Depression-Let’s talk-Weltgesundheitstag 2017

Seit nunmehr 69 Jahren wird weltweit am 07. April der Weltgesundheitstag (World Health Day) begangen.

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation), eine Spezialorganisation der Vereinten Nationen (UN) und gleichzeitig Koordinationsbehörde für das internationale  öffentliche Gesundheitswesen erinnert mit diesem Tag an ihre Gründung im Jahre 1948 und rückt damit alljährlich ein aktuelles Gesundheitsthema in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit.

In diesem Jahr ist es das Thema Depression, das der WHO so wichtig erscheint, dass sie sich dafür entschieden hat.

Diesjähriges Ziel der WHO ist es, die Öffentlichkeit und damit vor allem Betroffene, ihre Familien, Freunde, Kollegen und Nachbarn besser über das Krankheitsbild der Depression , ihre Ursachen, Symptome,  Prophylaxe- und Therapiemöglichkeiten, aber auch über die Gefahren und damit über das bestehende Suizidrisiko zu informieren und ihnen Hilfsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Depressionen stellen international ein großes gesundheitliches und damit auch gesellschaftliches Problem (Arbeitsunfähigkeit, Frühverrentung) dar.

Etwa die Hälfte der durchgeführten Suizide gehen ursächlich auf Depressionen zurück. Depressionen können in jedem Lebensalter, so auch bei Kindern und Jugend-lichen auftreten.

Gerade jüngere Generationen scheinen nach derzeitiger Datenlage dafür besonders gefährdet zu sein.

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass Frauen und Mädchen häufiger betroffen sind als Männer und Jungs (2:1). International, so auch in Deutschland, wird in den zurück liegenden Jahren ein Anstieg dieser Erkrankungsgruppe beobachtet.

Wissenschaftler nehmen einerseits an, dass die Verbesserung der diagnostischen Verfahren ursächlich eine Rolle spielt. Andererseits werden aber gesellschaftliche Faktoren für den Anstieg verantwortlich gemacht.

Was ist eine Depression?

Die Depression (lat.deprimere= “niederdrücken”) stellt eine psychische Störung dar, die bei den Betroffenen länger anhält, Krankheitswert hat und damit einer unbedingten Behandlung bedarf.

Bei einer Depression kommt es zu Störungen des Hirnstoffwechsels bei der das Gleichgewicht zwischen den Neurotransmittern (Botenstoffe)  Serotonin (Gewebehormon) und Noradrenalin (Hormon des (Nebennierenmarkes) gestört ist.

Differentialdiagnostisch wird zwischen Depressionen und psychischer Verstimmung unterschieden. Sie wird  umgangssprachlich als depressiv bezeichnet, ist aber keine Depression, da sich ihr Zustand spontan ändern kann und in der Regel kein Behandlungsbedarf besteht.

Was können Anzeichen für eine Depression sein?

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) empfiehlt, zum Zweck der Diagnosestellung zwischen drei Haupt- und sieben Zusatzsymptomen zu unterschieden.

Dabei sind die Hauptsymptome:

1. Antriebsmangel, starke Ermüdbarkeit, Antriebslosigkeit, die soweit gehen kann, dass einfache Tätigkeiten des täglichen Lebens nicht mehr verrichtet werden können.

2. Freudlosigkeit, Interessenverlust

3. depressive Verstimmung (anhaltende innere Leere)  

Nebensymptome sind:

1. Schlafstörungen

2. Suizidgedanken-oder Suizidhandlungen, da das Leben als völlig sinnlos empfunden wird.

3. Konzentrationsstörungen/Aufmerksamkeitsdefizite

4. vermindertes Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl

5. pessimistische Grundhaltung (Bagatellen werden überbewertet)

6. Minderwertigkeitskomplexe

7. Appetitlosigkeit/verminderter Appetit

Zu den psychischen Krankheitszeichen gesellen sich häufig auch körperliche Beschwerden.

Sie umfassen u.a.:

1. Störungen des Biorhythmus, meist einhergehend mit frühmorgendlichem Erwachen.

2. innere Unruhe

3. Gewichtsabnahme oder “Kummerspeck”

4. Verlust, sich freuen zu können

5. Libidoverlust (fehlendes sexuelles Interesse)

6. Morgendliches Tief ( meist bessert sich tagsüber die Stimmung)

7. Bewegungshemmung

8. Emotionsverlust

Welche diagnostischen Möglichkeiten gibt es?

Zum Zweck der Diagnosestellung reichen in der Regel nur zwei Fragen (Zwei-Fragen-Test) aus, um mit großer Wahrscheinlichkeit (96%) Hinweise auf eine Depression erhalten zu können:

1.”Hatten Sie im letzten Monat weniger Freude an Dingen, die Sie ansonsten gern tun”?

2. Fühlten Sie sich im letzten Monat häufig niedergeschlagen, hoffnungslos, traurig”?

Neben dem Zwei-Fragen-Test empfiehlt die WHO den WHO-5-Wohlbefinden-Index (WHO-Five-Well-Being-Index) zur Diagnosestellung zum Einsatz zu bringen, um das individuelle Wohlbefinden des Betroffenen zu erfassen. Dabei handelt es sich um ein spezielles Screeningverfahren, bei dem mit Hilfe eines Fragebogens spezielle Daten erfasst werden.

Welche Schweregrade werden unterschieden?

Fachleute unterscheiden zwischen:

1. leichter Depression, wenn zwei Haupt- und zwei Zusatzsymptome auftreten

2. mittelschwerer Depression, wenn zwei Haupt- und drei bis vier Zusatzsymptome vorhanden sind

3. schwerer Depression, wenn drei Haupt- sowie fünf oder mehr Zusatzsymptome auftreten.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Die Therapie der Depression richtet sich nach seinem Schweregrad. Bei leichten Verläufen reicht meist eine ambulante Psychotherapie aus. Bei mittelschweren und schweren Depressionen ist eine stationäre Behandlung in einer psychiatrischen Klinik erforderlich.

Die Therapie von Depressionen gehört in die Hand der Fachleute, des Psychiaters und des Psychologischen Psychotherapeuten bzw. bei Kindern, des Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeuten.

Grundsäulen der Therapie sind:

1. Behandlung mit Antidepressiva

Antidepressiva bewirken, dass die Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin im Gehirn wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Ihre Wirkung (antriebssteigernd, angstdämpfend, stimmungsaufhellend) setzt erst nach Wochen ein, deshalb ist Geduld geboten.

Anfängliche Nebenwirkungen wie Sehstörungen, vermehrter Harndrang, Verstopfung, Mundtrockenheit und Herzrhythmusstörungen verschwinden meist während der Langzeittherapie (vier bis sechs Monate) wieder.

Bei der Behandlung mit Antidepressiva können nachfolgende Medikamentengruppen zum Einsatz kommen:

1. Johanniskrautpräparate (nur bei leichter Depression sinnvoll)

2. Neuroleptika ( haben eine beruhigende Wirkung, sinnvoll erscheint ihr Einsatz , wenn Patienten über Angstzustände klagen)

3. Trizyklische Antidepressiva

(kommen heute seltener zum Einsatz, da Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit, Obstipation/Verstopfung und Müdigkeit nicht selten sind)

4. Wiederaufnahmehemmer ( sie verstärken die Wirkung des körpereigenen Serotonins und Noradrenalins)

5. Monoamino-Oxidase-Hemmer (MAO-Hemmer)

Vorsicht! Bei der Einnahme von Vertretern dieser Medikamentengruppe muss der Patient unbedingt auf bestimmte Lebensmittel ( Fisch, Nüsse, Käse, weiße Bohnen, bestimmte Obstsorten-Bananen, Ananas, Feigen, Rosinen, Sauerkraut, Wein, besonders Chianti, Salzheringe) verzichten, da es zu einem gefährlichem Blutdruckanstieg mit lebensgefährlichen Hirnblutungen kommen kann .

2. Psychotherapie,

insbesondere der kognitiven Verhaltenstherapie (belastende Gedankenken/Gefühle überwinden)

Diese besteht in der Regel aus drei Schritten:

-Aufbau eines geregelten Tagesablaufes (körperliche Aktivitäten steigern)

-Abbau negativer Denkmuster ( ich mache alles falsch, ich kann das nicht, das geht nicht)

-Training der sozialen Fertigkeiten (mit anderen Menschen in Kontakt treten)

3. Musik-, Kunst- und/oder Tanztherapie

4. Lichttherapie (besonders während des Winters)

5. Schlafentzug

Diese Therapiemethode kommt nur bei schweren Depressionen zur Anwendung. Dabei darf der Patient die ganze Nacht nicht schlafen oder zumindest während der zweiten Nachthälfte. Bei einer Vielzahl der Patienten kommt es danach zu einer Stimmungs-aufhellung. Damit wächst die Hoffnung, dass es wieder aufwärts geht.

