Salbei-Altbewährtes aus der Natur

Steht bei Ihnen ein Töpfchen Salbei auf der Fensterbank?

Nein, dann sollten Sie es schnellsten tun, denn Salbei ist nicht nur ein hervorragendes Küchengewürz, sondern auch eine altbewährte Heilpflanze.

Salbei (salvare-lat. =heilen) kam bereits in der Antike als Heilpflanze zum Einsatz. Ihr Artenreichtum ist so groß, dass weltweit ca. 900 verschiedene Salbeisorten bekannt sind.

Mönche waren es, die in der Zeit des Mittelalters den Salbei über die Alpen zu uns brachten und ihn in den Klosterküchen als Küchengewürz und Heilpflanze einsetzten.

Sie stellten aus Honig, Apfelessig und Salbei einen Sirup her, den sie vorwiegend bei Erkältungen, Husten, Heiserkeit, bei starkem Schwitzen sowie Hals- und Zahnfleischentzündungen erfolgreich zum Einsatz brachten.

Auch heute kommt Salbei bei diesen Erkrankungen zum Einsatz. Dabei sind es die Blätter, die über eine Arzneiwirkung verfügen.

Worauf beruht diese Wirkung?

Die Salbeiblätter enthalten ätherische Öle wie Thujon und Kampfer sowie Gerbstoffe (Rosmarinsäure) sowie Bitterstoffe (Carnosol) und Flavonoide.

Die Gerbstoffe haben eine zusammenziehende Wirkung auf die Schleimhaut von Mund- und Rachenraum. Dadurch können Krankheitserreger wie Bakterien und Viren nicht weiter eindringen und die entzündete Schleimhaut heilt ab.

Was ist bei der Anwendung zu beachten?

1. Verwenden Sie Salbei nur für kurze Zeit, also nur so lange Sie erkältet sind oder eine der anderen Indikationen besteht.

Längere Einnahmen können zu Vergiftungserscheinungen durch das Vorhandensein von Thujon führen. Thujone sind Nervengifte, die zu Schwindel, Verwirrtheit, epileptischen Anfällen und Halluzinationen führen können.

2. Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere und Stillende sollten keinen Salbei zu sich nehmen.

Bei Säuglingen und Kleinkindern ist zu beachten, das Salbei nicht  im Bereich von Mund und Nase zum Einsatz kommt, da es zur Atemnot führen kann.

3. Verwenden Sie Salbeiöl nur in verdünntem Zustand, da ansonsten Haut- und Schleimhautreizungen auftreten können.

4. Auch bei Asthmatikern ist Vorsicht geboten. Klären Sie mir ihrem Arzt ab, ob Sie Salbeiprodukte anwenden sollten. Zu vermeiden ist auf jeden Fall eine Inhalation mit ätherischen Ölen, da diese einen Asthmaanfall auslösen können.

5.  Sie können Salbei als Gurgellösung oder Tee sowie als Lutschbonbon verwenden.

Gurgeln Sie 6 bis 8 mal am Tag oder trinken Sie 3 Tassen Salbeitee täglich. Verwenden Sie dabei 2 Teelöffel pro Tasse.

Leiden Sie unter starkem Schwitzen., dann sollten Sie, vorausgesetzt, dass durch Ihren Hausarzt abgeklärt wurde, dass keine andere Ursache dafür vorliegt,  ca.30 Tage eine Trinkkur mit Salbeitee durchführen.

Haben Sie Fragen zu dieser Naturmedizin, dann wenden Sie sich an das pharmazeutische Fachpersonal Ihrer Apotheke vor Ort. Dort werden Sie mit Sicherheit fachkundig beraten.

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Wechselwirkung mit Medikamenten-Welche Lebensmittel sind ein Risiko?

Wer kennt ihn nicht, den oft aus Sicht des Verbrauchers viel zu langen Beipackzettel, der jeder Arzneiverpackung beiliegt und von vielen Patienten nur oberflächlich oder gar nicht gelesen wird. Nicht wenige Patienten nehmen das Arzneimittel, dass sie von ihrem Arzt verschrieben bekamen, erst gar nicht ein, weil sie die Aufzählung der vielen möglichen Nebenwirkungen einfach erschreckt und sie Angst davor haben, das solche Nebenwirkungen bei ihnen auftreten könnten.

Konsequenz ist, dass alljährlich Millionen von Arzneiverpackungen einfach im Müll landen.

Brauchen wir den Beipackzettel?

Die Richtlinie 2001/83 EG vom 6. November 2001 des Europäischen Parlaments und nachfolgende Richtlinien regeln für die Länder der Europäischen Union eine Vielzahl von Festlegungen, die ein Beipackzettel für jedes Arzneimittel zu enthalten hat.

Dazu gehört u.a. der Arzneimittelname, die Darreichungsform, die Zusammensetzung (Arzneistoff, Trägerstoff) , Hinweise für welche Personengruppe das Medikament geeignet ist (Säuglinge, Kinder, Erwachsene), die Stärke und mögliche Nebenwirkungen.

