.

9. Einfluss auf Harnwegsinfektionen und Steinleiden-angewandt als Teezubereitung ( Blätter) sorgt hier die Brennnessel dafür, dass bei Infekten der Harnwege (Zystitis) und bei Nierensteinen (Urolithiasis) die harnableitenden Wege (Nierenbecken, Harnleiter, Blase, Harnleiter) gut durchspült werden. Damit können Erreger und auch Steine aus dem Harntrakt ausgespült werden.

Unser Rat an Sie:

Verbannen Sie die Brennnessel nicht aus ihrem Garten, sondern sammeln Sie gerade jetzt im Frühjahr die frischen Brennnesselblätter und später ihre Samen, trocknen Sie diese und bereiten Sie sich regelmäßig einen schmackhaften Tee. Ihr Körper wird es Ihnen danken.

Teezubereitungen dieser Art und vieler anderer Pflanzen finden Sie in unserem Shop. Schauen Sie einfach auf unsere Homepage oder rufen Sie uns an. Wir, das Team von apofuchs24, beraten Sie gerne.

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Schluckstörung (Dysphagie)-Was tun?

Schlucken- was ist das eigentlich?

In der embryonalen Entwicklung, also noch im Bauch der Mutter, lernen wir bereits zu schlucken, aber erst mit dem vierten Lebensjahr können wir es richtig gut.

Vor etwa 200 Jahren wurde der Schluckvorgang erstmals aus wissenschaftlicher Sicht beschrieben.

Beim Schlucken handelt sich um einen hoch komplexen Vorgang an dem 26 Muskelpaare  im Kopf- Halsbereich sowie fünf Hirnnerven ( N. vagus, N. glossopharyngeus, N. facialis, N. trigeminus, N. hypoglossus) beteiligt sind. Das Schluckzentrum, das sich im Bereich des Hirnstammes befindet, ist für die Koordination und das Zusammenwirken dieser Muskeln und Nerven verantwortlich.

Schlucken dient dem Ziel, Speichel, Nahrung und Flüssigkeit von den Lippen beginnend über die Mundhöhle, in den Rachen und von dort in die Speiseröhre und damit in die weiteren Abschnitte des Verdauungssystems zu transportieren. Bei diesem Vorgang erfolgt auch die Reinigung der Speiseröhre.

Wir schlucken täglich ca. 1000-3000 mal. Nachts verringert sich die Schluckfrequenz.

Während eines durchschnittlichen Menschenlebens gelangen durch das Schlucken ca. 50.000 Liter Flüssigkeit und ca. 30.ooo kg Nahrung  in den menschlichen Organismus.

Da Luft- und Speiseröhre dicht nebeneinander liegen besteht bei krankhaften Veränderungen die Gefahr, dass Speichel oder Speiseanteile in die Luftröhre gelangen. Fachleute sprechen hier von einer Aspiration. So lange die Sensibilität im Kehlkopf und in der Luftröhre erhalten ist, kommt es beim Verschlucken und damit beim Einatmen von Nahrungsresten in die Luftröhre zu einem Hustenreflex.

Liegen krankhafte Störungen vor, bleibt dieser Reflex aus. Schmerzen beim Schlucken, Husten nach dem Schlucken, eine feuchte und gurgelnde Stimme beim Essen  sowie das Aufstoßen und unklare Entzündungswerte sind mögliche Hinweise.

Bei einer Aspiration besteht die Gefahr einer sog.Aspirationspneumonie (Lungenentzündung), die lebensgefährlich sein kann.

Damit Luft in die Luftröhre und Speisebrei in die Speiseröhre gelangt, läuft der Schluckvorgang in drei Phasen ab:

1. Mundhöhlenphase: Nachdem die Zähne die Nahrung zerkleinert und mit Speichel durchmischt haben transportiert die Zunge den Nahrungsbrei von den Zähnen in den Mundrachen.

2. Rachenphase: Während dieser Phase wird durch eine Vielzahl von Rezeptoren der Schluckreflex ( vorgeburtlich ausgebildeter Fremdreflex) ausgelöst . Damit kommt es zum Verschluss des Kehlkopfes durch den Kehldeckel und die Speiseröhre wird geöffnet. Die Zunge drückt den Nahrungsbrei wie ein Stempel in die Speiseröhre.

3. Speiseröhrenphase: Durch die Peristaltik der Speiseröhre gelangt der Nahrungsbrei mit einer Geschwindigkeit von ca 14 Kilometer pro Stunde in den Magen. Die Nahrungspassage von der Speiseröhre in den Magen dauert in der Regel 5 bis 10 Sekunden, abhängig vom Zerkleinerungsgrad der Nahrung und ob eine gute Einspeichelung erfolgt.

Bei einem Schluckvorgang kann der Mensch ca. 20g Nahrungsbrei oder ca 40 ml Flüssigkeit aufnehmen.

Die meisten Schluckstörungen treten in der Rachenphase auf, die für den Betroffenen sehr kritisch werden können, da sich hier Luft- und Speisewege kreuzen.