6. Elektrokrampftherapie

Auch diese Therapiemethode kommt nur bei schweren Depressionen zur Anwendung und auch nur dann, wenn der Patient mit Medikamenten nicht mehr therapierbar ist.

Hierbei erhält der Patient unter Narkose einen elektrischen Stromstoß. Dieser Vorgang wird mehrmals wiederholt und zeigt bei vielen Patienten gute Therapieerfolge.

7. Transkranielle Magnetstimulation (TMS)

Zu dieser Therapiemethode laufen gegenwärtig Studien, die seine Wirksamkeit nachweisen sollen. Hierbei werden die Nervenzellen des Gehirns durch ein Magnetfeld stimuliert. Es bleibt abzuwarten, zu welchem Ergebnis die Studien führen.

8. Suchen Sie Rat und Hilfe bei einer Selbsthilfegruppe

Sie werden sehr schnell merken, dass Sie mit Ihren Sorgen und Problem nicht allein sind und das es gut tut, sich mit anderen Betroffenen dazu auszutauschen.

Sollten Sie auch unseren Rat benötigen, dann rufen Sie einfach an. Wir sind gern für Sie da.

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Saathafer-Arzneipflanze des Jahres 2017

Der Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde am Institut für Geschichte der Medizin der Universität Würzburg hat in diesem Jahr den Saathafer, auch Weißer oder Echter Hafer genannt, zur Arzneipflanze des Jahres 2017 bestimmt.

Damit löst der Saathafer (Avena sativa) den Echten Kümmel ab, der 2016 die Arzneipflanze des Jahres war.

Hafer kommt seit Jahrtausenden in der Heilkunde zum Einsatz. Er gehört, genau wie Gerste, Roggen und Weizen zu den Süßgräsern, den sog. Poaceen.

Die meisten Menschen denken, wenn sie Hafer hören zumeist an Haferflocken und damit an Haferschleim und Magenschonkost. Aber Hafer ist viel mehr, als nur Haferflocken.

Vor ca. 20 Jahren wurde der weiße Hafer in Frankreich gezüchtet. Sein großer Vorteil besteht u.a. darin, dass er keine Proteine sowie auch kein Gluten (Klebereiweiß )enthält, wie dies bei  den in Europa herkömmlichen Getreidesorten der Fall ist.

Welche Anteile des Hafers können zu medizinischen Zwecken genutzt werden?

Von medizinischer Bedeutung sind neben dem

1. Haferstroh (Stramentum Avenae), auch

2. das Haferkraut (Herba Avenae) und natürlich

3.die Haferkörner (Fructus Avenae).

 

Das Haferstroh hat eine besondere Bedeutung in der Dermatologie. Es wird bei Verletzungen der Haut, bei Erkrankungen, die mit Juckreiz einhergehen und für dermatologische Bäder genutzt.

Haferkraut verfügt über einen hohen Gehalt an :

1. Flavonoiden (entzündungshemmende Wirkung)

2. Saponinen (immunmodulierende Wirkung) sowie an

3. Elektrolyten (Kalium, Magnesium Calcium) .

Haferkraut ist aus der Behandlung von Hauterkrankungen insbesondere der Neurodermitis (atopische Dermatitis, atopisches Ekzem) nicht wegzudenken. Sie geht mit starkem Juckreiz, Hautrötungen, trockener Haut mit Schuppenbildung und teils nässendem Ekzem einher. Diese Symptome können mit Haferkrautprodukten gut behandelt werden.

Sowohl in Deutschland als auch in den anderen Industriestaaten leiden ca 20% der Kinder und 3% der Erwachsenen eine Neurodermitis.

 

 Haferkörner verfügen über einen hohen Gehalt an:

1. Ballaststoffen , insbesondere  an Beta-Glucanen

Beta-Glucane haben nachweislich eine positive Wirkung auf den Cholesterin- und Blutzuckerspiegel.

Ihre Fähigkeit, Gallensäuren binden zu können, führt zur Ausscheidung von Cholesterin und damit zur Senkung des LDL-und des Gesamt-Cholesterin-spiegels. Diese Wirkung hat insbesondere eine medizinische Bedeutung zur Prophylaxe der Arteriosklerose (Arterienverkalkung).

Studien haben gezeigt, dass durch Ballaststoffe eine Senkung des Blutzuckerspiegels möglich ist, da sie helfen, die Aufnahme von Nährstoffen ins Blut zu hemmen. Das bewirkt einen zeitverzögerten Anstieg des Blutzuckerspiegels und damit einen geringeren Verbrauch an Insulin.

Insulin ist ein Hormon, das in den Langerhans’schen Inseln der Bauchspeicheldrüse produziert wird und eine blutzuckersenkende Wirkung hat.

Diese Wirkung ist seit mehr als 100 Jahren bekannt. Deshalb wurden damals bereits Hafertage bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 (Altersdiabetes) durchgeführt.

Deshalb unser Rat: Sollten Sie an einem Diabetes mellitus (Typ 2 erkrankt sein, dann raten wir Ihnen regelmäßig Hafertage (2) einzulegen, denn Studien haben gezeigt, dass nach Hafertagen der Insulinbedarf um bis zu 30% gesenkt werden  kann. 

Auch bei jedem Anderen können regelmäßig durchgeführte  Hafertage zur Prophylaxe des Diabetes mellitus beitragen.

Neben den bereits genannten Vorteilen der Beta-Glucane haben diese auch eine positive Wirkung auf unsere Verdauungsfunktion. Dabei helfen die löslichen Ballaststoffe die Darmwand zu schützen und die unlöslichen helfen die Verdauungsfunktion zu regulieren.

 

2. Vitamin B1 (Thiamin)

ist wichtig für unsere Nervenfunktionen sowie für die Verstoffwechselung der Kohlenhydrate.

 

3. Vitamin B6 (Pyridoxin) ist eine Sammelbegriff für verschiedene Stoffe. Seine Funktion besteht darin, Nerven und Abwehrkräfte unseres Körpers zu stärken. Es hat außerdem Einfluss auf den Eiweiß- und Fettstoffwechsel unseres Körpers und hilft bestimmte Hormonaktivitäten zu regulieren.

Die Vielzahl der im Saathafer enthaltenen Stoffe und ihre medizinische Bedeutung rechtfertigen aus unserer Sicht die Entscheidung zur Wahl als Arzneipflanze des Jahres 2017.

Wir von Apofuchs24 wollten mit unseren Ausführungen einen Beitrag dazu leisten, das das Wissen über Naturprodukte, insbesondere über den Saathafer nicht in Vergessenheit gerät.

 

 

 

 

 

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Lippenpflege in der kalten Jahreszeit- Wie machen Sie es richtig?

Unsere Lippen (Labium oris) gehören, wie die Zähne Dentes) , die Zunge (Lingua, Glossa), die drei paarig angeordneten Mundspeicheldrüsen (Glandula parotis, G. submandibularis, G. sublingualis) , dem Gaumen (Palatum) und den Wangen (Buccae) zur Mundhöhle.

Unterschieden wird zwischen der Ober- und Unterlippe, wobei die Unterlippe in der Regel etwas größer ist. Die muskuläre Grundlage für die Lippen bildet der Mundmuskel (Muskulus orbicularis oris), der zur mimischen Muskulatur gehört und die Mundöffnung kreisförmig umgibt. Mit seiner Hilfe sind wir in der Lage, den Lippenschluss zu ermöglichen.

Bedingt durch die nur geringe Anzahl von Zellschichten ist die Lippenhaut, im Vergleich zur restlichen Gesichtshaut, sehr dünn. Bei Menschen mit heller Hautfarbe enthält sie kaum Melanozyten (Pigmentzellen). Das bedingt, dass darunter liegende Blutgefäße sichtbar werden und den Lippen die rote Farbe verleihen.