Der Sinn des Beipackzettels besteht u.a. darin, Patienten mit Informationen zu versorgen, was bei der Einnahme des Medikamentes zu beachten ist, damit insbesondere Nebenwirkungen vermieden werden können. Dazu gehört auch der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel, da es bei ihrem Konsum zu einer  Wechselwirkung mit dem eingenommenen Medikament kommen kann.

Nach Einschätzung des deutschen Apothekerverbandes  reagieren ca. 315 Arzneistoffe auf bestimmte Lebensmittel. Diese Arzneistoffe sind in den 5000 der am meisten verordneten Medikamente enthalten. Das bedeutet, dass es bei ca. 12,5% dieser Medikamente zu Nebenwirkungen kommen kann, weil Hinweise auf den Verzicht  bestimmter Lebensmitteln während der Zeit der Medikamenteneinnahme einfach nicht beachtet werden.

Bei welchen Arzneimittelgruppen ist besondere Vorsicht geboten?

1. Antidepressiva:

Unabhängig davon, ob Sie Johanniskrautpräparate, Trizyklische Antidepressiva, Wiederaufnahmehemmer (SSRI, SNRI, SSNRI), Monoamino-Oxidase-Hemmer (MAO-Hemmer) einnehmen, Sie sollten während dieser Zeit unbedingt auf den Genuss von Wein (besonders Chianti), Sauerkraut, weiße Bohnen, Salzheringe und Käse verzichten.

Besonders beim Verzehr von Käse zusammen mit MAO-Hemmern kann es zu einer lebensgefährlichen Blutdruckerhöhung -einer sog. hypertensiven Krise (Cheese Effect) kommen, bei der auch die Gefahr einer Hirnblutung besteht.

Was ist der Grund?

Durch Antidepressiva soll die Konzentration von Serotonin, Noradrenalin und Dopamin (Botenstoffe) im Gehirn erhöht werden, um bei dem Betroffenen eine stimmungs-aufhellende Wirkung zu erzielen. Bei gleichzeitigem Verzehr bestimmter eiweiß- und tryaminhaltiger Lebensmitteln kommt es jedoch zur Anhäufung von Tryamin, da dessen Abbau gestört wird. Grund dafür ist, da das für den Abbau erforderliche Enzym (Monoaminooxidase) gehemmt wird.

Tryamin ist ein biogenes Amin, dass bei der Zersetzung von Eiweiß (Tryosin) im Körper entsteht und in einer Vielzahl von  Lebensmitteln enthalten ist.

2.Antihypertensiva (blutdrucksenkende Medikamente)

Bei der Einnahme von Arzneimitteln, die eine blutdrucksenkende Wirkung haben, sollte unbedingt auf den Verzehr von Grapefruit(-saft) und Bitterorangen (Konfitüren, Marmeladen)  verzichtet werden.

Grund dafür ist, das Flavonoide (Pflanzenfarbstoffe), die in diesen Früchten vorkommen, die Wirkung um ca. 30% verstärken können und damit einen Blutdruckanstieg verursachen.

Besondere Vorsicht ist bei Medikamenten mit dem Wirkstoff Nifedipin geboten.

Nifedipin ist ein sog. Calciumantagonist, der die glatte Muskulatur in den arteriellen Blutgefäßen erweitert und so eine blutdrucksenkende Wirkung bewirkt. Beim gleichzeitigen Genuss von Pampelmusen kommt es zu einem starkem Blutdruckabfall mit Kopfschmerzen und Herzrasen.

3. Antihistaminika (Histamin-Rezeptorblocker),

sind Arzneimittel, die die Wirkung des körpereigenen Histamins (Gewebehormon) abschwächen oder aufheben.

Histamin spielt bei allergischen Reaktionen in unserem Körper eine bedeutende Rolle und ist bei der Abwehr von körperfremden Stoffen (Immunreaktionen) von Bedeutung.  

Antihistaminika werden bevorzugt zur Therapie von Allergien eingesetzt. Bei gleichzeitiger Einnahme von verschiedenen Antihistaminika und dem Verzehr von Grapefruit kann es zu Herz-Rhythmus-Störungen kommen.

4. Antibiotika Antibiotika

sind Arzneistoffe, die das Wachstum von Mikroorganismen (Bakterien) hemmen oder diese abtöten.

In verschiedenen Antibiotika sind sog. Gryasehemmer enthalten.

Gryasehemmer sind chemische Verbindungen, die die Aktivität von Gryase-Enzymen bremsen oder verhindern. Beim Genuss von Kaffee, Tee oder Cola, bei gleichzeitger Einnahme von Antibiotika kommt es zur Anhäufung von Koffein, da sein Abbau gestört wird und damit starke Erregungszustände, Schlafstörungen und Herzrasen die Folge ist.