Welche Ursachen gibt es für Schluckstörungen?

Mit zunehmenden Alter steigt das Risiko für Schluckstörungen, da bei alten Menschen die Speichelsekretion vermindert wird, die Kauleistung nachlässt, sich die Sensibilität der Schleimhaut verändert und auch die Zungen- und Rachenmuskulatur zunehmend atrophiert (verkleinert).

Ca. 5 Millionen Deutsche leiden daran, Tendenz steigend, da unsere Gesellschaft zunehmend älter wird..

 

Die häufigsten Ursachen für Schluckstörungen sind:

1. Schlaganfall (Apoplexie)

2. Schädel-Hirn-Trauma/Hirntumore

3. neurologische Erkrankungen (Morbus Parkinson)

4. Fehlbildungen der Speiseröhre (Divertikel) , des Rachenraums

5. Entzündungen der Mundhöhle, der Speiseröhre (Pilzinfektionen-Soor)

6. Zwerchfellbruch (Hiatushernie)

7. Chemotherapie (Veränderungen der Schleimhaut)

8. Demenz

9. verschluckte Fremdkörper

 

Mit welcher Symptomatik äußern sich Schluckstörungen?

1. Enge- und Trockenheitsgefühl

2. Heiserkeit

3. Reizhusten

4. Räusperzwang

5. Stimmversagen

6. Gewichtsabnahme

7. Nahrungsverweigerung

8. Nachschlucken

 

Was kann man tun, wenn Schluckstörungen vorhanden sind?

1. ausreichend Zeit zum Essen nehmen/ruhige Umgebung

2. Essen und Trinken in sitzender Haltung einnehmen

3. nach dem Essen mindestens noch eine halbe Stunde den Oberkörper hoch lagern

4.nach dem Schlucken leer nachschlucken

5. während des Essens und Trinkens nicht sprechen

6. breiige oder angedickte Kost verabreichen ( schlecht sind Speisen mit unterschiedlicher Konsistenz-z. B. Suppen mit Fleischbrocken)

7. nicht gleichzeitig essen und trinken

 

Wie können Schluckstörungen therapiert werden?

Jede Therapie, auch die der Schluckstörungen, ist abhängig von der jeweiligen Ursache. Entscheidend ist in jedem Fall

eine Ernährungsumstellung,

die logogpädische (Hustenreflex wieder herstellen) und/oder physiotherapeutische Behandlung sowie eine operative und medikamentöse Therapie.

Operative Maßnahmen dienen dem Ziel, eine Aspiration zu verhindern.

Auch die medikamentöse Therapie ist immer abhängig von der möglichen Erkrankungsursache. Liegt eine Entzündung vor, können Antibiotika zur Anwendung kommen. Bei einer Pilzinfektion (Soor) sind Antimykotika das Mittel der Wahl.

Dysphagien können ganz wesentlich die Lebensqualität der Betroffenen beeinflussen. So lange wir gesund sind, ist Schlucken für uns etwas ganz Selbstverständliches, für Betroffene nicht mehr.

Sprechen Sie uns an, wenn Sie Rat und Hilfe zu diesem Krankheitsbild brauchen. Wir beraten Sie gern. Ihr Team von apofuchs24.

 

 

 

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Eisen- Energielieferant für unsere Zellen

Jeder Erwachsene besitzt ca. 4 bis 6 l Blut. Das entspricht einer Körpermasse von 6 bis 8%. In unserem  Blut befinden sich sowohl feste ( Blutkörperchen-45%) als auch flüssige Bestandteile ( Blutplasma-55%).

Zu den Blutkörperchen (Blutzellen) gehören die roten (Erythrozyten), die weißen (Leukozyten) und die Blutplättchen (Thrombozyten).

Während die Leukozyten für die Immunabwehr und die Thrombozyten für die Blutgerinnung zuständig sind, sorgen die Erythrozyten, die im roten Knochenmark  (Brustbein, Beckenkamm etc.) gebildet werden, für den Sauerstofftransport zu den Zellen. Das ist aber nur möglich, wenn ausreichend Hämoglobin ( roter Blutfarbstoff) vorhanden ist. Hämoglobin ist ein Eiweißmolekül mit Eisen als Zentralatom.

Wie erfolgt der Sauerstofftransport im menschlichen Körper?

Der durch die Atmung aufgenommene Sauerstoff gelangt über die Alveolen (Lungenbläschen) in das Blut, bindet sich dort an das Eisen und wird in dieser gebundenen Form zu jeder  Zelle in unserem Körper transportiert. Bei den in der Zelle stattfindenden Oxidationsvorgängen (biologische Oxidation) wird Energie produziert, die wir für alle Lebensvorgänge in unserem Körper benötigen.

Eisen nimmt somit eine zentrale Bedeutung bei der Energieproduktion  in unserem Körper ein. Ca. 60% des sich im Körper vorhandenen Eisens befindet sich im Hämoglobin.