Da die Lippenhaut nur wenige Talg- und keine Schweißdrüsen enthält, existiert keine geschmeidige Schutzschicht. Das macht die Lippen für Erreger, für UV-Strahlung und andere Witterungseinflüsse angreifbar, da der Fett- und Feuchtigkeitsfilm fehlt. Daraus ergibt sich, dass sowohl im Sommer, als auch in der kalten Jahreszeit eine kontinuierliche Lippenpflege erforderlich ist.

Besonders im Winter, wenn es zwischen drinnen und draußen zu starken Temperaturschwankungen kommt (kalte Außentemperatur und teils überhitzte und oft viel zu trockene Innentemperatur), werden die Lippen stark beansprucht. Sie trocknen aus, werden spröde und rissig und bieten damit Erregern gute Einlassbedingungen, so dass Entzündungen viel leichter entstehen können.

Im Sommer ist es sowohl die hohe Außentemperatur, als auch die UV-Strahlung, die unseren Lippen, ganz besonders unserer Unterlippe (sog. Sonnenterasse) zusetzt. Hier besteht bei fehlemden Schutz die Gefahr eines Unterlippenkarzinoms.

 

Welche Funktion haben die Lippen?

1. Sie ermöglichen durch den Lippenschluss das Festhalten der Nahrung in der Mundhöhle und damit deren Transport in die weiteren Abschnitte des Verdauungstraktes. Besonders deutlich wird dies beim Stillen eines Säuglings.

2. Mit ihrer Hilfe kann ein mimischer Ausdruck ermöglicht und somit Gefühle/Emotionen sichtbar werden.

3. Sie gehören zum Sprachapparat und sind für die Lautbildung mitverantwortlich. Auch das Spielen von Blasinstrumenten und das Pfeifen wäre ohne Lippen nicht möglich.

4. Erogene Funktion

Bedingt durch die hohe Nervendichte stellen die Lippen einen erogenen Bereich dar. Mit Lippen, die schön sind ( rote Farbe, voll, schöne Form),  kann die Sexualität gesteigert werden.

5. Tastsinn

Der hohe Anteil an Nervenenden in den Lippen ermöglicht die Wahrnehmung von Kälte, Wärme sowie Berührung.

Wie pflegen Sie ihre Lippen richtig?

1. Verwenden Sie nur Pflegeprodukte mit einer rückfettenden Wirkung . Besonders gut geeignet sind Produkte, die Bienenwachs, Oliven-, Jojoba-, Aprikosenkern- oder Mandelöl enthalten.

Bienenwachs hat eine keimtötende Wirkung. Dadurch wird verhindert, dass gerade bei spröden Lippen, Erreger in die Lippen eindringen und Entzündungsreaktionen auslösen.

Auch Zink als Inhaltsstoff von Lippenpflegeprodukten hat durch seine immunstimulierende und damit entzündungshemmende Wirkung eine Bedeutung  für Haut und Schleimhäute unseres Körpers und damit auch für unsere Lippen.

Für die tägliche Nachtpflege raten wir ihnen einen Tropfen Ölivenöl auf die Lippen aufzutragen.

Auch eine Quark-Honig-Maske eignet sich ebenfalls für die Lippenpflege. Dazu verrühren Sie einfach einen Esslöffel Quark mit der gleichen Menge Honig, tragen es auf die Lippen auf und nach einer Einwirkzeit von ca. 10 Minuten waschen sie alles mit lauwarmen Wasser ab. Sie werden bemerken, dass ihre Lippen danach wieder sanfter und geschmeidiger sind.

2. Vermeiden Sie auf den Lippen herum zu kauen, da ansonsten Verletzungen entstehen können.

3. Besonders in der kalten Jahreszeit raten wir Ihnen, die Lippen mit der Zunge nicht anzufeuchten. Sie trocknen dadurch schneller aus und werden spröde.

4. Vor dem Aufenthalt im Freien sollten Sie die Lippen mit warmen Wasser abwaschen und danach mit einer Fettcreme schützen.

5. Verwenden Sie keine Pflegeprodukte, die als Inhaltsstoffe Duftstoffe enthalten und die auf Erdölbasis hergestellt wurden. Das betrifft:

Mosh (Mineral oil satursted hydrocarbons=gesättigte Kohlenwasserstoffe),

Posh (synthetische Kohlenwasserstoffe) und

Moah (aromatische Kohlenwasserstoffe).

Durch das Ablecken der Lippen können diese Inhaltsstoffe in den Körper gelangen und dort in Organen (Leber u.a.) abgelagert werden. Es besteht der Verdacht, dass sie eine krebserregende (kanzerogene) und erbgutverändernde Wirkung haben.

Beachte: Bei der regelmäßigen Anwendung von Lippenpflegeprodukten werden ca. 20g Lippenstift pro Jahr verschluckt, das entspricht einer Menge von vier Lippenpflegstifte.

6. Da ab dem 4. Lebensjahrzehnt die Kollagenreserven unserer Haut/Schleimhäute und damit auch der Lippen abnehmen, sind auch solche Produkte empfehlenswert, die dazu einen Ausgleich schaffen.

Kollagene sind Eiweiße, die die Funktion haben,  die Elastizität des Gewebes aufrecht zu erhalten. Fehlendes Kollagen bedeutet daher auch fehlende Flexibilität und Elastizität der Haut/Lippen.

Neben den genannten natürlichen Bioprodukten empfehlen wir Ihnen auch Lippenpflegeprodukte aus der Apotheke, die Sie auch auf unserer Homapage finden.

Dazu gehört u.a. der Bepanthol Lipstick, der Ladival UV-Schutzstift von Stada, die Seba Med schützende Lippenpflege oder der Madaus Echinacin Lipstick. Schauen sie einfach mal bei uns rein oder rufen Sie uns an. Das Team von apofuchs24 berät Sie jederzeit gerne.

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Das Gänseblümchen-Heilpflanze des Jahres 2017

Das Gänseblümchen (Bellis perennis) oder auch als Himmelsblume, Monatsblume, Mondscheinblume etc. bekannt,  gehört zur Familie der Korbblütengewächse.

Jährlich wird eine Pflanze zur Heilpflanze und eine zur Arzneipflanze des Jahres gewählt.. Für 2017 wurde das Gänseblümchen zur Heilpflanze  und der Echte Hafer zur Arzneipflanze des Jahres bestimmt. Dadurch soll ein Beitrag gegen das Vergessen altbewährter Naturstoffe geleistet werden.

Wir von apofuchs24 wollen durch unsere  Veröffentlichung auch einen Beitrag gegen dieses Vergessen  leisten.

Die Bezeichnung Gänseblümchen leitet sich ab von “Bellis”= hübsch und “prennis”= ausdauernd, weil ihre Blütezeit sehr lange dauert. Auf fast jeder Wiese blüht es von den ersten Frühlingstagen bis spät in den Herbst hinein.

Welche wesentlichen Inhaltsstoffe enthält das Gänseblümchen?

1. Gerbstoffe ( wie Tannine)

2. Vitamine ( besonders Vitamin C)

3. Elektrolyte wie Kalium, Magnesium, Calcium

4. Flavonoide ( Blütenfarbstoffe)

5. Saponine u.a. (stickstoffhaltige Naturstoffe)

 

Welche heilende Wirkung(en)  hat das Gänseblümchen?

Das Gänseblümchen hat in der Naturheilkunde eine lange Tradition. Lange galt es als Allheilmittel und hatte dadurch bedingt ein breites medizinisches Einsatzspektrum.

Leider war dieses Mittel fast in Vergessenheit geraten. Wir, von apofuchs24,  möchten Ihnen helfen, es für Ihre Hausapotheke aus der Natur wieder zu entdecken.

Bei den im Gänseblümchen enthaltenen Gerbstoffen handelt es sich um chemische Stoffe, die eine adstringierende (zusammenziehende) und austrocknende Wirkung haben. Durch diese Wirkung wird Bakterien, die sich in hoher Konzentration u.a. auf unserer Haut befinden,  der Nährboden entzogen und es kommt dadurch zu einer Verminderung des Schmerzes und der Wundsekretion.

Nicht ohne Grund wird das Gänseblümchen auch deshalb als das “Wiesenpflaster” bezeichnet. Bei oberflächlichen Wunden, die man sich beim Wandern oder durch andere Ereignisse in der Natur zuziehen kann, hilft es, wenn man ihre Blätter zwischen den Fingern zerreibt und den dadurch gewonnenen Saft auf die Wunde aufträgt.

Auch ein aus Gänseblümchenblüten gewonnener Sud kann auf ein Leinentuch aufgetragen und dieses anschließend auf die Wunde aufgelegt werden.