Vorsicht: Nehmen Sie Ihr Antibiotikum nur mit Wasser und nicht mit eiweiß- oder koffeinhaltigen Getränken ein!

5. Diuretika

Diuretika haben eine entwässernde Wirkung. Bei der Harnausscheidung werden jedoch nicht nur Wasser, sondern auch Elektrolyte (Kalium, Calcium etc.) mit ausgeschieden. Wird bei der Einnahme von Diuretika gleichzeitig Lakritze (Süßholz) zu sich genommen, kommt es zu einem starken Kaliumverlust. Kalium ist ein Alkalimetall und ist in unserem Körper an wichtigen physiologischen Prozessen beteiligt. So beeinflusst es die Bioelektrizität der Zellen und hat somit Einfluss auf das Reizleitungssystem des Herzens.

Der hohe Kaliumverlust beim Genuss von Lakritze bei gleichzeitiger Einnahme von Diuretika basiert auf der Wirkung von Glycyrrhizin, dem Hauptinhaltsstoff der Lakritze, der einen Einfluss auf den Mineralocorticoidstoffwechsel unseres Körpers hat.

Mineralocorticoide sind Hormone der Nebennierenrinde (Aldosteron), die die Rückresorption von Natrium in der Niere steigern und die Kaliumausscheidung erhöhen. Da Natrium immer an Wasser gebunden ist, wird bei einer Steigerung der Natriumrückresorption auch vermehrt Wasser im Körper gebunden, was die  Ödementstehung begünstigt.

Ödeme sind vermehrte Wassereinlagerungen im Gewebe. Neben dem hohen Kaliumverlust kommt es auch zu einem erhöhten Blutdruck.          

6. Antiasthmatika

Antiasthmatika sind Arzneimittel, die zur Behandlung bei Patienten mit Asthma bronchiale zum Einsatz kommen und eine bronchialerweiternde Wirkung haben. Diese Wirkung beruht auf dem Vorhandensein von Theophyllin, einem Purinalkaloid (Inhaltsstoff verschiedener Pflanzen wie Tee, Kaffee).

7. Antianämika

Antianämika sind Arzneimittel, die bei einer Anämie (Blutarmut) eingesetzt werden. Dazu gehören auch Arzneimittel, die den oft niedrigen Eisenspiegel regulieren sollen. Eisen wird in unserem Körper zur Produktion von roten Blutzellen (Erythrozyten) im Knochenmark benötigt. Bei einem Mangel an Eisen kommt es zur Störung der Erythrozytenproduktion (Mangel), der sich in Form einer Anämie äußert. Typische Symptome einer Anämie sind u.a., Müdigkeit und mangelnde Leistungsfähigkeit, da durch den Mangel an Eisen der Sauerstofftransport über das Blut in die Körperzellen gestört ist. Dort wird der Sauerstoff zur Produktion von Energie benötigt.

Zur Behandlung von Eisenmangelanämien werden eisenhaltige Arzneimittel verabreicht. Werden diese zusammen mit Koffein (Kaffee oder Tee ) eingenommen, so erfolgt eine Bindung der sich Eisenionen an die Gerbsäure dieser Getränke. Die Folge ist, dass das Eisen wieder ausgeschieden und nicht, wie beabsichtigt, vom Darm ins Blut resorbiert wird.

Beachte: Bei Einnahme (Schwangere) von eisenhaltigen Arzneimitteln unbedingt mindestens 2 Stunden vor oder nach der Einnahme keinen Tee oder Kaffee trinken!

Diese und viele andere Hinweise finden Sie auf dem Beipackzettel des Arzneimittels, dass Ihnen Ihr Arzt verordnet hat. Damit es richtig wirken kann, raten wir Ihnen, die dortigen Hinweise, auch wenn der Beipackzettel noch so lang ist, gründlich durchzulesen. Sie helfen sich damit, schneller wieder gesund zu werden und damit Ihre Lebensqualität zu erhöhen.

Sollten Sie Rat und Hilfe brauchen, das Team von apofuchs24 ist gern für Sie da. Rufen Sie einfach an.

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Wenn die Nacht zum Tag wird-Schlafstörungen -Was tun?

Ein ruhiger und erholsamer Schlaf ist lebensnotwendig.

Weshalb ist das so?

Weil während des Schlafens, besonders in der Tiefschlafphase, viele Wachstumshormone ausgeschüttet werden, die u.a. eine große Bedeutung für die Stärkung unseres Immun-systems und die Zellregeneration haben. Während des Schlafens entspannt unser Körper und wir werden auf die Anstrengungen des nächsten Tages vorbereitet.

Es ist aber ein Irrtum zu glauben, das im Schlaf unser Körper und Geist ruht. Er ist auch in der Nacht im Dauerbetrieb. So verbrauchen wir in der Nacht, abhängig von der jeweiligen Schlafphase,  ca.ein Drittel unserer Energie.

Welche Schlafphasen gibt es?