Unser Körper geht sehr sorgsam mit seinen Eisenreserven um. So reguliert er, dass die roten Blutzellen, die eine ca. 120 tägige Lebensdauer haben, danach in der Leber abgebaut werden. Bei diesem Abbau zerfällt das Hämoglobin in seine Bestandteile und somit wird Eisen wieder frei. Die Leber speichert das Eisen, um es im Bedarfsfall wieder für die Blutbildung zur Verfügung zu stellen.

Wie viel Eisen braucht der Mensch?

Der tägliche Eisenbedarf beträgt im Alter von:

1 bis 7 Jahren            8mg

7 bis 10. Jahren      10mg

10 bis 19 Jahren      12 bis 15 mg (männlich/weiblich)

19 bis 51 Jahren      10 bis 15 mg

ab dem 51. Lebensjahr und älter jeweils 10mg.

Grund für den höheren Eisenbedarf bei Frauen im jüngeren Lebensalter ist die monatliche Menstruation. Ein erhöhter Bedarf besteht aber auch in der Schwangerschaft ( 30mg) und während der Stillphase (20mg).

Welche Voraussetzungen müssen für eine physiologische Eisenresorption (Eisenaufnahme) erfüllt sein?

Entscheidend ist neben der ausreichenden Zufuhr von eisenhaltigen Nahrungs-mitteln ( Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte-wie Linsen, Fleisch, Innereien wie Leber, Blutwurst, Kürbiskerne, Sesam, grüne Minze-getrocknet, Weizenkleie, Hirse, Sojabohnen, Mandeln, getrocknete Aprikosen, Haferflocken etc. ) auch eine gesunde resorptionsfähige Darmschleimhaut sowie das Vorhandensein von ausreichend Vitamin C. Vitamin C trägt zur Erhöhung der Eisenresorption im Darm bei und ist in vielen Obst- und Gemüsesorten ausreichend vorhanden.

Auch schwefelhaltige Lebensmittel wie  Erbsen, Sonnenblumenkerne, Sojabohnen, Vollkornmehl etc. fördern die Bioverfügbarkeit pflanzlicher Eisenlieferanten.

Was sind typische Zeichen eines Eisenmangels?

Typische Symptome (Krankheitszeichen) für einen Eisenmangel und damit für eine Anämie (im Volksmund als Blutarmut bezeichnet) sind:

1. blasse Haut und Schleimhäute

2. schnelle Ermüdbarkeit

3. fehlende Leistungsfähigkeit

4. brüchige Nägel

5. Zungenbrennen

6. schuppige Haut

7. eingerissene Mundwinkel

8. stumpfe Haare

9. im fortgeschrittenen Stadium treten als Folge der mangelnden Sauerstoffversorgung von Herz und Hirn: Kopfschmerzen, Ohrensausen und  Schwindel auf

10. typische, nachweisbare Blutveränderungen (Mangel an Hämoglobin, Verminderung der Erythrozytenzahl)

 

Welche Stoffe hemmen die Eisenresorption?

Pankreasenzyme ( Enzyme der Bauchspeicheldrüse-Kreon, Panzytrat, Pancrol etc.) hemmen die Eisenresorption. Deshalb sollte immer bei der Einnahme solcher Präparate (oft bei Verdauungsstörungen verordnet) und dabei auftretenden Anämiesymptomen an einen Eisenmangel gedacht werden.

Auch Milchprodukte, Kaffee und schwarzer Tee hemmen die Eisenresorption und sollten deshalb in einem guten Verhältnis zu den eisenhaltigen Nahrungsmitteln stehen.

Nachweislich gelingt es vielen Menschen auch bei uns in Deutschland nicht, den erforderlichen Eisenbedarf über die Nahrung zu decken. Deshalb ist es in diesen Fällen erforderlich, dem Körper Eisen (Eisentabletten)  zuzuführen.

Aber Vorsicht! Bevor nicht ärztlicherseits ein Eisenmangel durch Kontrolle spezifischer Blutwerte nachgewiesen wurde, sollten Sie keine Eisenpräparate zu sich nehmen, denn Eisen kann in den Organen (Haut, Gefäße etc.) abgelagert werden und damit zu Organschädigungen führen.

Unser Rat an Sie:

1. Ergänzen Sie Ihre Mahlzeiten mit einem Glas Orangensaft (hoher Vit. C-Gehalt). damit fördern Sie die Eisenresorption.

2. Sollte sich bei Ihnen ein Eisenmangel manifestiert haben, dann machen Sie nach Rücksprache mit Ihrem Hausarzt eine Eisenkur mit entsprechenden Nahrungs-ergänzungsmitteln.

Auf unserer Homepage finden Sie dazu eine ausreichende Auswahl geeigneter Präparate. Rufen Sie uns an, wenn Sie Rat und Hilfe brauchen, wir beraten Sie gerne. Ihr apofuchs24-Team

 

 

 

 

 

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