Ein großes Einsatzgebiet ist, bedingt durch die hautstoffwechselfördernde Wirkung, der Bereich der Dermatologie (Hautheilkunde), insbesondere bei der Behandlung von eitrigen Abszessen, Furunkeln und anderen eitrigen Hautverunreinigungen (Akne).

Die im Gänseblümchen enthaltenen Bitterstoffe haben eine Appetit anregende Wirkung.

Ihr hoher Gehalt an Saponinen (Seifenstoffe) ermöglicht eine Verflüssigung des oft zähen Schleims bei entzündlichen Atemwegserkrankungen (Bronchitis) und bewirkt dadurch eine schleimlösende und hustenlindernde Wirkung.

Saponinen wird auch eine entzündungshemmende und harntreibende Wirkung (Ödem werden ausgeschwemmt) zugeschrieben. Sie sind in der Lage Cholesterin zu binden und man vermutet, das sie eine darmkrebsprophylaktische Wirkung durch ihre hemmende Wirkung auf die Zellteilung im Darm haben.

Eine 2016 veröffentlichte Studie zur Wirksamkeit von Flavonoiden kam zu dem Ergebnis, dass deren antioxidative Wirkung krebsprophylaktisch von Bedeutung ist.

Durch die bindegewebsstraffende Wirkung wird das Gänseblümchen auch als “Arnika der Gebärmutter” bezeichnet. Es hilft durch diese Wirkung die nachgeburtliche Rückbildung zu fördern und trägt zur Kräftigung des Beckenbodens bei´.

 Wie sollten Sie Gänseblümchen zu sich nehmen?

Wir empfehlen Ihnen, sie entweder als:

1. Salat ( zupfen Sie dazu einfach die entsprechende Menge an Blüten und Blätter ab, die Sie essen möchten). Es ist nicht nur ein Augenschmaus, sondern schmeckt auch noch gut und stellt, durch ihre wertvollen Mineralstoffe, wie Magnesium, Kalium und Calcium, eine Nahrungsergänzung dar. Außerdem ist die ganze Sache auch noch preiswert.

2. Gänseblümchen als Brotaufstrich ( legen Sie einfach die Blüten und Blätter  etwas zerkleinert aufs Butterbrot)

3. Gänseblümchentee ( schneiden Sie die Gänseblümchen ab, zerkleinern Sie diese und übergießen  Sie alles mit siedendem Wasser, lassen Sie den Tee 10 Minuten stehen und trinken Sie ihn nach Möglichkeit 3x täglich). Dieser Tee hilft Ihnen den Körper zu entschlacken und all die Wirkungen zu entfalten, wie in unserem Beitrag beschrieben.

Wenn Sie jetzt Lust verspüren, es einfach mal auszuprobieren, dann haben wir unser Ziel erreicht.

Das Team von apofuchs24 wünscht Ihnen, werden oder bleiben Sie gesund. Wir begleiten Sie auf diesem Weg gern mit unserem fachlichen Rat.

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“I have a dream”- Wollen Sie Lebensjahre dazu gewinnen?

Dieser Satz von Martin Luther King ist um die ganze Welt gegangen. Er hatte einen Traum, den Traum von einem Amerika ohne Rassenschranken, von einem gleich-berechtigen Miteinander von Weißen und Schwarzen. Für diesen Traum mußte er sein Leben lassen. Er hat es nicht mehr erlebt, dass sein Traum Wirklichkeit wurde und sogar ein Schwarzer acht Jahre Präsident von Amerika war, wenn diese Zeit auch bald zu Ende geht.

Haben auch Sie einen Traum? Vielleicht träumen Sie davon, Ihre Ausbildung mit einem guten Ergebnis im neuen Jahr beenden zu können, von einer schönen Reise oder einfach davon, dass Ihnen der Arbeitsplatz erhalten bleibt.

Gerade zu Jahresbeginn, meist aber noch in der Silvesternacht werden Wünsche und damit auch Träume für das neue Jahr ausgesprochen. Der meist gehegte Wunsch ist, dass wir, dass unsere Familie und Freunde gesund bleiben. Jeder von uns weis aber, dass Träume, Träume bleiben, aber auch Wirklichkeit werden können, wenn wir bereit sind, etwas für ihre Realisierung zu tun.

So ist es auch mit dem Traum von der Gesundheit. Den meisten von uns wird sie glücklicherweise mit der Geburt geschenkt. Jede Mutter ist überglücklich, wenn sie nach der Geburt ihres Kindes erfährt, dass es gesund ist.

Aber was machen wir im Laufe des Lebens mit dieser uns geschenkten Gesundheit?

Wir gehen viel zu oft zu sorglos mit ihr um. Ja, wir provozieren und strapazieren durch unser Fehlverhalten unseren Körper so sehr, dass wir ihn an die Grenze dessen bringen, was er verkraften kann.

Was muten Sie Ihrem Körper zu?

Gehören Sie zu den Menschen, die sich gesund oder ungesund ernähren?

Gehören Sie zu denen, die Alkohol in Maßen und nicht in Massen geniesen?

Sind Sie Raucher oder Nichtraucher? Stressen Sie Ihren Körper durch Nikotin und wünschen Sie sich vielleicht im neuen Jahr, mit dem Rauchen aufhören zu können? Suchen Sie nach einem für Sie geeigneten Weg?

Wenn ja, können wir Ihnen helfen, dass dieser Traum Wirklichkeit wird. Vorausetzung ist aber, dass Sie über dieses Thema nachgedacht haben, sich der Folgen bewußt sind und den festen Willen haben, etwas verändern zu wollen. Nur dann kann das Vorhaben auch gelingen. Wenn Sie sich diese Frage wirklich mit ja beantworten können und keine Zweifel mehr bestehen, sind Sie auf dem richtigen Weg in dieses neue Jahr!

Wir können mit Ihnen diesen Weg gehen und Sie durch unsere Fachinformationen  begleiten.

Forscher der Universität Oxford haben durch eine Studie (1996-2011), an der ca. 1,2 Millionen Britinnen teilgenommen haben herausgefunden, dass jeder wertvolle Lebenszeit gewinnen kann, der mit dem Rauchen aufhört. Dieser Studie zufolge gewinnen die Frauen, die vor dem 40. Lebensjahr mit dem Rauchen aufhören, neun Lebensjahre, gegenüber weiterrauchenden Frauen. Diejenigen, die bereits mit 35 aufhören zu Rauchen, gewinnen bereits zehn Lebensjahre zurück. Im Vorteil bleiben aber immer die Frauen, die nie geraucht haben. Sie haben generell eine höhere Lebenserwartung als Raucherinnen.

An dieser Studie nahmen 52% Frauen teil, die nie geraucht hatten, 28% waren ehemalige Raucherinnen und 20% rauchten noch aktiv. Ein Ergebnis dieser Studie zeigte, dass Raucherinnen durchschnittlich elf Jahre weniger Lebenszeit hatten , als Nichtraucherinnen. Das Risiko bereits vor dem 70. Lebensjahr an den Folgen des Rauchens zu sterben lag bei Raucherinnen bei 24 %, bei Nichtraucherinnen bei 9%.

Wesentlicher Inhalt der Studie war es, herauszufinden, welche Auswirkungen es hat, mit dem Rauchen aufzuhören?

Die Forscher kamen zu dem Ergebnis: Unabhängig, ob Mann oder Frau- Raucher, die im mittleren Alter mit dem Rauchen aufhören, gewinnen durchschnittlich zehn Lebensjahr dazu.

Sollte das nicht auch ein Grund für Sie sein, mit dem Rauchen aufzuhören?

Andere Studien und auch das Krebsregister zeigen deutlich, welchem Risiko sich Raucher ständig aussetzen, nämlich dem Risiko an Lungen-oder Blasenkrebs zu erkranken sowie andere chronische Atemwegserkrankungen (chronische Bronchitits) und Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems (Herzinfarkt/Schlaganfall) zu erleiden.

Wollen Sie diese Risiko eingehen? Wollen Sie diese Belastung Ihrem Partner oder Ihren Kinder auferlegen?