Abhängig von der Schlafdauer durchläuft unser Körper mehrere Schlafphasen und das vier bis sechs Mal pro Nacht bzw. bei Schichtarbeitern, die nachts arbeiten und tagsüber schlafen auch während des Schlafens am Tag.

In aller Regel dauert ein Schlafzyklus ca. 90 Minuten.

Es wird zwischen dem REM-Schlaf (Rapid-Eye-Movement) und dem Non-REM-Schlaf unterschieden. Bei dem Non-REM-Schlaf wird nochmals in den Leicht- und Tiefschlaf unterteilt.

Im ersten Schlafzyklus ist die Tiefschlafphase ausgesprochen lang, während die Phase des REM-Schlafes kurz ist. Dieser Zyklus ändert sich im Laufe der Nacht. Es ist bis heute nicht bekannt, weshalb das so ist.

Wie ist das Schlafverhalten der Deutschen?

Nachweislich schlafen die Deutschen zu wenig. Grund dafür sind nicht selten die Medien. Die Menschen gehen zu spät ins Bett, da sie viel zu oft zu lange fern sehen, müssen aber in aller Regel früh wieder aufstehen. Oft aufgeputscht von dem, was sie im Fernsehen gesehen oder am Tag erlebt haben, wälzen sich dann viele unruhig im Bett umher oder können einfach nicht einschlafen.

Die Ursachen von Schlafstörungen  können aber sehr vielfältig sein. Nicht selten spielen organische Erkrankungen (Schmerzen, die nicht einschlafen lassen), aber auch psychische Faktoren (Prüfungsangst, Trauer, Stress etc.) und auch Medikamente eine Rolle.

Nach Informationen des Robert-Koch-Institutes leidet ca. ein Viertel aller Erwachsenen an Schlafstörungen und mehr als 10% der Menschen schätzen ein, dass ihr Schlaf nicht erholsam ist.

Was landläufig als Schlafstörung bezeichnet wird ist die sog. Insomnie, also eine Ein- und Durchschlafstörung.

Kennzeichen dieser Störung sind, dass die Betroffenen schwer ein- und durchschlafen oder sehr früh, bereits bevor der Wecker klingelt, wieder wach sind.

Wer über einen  Zeitraum von einem Monat in mindestens drei Nächten pro Woche nicht gut schläft und sich am darauffolgenden Tag dadurch beeinträchtigt fühlt, sollte auf jeden Fall einen Arzt konsultieren.

Schlafstörungen können von den Betroffenen wie eine Folter empfunden werden.

 

Wie viel Schlaf benötigt man?

Studien haben ergeben, dass der Schlafbedarf individuell sehr unterschiedlich ist. Reicht der eine mit 5 Stunden Schlaf täglich aus, um am nächsten Tag entspannt zu sein, so benötigt ein anderer 9 Stunden, um den gleichen Effekt zu haben.

Säuglinge schlafen durchschnittlich 16 Stunden am Tag.

Welche Folgen haben Schlafstörungen?

1. Konzentrationsstörungen,

2. hoher Blutdruck,

3. Erschöpfungszustände, man fühlt sich unausgeschlafen,

4. Stimmungsschwankungen,

5. Aufmerksamkeitsdefizite,

6. Sekundenschlaf,

7. körperliche Beschwerden wie Kopf- und Magenschmerzen

können Folge eines chronischen Schlafmangels sein.

 

Was können Sie tun, um besser schlafen zu können?

1. Sorgen Sie für die richtige Zimmertemperatur (18 Grad) im Schlafzimmer und verdunkeln Sie es.

2. Sorgen Sie für Ruhe in Ihrem Schlafzimmer. Schließen Sie das Schlafzimmerfenster, sollte sich Ihr Schlafzimmer an einer verkehrsreichen Straße befinden und öffnen Sie dafür lieber die Schlafzimmertür, um gerade in kleinen Räumen den Sauerstoffbedarf besser decken zu können. Der Sauerstoffbedarf ist in der Nacht hoch. Lüften Sie deshalb vor dem Schlafengehen das Schlafzimmer.

3. Warme Füße und evtl. eine Wärmflasche (gerade im Winter) lassen Sie besser einschlafen.

4. Beachten Sie, falls Sie Wärmedecken verwenden wollen, dass diese zur Überhitzung führen können und der Schlaf dadurch beeinträchtigt werden kann.

5. Trinken Sie vor dem Schlafengehen eine Tasse warme Milch oder einen Tee aus Baldrian, Lavendel, Hopfen, Melisse oder Passionsblume, die eine beruhigende Wirkung haben und Sie so schneller einschlafen lassen.

6. Sorgen Sie für eine richtige Matratze in Ihrem Bett.

7. Stört Ihr Schlafpartner durch lautes Schnarchen, sollten Sie langfristig überlegen, getrennt zu schlafen.

8. Entspannen Sie sich vor dem Schlafengehen.

9. Sollten Sie zunächst ohne Schlafmittel nicht auskommen, verwenden Sie nach Möglichkeit pflanzliche Schlafmittel, aber nicht länger als zwei Wochen.

10. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker Ihren Medikationsplan, um herauszufinden, ob evtl. andere Medikamente bei Ihnen zu Schlafstörungen geführt hat.

11. Lassen Sie sich beraten, welche Medikamente Sie einnehmen sollten, um besser schlafen zu können.

12. Analysieren Sie selber und erstellen Sie ein Schlafprotokoll, um herauszufinden, welche Ursachen bei Ihnen zu Schlafstörungen führen.

Wir wünschen Ihnen allzeit einen wohltuenden und erholsamen Schlaf. Sollten auch Sie unter Schlafstörungen leiden, dann ist das Team von apofuchs24 gerne für Sie da, um mit unserem Rat Ihnen zur Besserung zu verhelfen.  Rufen Sie uns einfach an.

 

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Kaffeekohle- ein Schatz aus der Natur

Bereits 1558 wird die Kaffeepflanze in medizinischen Werken Europas erwähnt. Auch die Wirkung des in den Kaffeebohnen enthaltenen Coffeins (auch Koffein, Tein oder Thein) wurde in der Literatur umfangreich beschrieben.

Auf Anregung von J. W. von Goethe, der als Kaffeeliebhaber bekannt war,   untersuchte der Apotheker und Chemiker Friedlieb Ferdinand Runge an der Jenaer Universität Kaffeebohnen  und entdeckte 1820 das Coffein. Seither wurde durch zahlreiche Studien die Wirkung des Coffein auf den menschlichen Körper nachgewiesen ( stimuliert das ZNS, steigert den Blutdruck, stimuliert die Muskeltätigkeit, erweitert die Blutgefäße und Bronchien, regt die Verdauung an, steigert die Harnausscheidung/Diurese u.a.).

Was aber ist Kaffeekohle (Coffeae carbo)?

Bei der Kaffeekohle handelt es sich um ein Pulver, dass durch starkes Rösten von grünen getrockneten Kaffeefrüchten der unterschiedlichsten Kaffeesorten, die anschließend Vermalen werden, entsteht. Das dabei entstandene Pulver verfügt über eine große Oberfläche, die von medizinischer Bedeutung ist.

August Gustav Heisler (1881-1953) deutscher Landarzt in Königsfeld/ Schwarzwald, begründete mit Hilfe von Albert Schweitzer 1924 nicht nur die Stiftung “Geistige Nothilfe“, eine Privatinitiative, die sich das Ziel stellte, die Kunst und vor allem die Künstler zu unterstützen, sondern auch die sog. Heisler’sche Apfeldiät. Ihm ist es außerdem zu verdanken, dass die Kaffeekohle in den medizinischen Alltag Einzug hielt.

Von der Wirkung der Kaffeekohle hatte Heisler von einem Patienten erfahren, der im arabischen Raum unterwegs war und dort schwer erkrankte. Dank des schnellen Einsatzes der Kaffeekohle konnte er auf seiner Reise schnell wieder genesen. Heislers Faszination war so groß, dass er in der Folge selber Kaffeekohle (carbo Königsfeld) herstellte und sie im medizinischen Alltag kontinuierlich einsetzte.

Der Bitte seines Freundes Albert Schweitzer folgend, der als Arzt im Urwaldhospital in Lambarene/Afrika tätig war, schickte er regelmäßig Kaffeekohle, damit auch seinen Patienten bei den unterschiedlichsten Erkrankungen geholfen werden konnte.

Unter dem Namen carbo Königsfeld ist auch heute noch die Kaffeekohle in jeder Apotheke als Pulver oder Tablette erhältlich.

Welche Wirkung hat Kaffeekohle?

1. adsorbierende (aufsaugende) Wirkung. Auf diese Weise können im Darm u.a. Toxine (Gifte), Gärungsprodukte und überschüssige Flüssigkeit an die Kaffeekohle gebunden und somit ausgeschieden werden.

Auch die Aufnahme von Viren, Bakterien und Pilzen, die sich im Darm aufhalten und zu Störungen führen können ist auf diese Weise möglich.

2. Kaffeekohle hat auch eine adstringierende (zusammenziehende) Wirkung auf die Darmschleimhaut. Dadurch entsteht ein Schutzfilm, der die Produktion von über-schüssiger Flüssigkeit verhindert.

3. antiphlogistische (entzündungshemmende) Wirkung. Diese Eigenschaft hilft nicht nur bei Entzündungen des Darmes wie z.B. der Divertikulitis, Enteritis,  sondern auch bei entzündlichen Prozessen, die auf  eine Toxinwirkung zurück zu führen ist und andere Organbereiche betrifft.

4. entblähende Wirkung (Bekämpfung des Meteorismus -Gasbildung)

 

Mit welchen anderen Pflanzenextrakten kann Kaffeekohle kombiniert werden?