Sicher nicht. Deshalb haben wir für Sie in unserem Shop unter der Rubrik Raucherentwöhnung einige Produkte zusammen getragen, die Ihnen helfen sollen, den Weg zum Nichtrauchen, leichter zu gehen. Ob Sie sich für Kaugummis, Lutschtabletten, Pflaster oder Inhaler entscheiden, es ist auf jeden Fall die richtige Entscheidung für Ihre Gesundheit und ein längeres Leben.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein gesundes, ein rauchfreies neues Jahr. Freuen Sie sich auf gewonnene Lebenszeit, denn bedenken Sie: Wir alle sind nur Gast auf dieser Erde und haben diese Erde nur von unseren Kindern und Enkeln geliehen. Halten wir sie und uns gesund und damit lebenswert.

Ihr Team von apofuchs24

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Kleine Weihnachtsgewürzkunde-Was Sie über Zimt wissen sollten!

Gewürze hatten in der Zeit des Mittelalters und der frühen Neuzeit eine außerordentlich ökonomische und politische Bedeutung. Sie dienten nicht nur zum Würzen von Speisen, sondern auch als Konservierungsstoffe und zur Arzneimittelherstellung. Staaten, Städte und Kaufleute wurden durch den Gewürzhandel reich und verteidigten ihren Reichtum, wenn es sein mußte, mit Waffengewalt.

Heute geht es auf diesem Markt friedlicher zu, aber an der Bedeutung der Gewürze hat sich nichts geändert. Durch ihren natürlichen Gehalt an Geschmacks- und Geruchsstoffen sind sie als würzende und geschmackgebende Zutat nicht wegzudenken. Gewürze entstammen aus Pflanzen oder Pflanzenteilen (Blüten, Blätter, Wurzeln) und sollen entweder frisch oder im getrockneten Zustand in unsere Küchen und Backstuben gelangen.

Bereits Hildegard von Bingen, bekannt als erste deutsche Ärztin, hat schon im 12. Jahrhundert auf die Bedeutung der Gewürze in ihren Abhandlungen hingewiesen.

Damals wie heute gehören Anis, Ingwer, Kardamom, Koriander, Muskat, Piment, Nelke, Safran (teuerstes Gewürz der Welt) und Zimt zu den in der Weihnachtszeit gebräuchlichsten Gewürzen. Sie verbreiten nicht nur ein wohltuenden Geruch, sondern haben auch wohltuende Wirkungen.

So wirkt Anis, Safran und Muskat gegen Blähungen,

Ingwer, Kardamon und Nelke regen den Appetit an und haben eine verdauungsfördernde Wirkung,

Koriander fördert die Darmtätigkeit und wirkt krampflösend.

Zimt gehört zu den ältesten Gewürzen, der nachweislich bereits vor 3000 v.Chr. in China als Gewürz und Arzneimittel zur Anwendung kam und im 15. Jahrhundert durch portugiesische Seefahrer den Weg nach Europa fand.

Der Zimtbaum gehört zur Gruppe der Lorbeergewächse, aus dessen Rinde vorwiegend Zimtstangen gewonnen werden, die im Handel auch in gemahlener Form als Pulver erhältlich sind. Zimtöl wird aus der Rinde, kleinen Ästen und Blättern gewonnen und hat eine antibakterielle Wirkung. Schwangere sollten es meiden.

Der Gewürzhandel bietet im wesentlichen zwei Zimtsorten an, den aus China stammenden Cassia-Zimt und den Ceylonzimt, der aus Anbaugebieten im heutigen Sri Lanka kommt. Cassiazimt ist billiger, enthält jedoch Cumarine (Aroma- und Duftstoffe), die in hoher Konzentration gesundheitsschädigend sein können. Da wissenschaftliche Belege nicht eindeutig sind, wurde in der europäischen Aromaverordnung auf die Festlegung von Höchstgrenzen für Kräuter und Gewürze verzichtet.

Ernährungswissenschaflter gehen davon aus, dass Erwachsene eine Menge von 600g Zimt/pro Jahr (egal welcher Sorte) konsumieren können.

Ceylonzimt hingegen wurde wegen seiner geringen Cumarinmengen vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) www.BfR.de als unbedenklich eingestuft.

Deshalb unser Rat für Sie:

1. Kaufen und verwenden Sie am besten für Ihre Weihnachtsbäckerei und Ihren Glühwein Gewürzmischungen, die Ceylonzimt enthalten oder verwenden Sie reinen Ceylonzimt.

2. Achten Sie beim Kauf von Zimtstangen auf die Stärke, da an ihr zu erkennen ist, ob es sich um Cassia- oder Ceylonzimt handelt. Bei Cassiazimt bestehen die Zimtstangen aus einer dicken Rindenschicht, während Zimtstangen aus Ceylonzimt mehrlagig sind und im Querschnitt einer Zigarre gleichen.

 

Welche medizinische Wirkung hat Zimt?

Zimt hat eine blutzuckersenkende und antimikrobielle (antibakteriell) Wirkung. Außerdem wird ihm eine schmerzstillende, schleimlösende, auswurffördernde und krampflösende Wirkung zugeschrieben, die gerade nach einem üppigen Weihnachtsessen wohltuend sein kann.

Die Naturmedizin rät, täglich einen halben Teelöffel Zimt mit einer Tasse Wasser aufzukochen , danach abkühlen zu lassen und einen Teelöffel Honig beizufügen. Durch die antmikrobielle Wirkung des Zimts können entzündliche Erkrankungen damit positiv beeinflusst werden.

Außerdem ist bei Typ-2 Diabetikern bei kontinuierlicher Anwendung eine blutzuckersenkende Wirkung erkennbar.

Achten Sie aber darauf, dass das Zimtwasser auf mindestens 40 Grad Celsius abgekühlt ist, bevor Sie den Honig dazu geben, da bei Temperaturen über diesem Wert wichtige Vitamine und Enzyme vernichtet werden und der Honig seine Gesundheitsvorteile damit verliert.

Wer das in dieser Form nicht mag, kann den halben Teelöffel Zimt auch einem Becher Naturjogurth beimengen und somit einen Gewürzjogurth herstellen.

Zu beachten ist, sollten Sie Medikamente einnehmen müssen und den halben Teelöffel Zimt einmalig einnehmen wollen, dass Sie zwei Stunden Zeit lassen zwischen der Medikamenten- und der Gewürzaufnahme. Gewürze aktivieren den Stoffwechsel. Es ist natürlich auch möglich, den halben Teelöffel Zimt über drei Mahlzeiten am Tag zu verteilen.

Ein das Immunsystem stärkender Gewürzjogurth sollte folgende Gewürze enthalten:

1/2 TL Zimt, 1TL Kurkuma, 2cm frisch kleingeschnittenen Ingwer,1 Messerspitze Chilipulver, 1 Messerspitze gemahlenen schwarzen Pfeffer und 2 Tl Speiseöl.

Täglich genossen, bringen Sie Ihr Immunsystem besonders in der kalten Jahreszeit auf  Vordermann.

Diese Rezeptur eignet sich auch, zusammen mit Wärmeanwendung ( besser feuchte als trockene Wärme) und mit viel Flüssigkeitsaufnahme am besten in Form eines harntreibenden Blasen- und Nierentees, zur Behandlung einer akuten Blasenentzündung (Zystitis).

Wir haben zahlreiche Gewürze, auch als Weihnachtsgeschenkset von Caelo sowie ein Glühweingewürz von Caelo für das bevorstehende Weihnachtsfest in unserem Shop vorrätig. Vielleicht suchen Sie noch ein geeignetes Weihnachtsgeschenk oder wollen auch ihren Weihnachtsbraten  gut würzen. Schauen Sie einfach rein, wir, das Team von apofuchs24, freuen uns auf Sie.

 

 

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So stärken Sie Ihr Immunsystem und machen es fit für die kalte Jahreszeit

Mit Beginn der kalten Jahreszeit wächst die Gefahr von Erkältungen und fieberhaften Infekten.

Alljährlich erkranken daran Millionen von Menschen und das nicht nur im Winter. Jeden zweiten Erwachsenen erwischt es mindestens ein- bis zweimal pro Jahr. Bei Kleinkindern können bis zu zehn Infekte pro Jahr auftreten.

Ursache für Infekte sind fast immer Viren. Rund 200 verschiedene  Arten sind bekannt, die unser Immunsystem angreifen.

Unser Immunsystem ist ein hochkomplexes System, das sich in ständiger Alarm-bereitschaft befindet, um täglich Millionen von Bakterien, Pilzen, Viren und Parasiten abzuwehren.

Dabei wird zwischen einer unspezifischen und spezifischen Abwehr unterschieden.

Die unspezifische Abwehr sorgt dafür, das Bakterien sofort nach ihrem Eindringen in den Körper von sog. Phagozyten (Fresszellen) unschädlich gemacht werden.

Bei der spezifischen Abwehr werden Antikörper gebildet, die sich an spezielle Erreger binden.

Viel komplexer funktioniert die Abwehr, wenn Viren im “Spiel” sind. Viren sind nur lebens- und vermehrungsfähig in einer Wirtszelle. Dort werden sie von den Antikörpern nicht erkannt. Nachdem der Virus in die Wirtszelle eingedrungen ist, kommt es zum “Hilferuf” der Zelle. Daraufhin werden Teile des Virus, zusammen mit bestimmten Molekülen, auf die Zelloberfläche gebracht. Durch verschiedene Reaktionen kommt es zur Zerstörung der befallenen Zelle. Damit werden die Viren freigesetzt und von spezifischen Antikörpern unschädlich gemacht.

Bei der spezifischen Abwehr kommt es zur Ausprägung eines Langzeitgedächtnisses. Das bedeutet, dass unser Immunsystem bei erneutem Kontakt mit dem gleichen Erreger diesen schnell erkennt und somit die Abwehr gezielt aktiviert.

Problematisch ist, dass sich Viren ständig verändern. Das ist auch der Grund dafür, dass man gegen grippale Infekte nicht immun werden kann.

Was sind Ursachen für ein geschwächtes Immunsystem?

Ist das Immunsystem geschwächt, laufen diese komplexen Abwehrmechanismen nicht so reibungslos ab.

1. Dauerstress,

2. wenig Schlaf,

3. mangelnde Bewegung und eine

4. ungesunde Ernährung schwächen unser Immunsystem und tragen damit dazu bei, schneller und häufiger zu erkranken.

Mit welchen Symptomen macht sich ein Infekt bemerkbar?

Erkältungen beginnen in der Regel mit einem Kratzen im Hals,  die Stimme ist plötzlich weg und die Nase läuft. Nicht selten stellen sich bald darauf Kopf- und Gliederschmerzen sowie Husten ein.

Bei Kindern tritt häufig noch Fieber auf, bei Erwachsenen eher selten. Fieber ist eine Selbsthilfereaktion des Körpers. Es hat damit eine wichtige Funktion bei der Abwehr von krankmachenden Viren und sollte deshalb erst dann bekämpft werden, wenn die Körpertemperatur ( rektal gemessen) 39 Grad erreicht hat. Eine Körpertemperatur, die 42 Grad übersteigt wird lebensgefährlich, da es zur Denaturierung (Gerinnung) von Körpereiweißen und damit zu schweren Organversagen kommt.

Bei Erwachsenen dauert eine Erkältung in der Regel sieben bis zehn Tage. Bei Kinder, vor allem bei Kleinkindern länger, da das Immunsystem noch nicht ausgereift ist.

Was sollten Sie tun, um Ihrem Immunsystem zu helfen?

1. Händewaschen

Waschen Sie sich regelmäßig die Hände (ca. 20-30 Sekunden). Wasser und Seife reichen in der Regel aus, um Viren zu vertreiben.

Vermeiden Sie gerade in der kalten Jahreszeit das Händeschütteln.

2. Trinken Sie regelmäßig und ausreichend ( ca. 1,5 Liter täglich) Wasser, ungesüßten Kräutertee, Saftschorlen. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr hilft das meist zähflüssige Sekret besser abzutransportieren.

3. Gönnen Sie Ihrem Körper Ruhe.

4. Härten Sie den Körper ab Bewegen Sie sich an frischer Luft. Achten Sie dabei auf geeignete Kleidung. Saunagänge, Kneippmaßnahmen und Wechselduschen helfen den Körper abzuhärten. Ein warmes Vollbad stärkt die Abwehr. Auch warmes Duschen ist eine gute Prophylaxe.

5.Ansteigende Fußbäder helfen das Immunsystem zu aktivieren. Beginnen Sie das Fußbad mit einer Temperatur von 36 Grad. Dabei sollte das warme Wasser bis zur Wade reichen. Steigern Sie die Wassertemperatur auf 40 Grad, indem Sie heißes Wasser zugießen. Danach spülen Sie die Füße ganz kurz mit kaltem Wasser ab, trocknen Sie die Füße, ziehen Sie warme Socken an und gehen danach umgehend ins Bett.

6. Achten Sie auf die richtige Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit Ihrer Wohnung.

7. Ernähren Sie sich gesund. Das bedeutet vitamin-und abwechslungsreich sowie ausgewogen. Vitamin C, das in hoher Konzentration in Kiwis, Hagebutten und Paprika zu finden ist hilft dabei, Ihr Immunsystem zu stärken.

 

Welche Selbstmedikation ist bei Infekten sinnvoll?

Überlieferungen aus Großmutters Zeiten haben durchaus noch ihre Berechtigung. So werden vielen Pflanzen positive Effekte zugeschrieben.

So sollen: Lindenblüten-und damit der von ihnen zubereitete Tee, den Körper zum Schwitzen bringen.

Holunderblüten und Thymian- den Schleim lösen.

Weidenrinde und Mädesüß- Schmerzen lindern.

Eukalyptus, Pfefferminz und Kampfer enthalten ätherische Öle, die das Atmen erleichtern.

Hagebutte stärkt das Immunsystem bedingt durch seinen hohen Vitamin C-Gehalt.

Kommen Sie gesund durch die kalte Jahreszeit.

Ihr Team von apofuchs24 hilft Ihnen gerne, wenn Sie Rat und Hilfe brauchen, wie Sie Ihr Immunsystem stärken können. Sie finden ein Sortiment an Arzneimittel, die dabei hilfreich sind auf unserer Homepage.

 

 

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Schüßler Salze-Mineralsalze des Lebens ?

Die Naturheilkunde hat eine lange, nicht unumstrittene Geschichte,  kennt viele Befürworter und erfährt aber auch massive ablehnende Haltungen.

Lange Zeit galten Naturheiler gerade in den Augen von Ärzten als Quacksalber, da ein wissenschaftlicher Beweis ihrer Therapien nicht erbracht werden konnte. Eine Legitimation erfuhr die Naturheilkunde und somit auch die Naturheiler in Deutschland mit dem Inkrafttreten des Heilpraktikergesetzes im Jahre 1939, das auch heute noch Gültigkeit hat.

Auch Ärzte, wie Wilhelm Heinrich Schüßler (1821-1898) beschäftigten sich mit Naturheilverfahren und Homöopathie. Schüßlers Therapieform, die “Biochemische Heilweise” gründete sich auf seiner Theorie, dass Krankheiten durch Störungen biochemischer Prozesse in der Zelle entstehen. Dabei ging er davon aus, dass ein Fehlen bestimmter Mineralstoffe zu Störungen des Zellstoffwechsels und damit zur Krankheitsentstehung führt.

Anders als in der Homöopathie, bei der das sog. Simile-Prinzip (Ähnliches kann durch Ähnliches geheilt werden) zur Anwendung kommt und ca. tausend Mittel kennt, beschränkte sich Schüßler auf 12 Mineralstoffe, die später erweitert wurden.

Er begründete die sog. “Antlitzanalyse“, da nach seinen Vorstellungen ein bestimmter Mineralstoffmangel sich auch durch Veränderungen im Gesicht zeigt.

Welches sind die 12 Schüßler Salze?

Nr. 1: Calcium fluoratum (Calciumfluorid) D 12-Es sorgt für Stabilität und Festigkeit der Knochen und Zähne.

Nr. 2: Calcium phosphoricum (calciumphosphat) D6-Es fördert die Knochenbruchheilung, wird bei Wachstumsstörungen und Osteoporose eingesetzt und wird zur Produktion von Blutzellen und damit zur Blutgerinnung benötigt.

Nr. 3:Ferrum phosphoricum (Eisenphosphat) D12-Es stärkt die Immunabwehr und hat damit Bedeutung bei akuten Infekten. Gilt als klassisches Entzündungsmittel, so auch bei Quetschungen, Verstauchungen und frischen Wunden.

Nr. 4: Kalium chloratum (Kaliumchlorid) D6-Es bewirkt, dass Wasser aus dem Körper ausgeschieden wird, hat eine regulierende Wirkung bei Entzündungen des Bindegewebes.