Empfehlenswert ist eine Kombination der Kaffeekohle mit Kamille und Myrrhe.

 Kamille gehört zu den ältesten Heilmittel überhaupt und überzeugt durch seine entzündungshemmende, wundheilungsfördernde, entblähende, entkrampfende und wachstumshemmende Wirkung von Bakterien und Pilzen.

Von der Myrrhe liegen wissenschaftliche Erkenntnisse vor, die die desinfizierende, entzündungshemmende, adstringierende und pilzhemmende Wirkung nachweisen.

Bedingt durch die optimale Wirkstoffzusammensetzung gehört diese Kombination therapiebegleitend  zu den Mitteln der Wahl bei der Behandlung von Patienten mit Reizdarmsyndrom, Morbus Crohn sowie Colitis ulcerosa.

Bitte beachten Sie folgenden Hinweis:

Sollten Sie andere Medikamente einnehmen müssen, kann, auf Grund des starken Bindungsvermögens der Kaffeekohle, die Aufnahme dieser Medikamente beeinträchtigt werden.

Haben Sie dazu Fragen? Wir, das Team von apofuchs24, beraten Sie gerne. Rufen Sie einfach an, wir freuen uns, Ihr fachlicher Berater zu sein.

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Masern- Wie gefährlich sind sie?

Bei den Masern (Morbilli) handelt es sich um eine Virusinfektion, die durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Dabei gelangen die Erreger über die oberen Atemwege in den Körper.

Bereits während der Inkubationszeit (Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung) von ca. 10 Tagen, fällt bei den Infizierten meist eine Schläfrigkeit und Appetitlosigkeit auf.

Welche Symptome sind typisch für eine Masernerkrankung?

Die Erkrankung verläuft in drei Stadien:

1. Stadium -Prodromalstadium (3-5 Tage):

Hier kommt es zum 1. Fieberanstieg und die Erkrankung wird oft mit einem grippalen Infekt verwechselt. Typisch sind eine Bronchitits mit Husten, Rhinitis (Schnupfen)  und eine Konjunktivitis (Bindehautentzündung), die mit einer Lichtscheue einhergeht. An der Innenseite der Wangenschleimhaut zeigen sich sog. Koplik’sche Flecke (weißliche Stippchen mit leicht gerötetem Hof), die sich nach ca. 2-3 Tagen zurückbilden.

2. Stadium-Exanthemstadium:

Das Fieber geht anfänglich zurück, um danach wieder anzusteigen (2. Gipfel). Am 3.-7. Erkrankungstag zeigt sich das typische makulopapulöse Masernexanthem. Dabei handelt es sich um eine großfleckigesim Gesicht und hinter den Ohren beginnendes hellrotes Exanthem, dass sich über den Körperstamm und die Extremitäten ausbreitet.

3. Stadium-Rekonvaleszensstadium :

Patienten haben für ca. 6 Wochen ein geschwächtes Immunsystem und sind damit anfällig für andere Erkrankungen. Die Haut beginnt sich abzuschuppen (ohne Hände und Füße).

Wie sind die Impfempfehlungen der Stiko?

Angesichts der Gefährlichkeit der Erkrankung plädieren Mediziner für eine Impfpflicht in Deutschland.

Leider ist es in Deutschland derzeit aber  so, dass trotz der Empfehlungen der Stiko (Ständige Impfkommission) in jedem Landkreis durchschnittlich ca. 435 Zweijährige nicht vollständig und 65 Zweijährige gar nicht gegen Masern geimpft sind. Die größten Probleme treten dabei in Ballungsgebieten wie Berlin, München, Leipzig, Dresden, Köln und Hamburg auf.

Dieses Problem beruht einerseits auf der Unkenntnis der Eltern über das Krankheitsbild  aber auch auf der Skepsis gegenüber der Impfung. Skeptiker befürchten, dass durch viele Impfungen das Immunsystem der Kinder überfordert wird und es zu unkalkulierbaren Nebenwirkungen kommt.

Um das zu entkräften hat das Berliner RKI (Robert-Koch-Institut) eine Liste mit Antworten auf die 20 häufigsten Fragen zusammengestellt. (http://bit.ly/2jbIhHu)

Die Stiko empfiehlt eine erste Masernimpfung im Alter von 11 bis 14 Monaten und eine zweite zwischen dem 15. und 23. Monat.

Das RKI schlägt angesichts der Anzahl der akuten Masernfälle und der unzureichenden Durchimpfungsrate  Alarm und warnt vor den Gefahren der Erkrankung.

Das Problem der großen Impflücke beruht auch daher, dass für die Jahrgänge 1973 bis 2001 nur eine Impfung vorgeschrieben war. Deshalb rät das RKI allen, die nach 1970 geboren wurden, diese Lücke zu schließen.

Warum sind Masern so gefährlich?

Masern gehören zu den ansteckendsten Krankheiten. Nur eine Immunität kann vor dieser Erkrankung schützen. Immun ist aber nur derjenige, der geimpft ist oder bereits eine Erkrankung durchgemacht hat. Nach überstandener Erkrankung besteht eine lebenslange Immunität.

Gefährlich sind die Masern deshalb, weil sie mit schweren Komplikationen einhergehen kann.

Diese sind:

1. Otitis media (Mittelohrentzündung)

2. Masernpneumonie (Lungenentzündung)

3. Masernenzephalitis (Hirnhautentzündung)

Die Masernenzephalitis gehört zu den gefährlichsten Komplikationen. Sie ist fortschreitend, kann auch mit den heutigen medizinischen Möglichkeiten nicht  gestoppt werden und endet tödlich..

Zu Beginn fällt bei dieser Komplikation auf, das die Betroffenen vergesslich und unkonzentriert sind, dann kommt oft nach Jahren zu Veränderungen der Persönlichkeit, die auf bestehende Schädigungen des ZNS (Zentralnervensystem) hinweisen.

 Wie können Masern behandelt werden?

Die Behandlung der Masern erfolgt symptomatisch.

Im wesentlichen besteht sie aus einer guten Pflege der Erkrankten, die sowohl in Bettruhe mit fiebersenkende Maßnahmen, als auch einer gute Körperpflege (kühlende Waschungen) und einer leichtverdaulichen, vitaminreichen Kost besteht.

Andere Symptome, wie Husten, Schnupfen, Bindehautentzündung können medikamentös behandelt werden.

Wir, das Team von apofuchs24 helfen Ihnen dabei gerne,  das richtige Medikament zu finden. Rufen Sie uns einfach an, wir beraten Sie gerne.

Für die Veröffentlichung dieses  kurzen und hoffentlich verständlichen Beitrages haben wir uns entschieden, weil wir es als unsere Pflicht betrachten über dieses Krankheitsbild  aufzuklären. Wir wollen mithelfen, weil aus unserer Sicht Impfschutz nicht nur wichtig, sondern lebensrettend sein kann.

Bitte bedenken Sie bei Ihrer Entscheidung, pro oder kontra Impfung, dass unsere Kinder nicht  die Wahl  haben, darüber entscheiden zu können, ob sie geimpft werden wollen oder nicht.

Ihre Gesundheit und die Ihrer Kinder liegt in Ihren Händen.

 

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Depression-Let’s talk-Weltgesundheitstag 2017

Seit nunmehr 69 Jahren wird weltweit am 07. April der Weltgesundheitstag (World Health Day) begangen.

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation), eine Spezialorganisation der Vereinten Nationen (UN) und gleichzeitig Koordinationsbehörde für das internationale  öffentliche Gesundheitswesen erinnert mit diesem Tag an ihre Gründung im Jahre 1948 und rückt damit alljährlich ein aktuelles Gesundheitsthema in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit.

In diesem Jahr ist es das Thema Depression, das der WHO so wichtig erscheint, dass sie sich dafür entschieden hat.

Diesjähriges Ziel der WHO ist es, die Öffentlichkeit und damit vor allem Betroffene, ihre Familien, Freunde, Kollegen und Nachbarn besser über das Krankheitsbild der Depression , ihre Ursachen, Symptome,  Prophylaxe- und Therapiemöglichkeiten, aber auch über die Gefahren und damit über das bestehende Suizidrisiko zu informieren und ihnen Hilfsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Depressionen stellen international ein großes gesundheitliches und damit auch gesellschaftliches Problem (Arbeitsunfähigkeit, Frühverrentung) dar.

Etwa die Hälfte der durchgeführten Suizide gehen ursächlich auf Depressionen zurück. Depressionen können in jedem Lebensalter, so auch bei Kindern und Jugend-lichen auftreten.

Gerade jüngere Generationen scheinen nach derzeitiger Datenlage dafür besonders gefährdet zu sein.

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass Frauen und Mädchen häufiger betroffen sind als Männer und Jungs (2:1). International, so auch in Deutschland, wird in den zurück liegenden Jahren ein Anstieg dieser Erkrankungsgruppe beobachtet.

Wissenschaftler nehmen einerseits an, dass die Verbesserung der diagnostischen Verfahren ursächlich eine Rolle spielt. Andererseits werden aber gesellschaftliche Faktoren für den Anstieg verantwortlich gemacht.

Was ist eine Depression?

Die Depression (lat.deprimere= “niederdrücken”) stellt eine psychische Störung dar, die bei den Betroffenen länger anhält, Krankheitswert hat und damit einer unbedingten Behandlung bedarf.

Bei einer Depression kommt es zu Störungen des Hirnstoffwechsels bei der das Gleichgewicht zwischen den Neurotransmittern (Botenstoffe)  Serotonin (Gewebehormon) und Noradrenalin (Hormon des (Nebennierenmarkes) gestört ist.