Nr. 5: Kalium phosphoricum (Kaliumphosphat) D6-Es gilt als Nervenmittel mit beruhigender und stabilisierender Wirkung, kommt bei Erschöpfung zum Einsatz und wirkt als Aktivator bei Herz- und Kreislaufschwäche.

Nr. 6:Kalium sulfuricum (Kaliumsulfat) D6-Kommt bei Erkrankungen zum Einsatz, bei denen es zu abschuppenden Hautreaktionen (Schuppenflechte, Neurodermitis, Masern, Röteln) kommt. Aktiviert den Heilungsprozess bei Entzündungen und Infekten.

Nr. 7: Magnesium phosphoricum (Magnesiumphosphat) D6-Gilt als Kolik-, Krampf- und Schmerzmittel mit entspannender Wirkung für Kopf und Körper.

Nr. 8: Natrium chloratum (Natriumchlorid/Kochsalz) D6- Hat einen wasserbindende Funktion im Körper, kommt somit bei Störungen des Wasserhaushaltes zum Einsatz und reguliert die Wasseraufnahme in die Zellen.

Nr. 9:Natrium phosphoricum) D6-Reguliert den Säure-Basen-Haushalt und gilt daher als Entsäuerungsmittel (Sodbrennen, Rheuma, Gicht).

Nr. 10: Natrium sulfuricum (Natriumsulfat) D6-Hat eine entschlackende Wirkung. Es regt die Verdauungsorgane (Leber, Bauchspeicheldrüse, Darm ) sowie die Nierentätigkeit an, so dass es zur Ausscheidung überschüssigen Wassers aus dem Körper kommt.

Nr. 11: Silicea (Kieselsäure) D12-Regeneriert Haut und Anhangsgebilde  wie Haare und Nägel und hat Einfluss auf die Funktionsfähigkeit des Bindegewebes (Bindegewebsschwäche, Alterungsprozesse, Krampfadern (Varikosis) sowie Sehnen- und Bänderproblemen.

Nr. 12: Calcium sulfuricum (Calciumsulfat) D6-Hilft dem Binde- und Stützgewebe und kommt vorwiegend bei der Behandlung eitriger Prozesse (Abszesse, chronische Eiterherde) zum Einsatz.

Die Antwort auf die oben gestellte Frage, ob Schüßler Salze, Salze des Lebens sind, ist auf jeden Fall mit ja zu beantworten, denn jedes dieser 12 Salze hat in unserem Körper lebenswichtige Funktionen zu erfüllen. Ohne sie wären biochemischen Prozesse, die in den Mitochondrien, den Kraftwerken der Zelle ablaufen nicht möglich und damit wäre auch ein Leben nicht möglich.

Sollten Sie dazu Fragen haben, beraten wir von apofuchs24 sie gerne, damit Sie das richtige Salz für ihre Erkrankung finden, vorausgesetzt, dass Sie ihren Körper genau beobachtet haben und ihre körperlichen und psychischen Beschwerden genau definieren können.

Rufen Sie einfach an, wir freuen uns Ihr fachlicher Berater zu sein.

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Antibiotika- Was jeder darüber wissen sollte!

Die Entdeckung des Antibiotikums gehört zu den bedeutendsten Entdeckungen in der Medizin- bzw. Pharmaziegeschichte.

Bereits 1893 war es Bartolomeo Gosio ( 1863-1944-ital. Arzt/Mikrobiologe) gelungen, aus einem Schimmelpilz der Gattung Penicillium Mycophenolsäure zu isolieren. Er hatte beobachtet, dass damit das Wachstum des Milzbranderregers ( Bacillus anthracis-Stäbchenbakterium) verändert werden konnte.

Auch  Ernest Duchesne (1874-1912-franz. Militärarzt) hatte beobachtet, dass bestimmte Schimmelpilze über antibiotische Eigenschaften verfügen und dies in seiner Doktorarbeit veröffentlicht.

Beiden war es aber nicht gelungen, dass ihre bahnbrechenden Entdeckungen international Beachtung fanden.

Erst Alexander Flemming ( 1881-1955-schottischer Bakteriologe/Nobelpreisträger) war es gelungen, dass seinen Entdeckungen öffentlich Anerkennung fanden, für die er den Nobelpreis der Medizin erhielt. Er gilt als der “offizielle” Entdecker des Penicillins. Fleming konnte auch das Enzym (Lysozym) isolieren, dass u.a. im Speichel und in der Tränenflüssigkeit des Menschen vorhanden ist und eine antibiotische Wirkung hat.

Mit Hilfe des Penicillins begann Anfang der 1940 Jahre sowohl in den USA, als auch in Europa eine Ähra zur Behandlung von bakteriellen Infektionen.

Seit dieser Zeit werden weltweit Antibiotika hergestellt. Ihr Einsatz ist aus der täglichen medizinischen Praxis nicht mehr wegzudenken, denn er hat unzähligen Menschen das Leben gerettet. Kritik wird jedoch seit Längerem darüber laut, dass der Einsatz von Antibiotika zu unkontrolliert und zu häufig erfolgt und dadurch die Gefahr von Multiresistenzen ( Widerstandsfähigkeit von Keimen) wächst.

Was sagt die Europäische Kommission dazu?

Die Europäische Kommission hat kürzlich in ihrem Eurobarometer darauf hingewiesen, dass es noch immer so ist, dass sowohl Deutsche, als auch andere Europäer zu wenig über die Wirkungsweise und den Einsatz von Antibiotika wissen.

Nach dem Eurobarometer wissen 57 Prozent der EU-Bürger u.a. nicht, dass Antibiotika gegen Viren unwirksam sind.

Das ist eine erschreckende Bilanz. Diese Unwissenheit hat natürlich Auswirkungen auf den Nutzen von Antibiotika und auch auf die Entstehung von Antibiotikaresistenzen, die zunehmend zu einem Problem in unseren Kliniken für den Patienten geworden sind und noch werden.

Dies ist ein Thema, dass auch nach Meinung der Gesundheitsminister nur auf EU-Basis gelöst werden kann.

Welche Wirkung haben Antibiotika?

Die Bezeichnung Antibiotikum leitet sich von Antibiose ab. Anti (griech.) = gegen, bios (griech.) = Leben

Antibiotika (plur.) sind Arzneimittel, die aus Stoffwechselprodukten  von Pilzen oder Bakterien gewonnen und zur Behandlung von bakteriellen Infektionskrankheiten eingesetzt werden.

Bakterien sind Mikroorganismen (Kleinstlebewesen, die für das menschliche Auge nicht sichtbar sind), die in unserem Körper vielfältige Funktionen zu erfüllen haben. Deshalb wird auch von “guten” Bakterien gesprochen. Andere, die auf die unterschiedlichste Weise ( unsauberes Trinkwasser, verunreinigte Lebensmittel ) in unseren Körper gelangen, verursachen Infektionen.

Mit Hilfe eines Antibiotikums (Antibiotika=Plural)  kann das Wachstum von bestimmten Bakterien gehemmt oder sie abgetötet werden.

Die Behandlung von Erkrankungen die durch:

1. Viren verursacht wurden  erfolgt mit Hilfe von Virostatika

2. Pilze mit Antimykotika

3. Protozoen mit Antiprotozoika

4. Würmer mit Antihelminthika

 

Was sollten Sie bei der Einnahme eines Antibiotikums beachten?

1. unbedingt, die vom Arzt verordnete Dosis einhalten.

2. unbedingt die verordnete Zeit einhalten ( z. B. 2 mal täglich) Das bedeutet 12 stündig, also morgens zur gleichen Zeit wie abends (z.B. 8.00 Uhr und 20.00 Uhr).

3. brechen Sie die Therapie nicht vorzeitig ab, weil Sie glauben, dass die Einnahme nicht mehr erforderlich ist

Achtung: Bei Nichtbeachtung der unter 1-3 genannten Hinweise besteht die Gefahr, dass nicht alle Bakterien abgetötet oder in ihrem Wachstum gehemmt wurden. Das bedeutet, dass die Bakterien, die übrig geblieben sind, Substanzen entwickeln, die das eingenommene Antibiotikum bekämpfen. Diese Information wird an die nächsten Bakteriengenerationen weiter gegeben. Somit ist eine Resistenz (Widerstandfähigkeit) entstanden, die nachfolgende Therapien erschweren oder unmöglich machen.

Bei der Einnahme von verschiedenen Antibiotika, die zur Behandlung unterschiedlichster bakterieller Erkrankungen ( Bronchitis, Blasenentzündung, Abszess etc.) eingenommen wurden, können daher Multiresistenzen entstehen. Das bedeutet, die Einnahme des Antibiotikums nicht zu einem Therapieerfolg führen wird.

4. mit reichlich Flüssigkeit einnehmen (stilles Wasser, Kräutertees)

5. trinken Sie keine Milch, keine Fruchtsäfte, kein Kaffee, keinen Alkohol

6. essen Sie während der Therapie keine Milchprodukte sowie keine scharf gewürzten, stark zuckerhaltigen und schwer verdauliche Speisen.

7. sollten Sie während der Therapie das Gefühl haben, dass Sie das Antibiotikum nicht vertragen, es nicht wirkt oder Sie Durchfall (Diarrhoe) bekommen, konsultieren Sie den behandelten Arzt.

Durchfall, teils mit blutigen Beimengungen entsteht deshalb, weil durch die Antibiotikatherapie nicht nur die Bakterien vernichtet werden, die zum Ausbruch der Erkrankung geführt haben, sondern auch die, die zu unserer normalen Darmflora gehören.

Das sind Bakterien, die mit uns in Symbiose leben und die für uns nützlich (Colibakterien im Dickdarm) sind. Colibakterien synthetisieren u.a. Vitamin K, dass wir benötigen, um eine physiologische Blutgerinnung zu ermöglichen.

Hinweis: Um die Gefahr eines Durchfalls ( jeder fünfte Patient)  zu mindern, raten wir Ihnen die gleichzeitige Einnahme von Saccharomyces boulardi Präparaten ( Perenterol).

Perenterol enthält Arzneihefe, die strikt von Backhefe oder der, die zur Bierherstellung genutzt wird, zu unterscheiden ist.

Arzneihefe ist gut verträglich, kann bereits bei Kinder ab dem 2. Lebensjahr genutzt werden und ist , durch ihre Wärmeunempfindlichkeit, ein guter Begleiter auf Reisen. Hier kann Perenterol prophylaktisch gegen Reisedurchfall ( fünf Tage vor Beginn der Reise) eingenommen werden.

Perenterol erhalten Sie in unserem Shop, schauen Sie einfach auf unsere Homepage.

Sollten Sie Rat und Hilfe brauchen, dann rufen Sie einfach an, wir beraten Sie gerne.

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(Be) stechende Begegnung- Insektenstiche-wie reagieren Sie richtig?

Ob im Urlaub oder auch zu Hause: Wer hat nicht schon einmal eine unliebsame Begegnung mit Insekten wie Mücken, Wespen, Bremsen, Bienen, Hornissen, Hummeln oder sogar Flöhen gemacht?

Jedes Jahr sterben in Deutschland ca. 20 Menschen an allergischen Reaktionen, die durch Bienen- oder Wespenstiche verursacht wurden.

Bienen und Wespen greifen in der Regel nicht an, sie verteidigen sich nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Deshalb sollten Sie ruhig bleiben und nicht nach ihnen schlagen oder sie einfangen wollen, wenn sie sich in Ihrer Nähe befinden.

Unser Rat deshalb an Sie:

1. Tragen Sie, wenn Sie sich im Sommer im Freien (beim Baden etc.)  helle Kleidung. Bunte Farben ziehen die Insekten an.

2. Obwohl es für Ihre Füße gesund ist, aber laufen Sie auf Wiesen nicht barfuß, denn Bienen halten sich gerne in Bodennähe auf, um Nektar zu sammeln.

3. Verzichten Sie auf parfümierte Sonnencreme oder Parfüm sowie Haarspray und Deos, denn sie enthalten Duftstoffe, die Insekten anziehen.

4. Sind Sie vorsichtig beim Trinken und Essen im Freien, denn Wespen lieben zuckerhaltige Getränke und setzten sich deshalb gern auf Flaschen, Gläser, Tassen und Teller. Verschließen Sie diese im Freien oder decken Sie diese ab.

Anders, als bei Wespen und Bienen  ist es mit Mücken und Bremsen, sie sind Blutsauger und ernähren sich auf diese Weise. Sie können auch Krankheitsüberträger sein. Deshalb  sollten Sie bei Reisen in bestimmte Regionen unserer Erde vorher an einen Impfschutz denken (Malaria).

Aber Vorsicht: Auch in Deutschland sind in der Zwischenzeit die asiatische Tiger- und Buschmücke aufgetreten, so dass die Gefahr besteht, dass Erkrankungen, wie das West-Nil-Fieber in Zukunft auch bei uns auftreten können. Bei dem West-Nil-Fieber handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die durch einen Virus verursacht wird und mit einer Hirn- und Nierenbeteiligung einhergeht.

Gerade jetzt in der Sommerzeit oder in bestimmten Regionen unserer Erde (wasserreiche Gebiete, Sumpflandschaften) ist die Gefahr, von Insekten gestochen zu werden, besonders groß. Die meisten Instektenstiche sind zwar unangenehm, aber harmlos. Jedoch besteht sowohl bei Erwachsenen, als auch bei Kindern die Gefahr einer allergischen Reaktion.

Bei einer Insektengiftallergie kann es durch eine Immunreaktion auf frühere Stiche zu einer Sensibilisierung gekommen sein. Jeder weitere Stich kann damit eine allergische Reaktion auslösen, die von einer Rötung und Schwellung im Stichbereich bis hin zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Atemnot reichen kann und im schlimmsten Fall einen anaphylaktischen Schock auslöst, der lebensbedrohlich ist. Das größte allergische Potential besteht bei Wespenstichen.

Normalerweise reagiert der Körper auf das Insektengift mit einer schmerzhaften Rötung und Schwellung im Stichbereich und einem später einsetzenden lokalen Juckreiz. Abhängig von der Giftmenge können die Symptome in ihrer Stärke variieren.

Was sollte man tun/ nicht tun, wenn es zu einem Stich gekommen ist?

1. sofort kühlenden Umschlag auflegen (feuchtes Tuch, Quarkumschlag/ Gelkompresse/ aufgeschnittene Zwiebeln auflegen bzw. Einstichstelle mit Teebaum-oder Lavendelöl abtupfen)

2. an der Einstichstelle nicht kratzen, nicht drücken/ nicht quetschen!!

3. befindet sich der Stachel/Stichapparat noch in der Haut, sollten Sie versuchen, diesen  mit einer Pinzette vorsichtig zu entfernen

4. beim Auftreten von Übelkeit, Hautausschlag, Schwellungen im Gesicht und Mundbereich, Herzrasen und/oder Schwindel sollten Sie an eine Giftallergie denken und sofort den Notarzt rufen

5. ist eine Insektengift-Allergie bekannt, Notfallset ständig bei sich tragen, um im Notfall schnell ragieren zu können.

Das Notfallset enthält Arzneimittel mit einer abschwellenden Wirkung gegen die allergische Reaktion. Dazu gehören Antihistaminika und Kortison. Eine zum Set gehörende Spritze, die Adrenalin enthält,( Adrenalin ist ein Hormon der Nebennierenrinde mit einer gefäßverengenden Wirkung) soll bei einem drohenden Schock durch Adrenalin ( gefäßverengende Wirkung) der Kreislauf stabilisiert werden.

Antihistaminika sind Wirkstoffe, die den körpereigenen Botenstoff Histamin abschwächen oder sogar aufheben, in dem sie die Histamin-Rezeptoren blockieren. Von Bedeutung sind dabei die Histamin-H1 und H2- Rezeptoren.

6. Mit Hilfe einer sog. Hyposensibilisierung (Desensibilisierung, Allergieimpfung oder spezifische Immuntherapie) können Allergien behandelt werden, die durch Antikörper der Klasse E (IgE) verursacht wurden. Gerade bei Wespenstichallergien sind diese zu 100% erfolgreich.

7. Stichheiler auf die Einstichstelle drücken (Mikrochip, der für einige Sekunden 51 Grad Celsius erzeugt/ Beschwerden gehen danach schnell zurück). Danach kann die Einstichstelle gekühlt werden.

8. Antihistaminika wie Fenistil, Soventol, Azaron, Doctan etc. auf den Stichbereich auftragen.

Ein umfangreiches Sortiment an schnell wirksamen Arzneimitteln, die lokal auf den Stichbereich aufgetragen werden müssen, finden Sie in unserem Shop.

Sollten Sie Fragen zu diesem Thema haben, dann rufen Sie einfach an. Unser apofuchs24- Team berät Sie gerne.

 

 

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