Differentialdiagnostisch wird zwischen Depressionen und psychischer Verstimmung unterschieden. Sie wird  umgangssprachlich als depressiv bezeichnet, ist aber keine Depression, da sich ihr Zustand spontan ändern kann und in der Regel kein Behandlungsbedarf besteht.

Was können Anzeichen für eine Depression sein?

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) empfiehlt, zum Zweck der Diagnosestellung zwischen drei Haupt- und sieben Zusatzsymptomen zu unterschieden.

Dabei sind die Hauptsymptome:

1. Antriebsmangel, starke Ermüdbarkeit, Antriebslosigkeit, die soweit gehen kann, dass einfache Tätigkeiten des täglichen Lebens nicht mehr verrichtet werden können.

2. Freudlosigkeit, Interessenverlust

3. depressive Verstimmung (anhaltende innere Leere)  

Nebensymptome sind:

1. Schlafstörungen

2. Suizidgedanken-oder Suizidhandlungen, da das Leben als völlig sinnlos empfunden wird.

3. Konzentrationsstörungen/Aufmerksamkeitsdefizite

4. vermindertes Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl

5. pessimistische Grundhaltung (Bagatellen werden überbewertet)

6. Minderwertigkeitskomplexe

7. Appetitlosigkeit/verminderter Appetit

Zu den psychischen Krankheitszeichen gesellen sich häufig auch körperliche Beschwerden.

Sie umfassen u.a.:

1. Störungen des Biorhythmus, meist einhergehend mit frühmorgendlichem Erwachen.

2. innere Unruhe

3. Gewichtsabnahme oder “Kummerspeck”

4. Verlust, sich freuen zu können

5. Libidoverlust (fehlendes sexuelles Interesse)

6. Morgendliches Tief ( meist bessert sich tagsüber die Stimmung)

7. Bewegungshemmung

8. Emotionsverlust

Welche diagnostischen Möglichkeiten gibt es?

Zum Zweck der Diagnosestellung reichen in der Regel nur zwei Fragen (Zwei-Fragen-Test) aus, um mit großer Wahrscheinlichkeit (96%) Hinweise auf eine Depression erhalten zu können:

1.”Hatten Sie im letzten Monat weniger Freude an Dingen, die Sie ansonsten gern tun”?

2. Fühlten Sie sich im letzten Monat häufig niedergeschlagen, hoffnungslos, traurig”?

Neben dem Zwei-Fragen-Test empfiehlt die WHO den WHO-5-Wohlbefinden-Index (WHO-Five-Well-Being-Index) zur Diagnosestellung zum Einsatz zu bringen, um das individuelle Wohlbefinden des Betroffenen zu erfassen. Dabei handelt es sich um ein spezielles Screeningverfahren, bei dem mit Hilfe eines Fragebogens spezielle Daten erfasst werden.

Welche Schweregrade werden unterschieden?

Fachleute unterscheiden zwischen:

1. leichter Depression, wenn zwei Haupt- und zwei Zusatzsymptome auftreten

2. mittelschwerer Depression, wenn zwei Haupt- und drei bis vier Zusatzsymptome vorhanden sind

3. schwerer Depression, wenn drei Haupt- sowie fünf oder mehr Zusatzsymptome auftreten.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Die Therapie der Depression richtet sich nach seinem Schweregrad. Bei leichten Verläufen reicht meist eine ambulante Psychotherapie aus. Bei mittelschweren und schweren Depressionen ist eine stationäre Behandlung in einer psychiatrischen Klinik erforderlich.

Die Therapie von Depressionen gehört in die Hand der Fachleute, des Psychiaters und des Psychologischen Psychotherapeuten bzw. bei Kindern, des Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeuten.

Grundsäulen der Therapie sind:

1. Behandlung mit Antidepressiva

Antidepressiva bewirken, dass die Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin im Gehirn wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Ihre Wirkung (antriebssteigernd, angstdämpfend, stimmungsaufhellend) setzt erst nach Wochen ein, deshalb ist Geduld geboten.

Anfängliche Nebenwirkungen wie Sehstörungen, vermehrter Harndrang, Verstopfung, Mundtrockenheit und Herzrhythmusstörungen verschwinden meist während der Langzeittherapie (vier bis sechs Monate) wieder.

Bei der Behandlung mit Antidepressiva können nachfolgende Medikamentengruppen zum Einsatz kommen:

1. Johanniskrautpräparate (nur bei leichter Depression sinnvoll)

2. Neuroleptika ( haben eine beruhigende Wirkung, sinnvoll erscheint ihr Einsatz , wenn Patienten über Angstzustände klagen)

3. Trizyklische Antidepressiva

(kommen heute seltener zum Einsatz, da Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit, Obstipation/Verstopfung und Müdigkeit nicht selten sind)

4. Wiederaufnahmehemmer ( sie verstärken die Wirkung des körpereigenen Serotonins und Noradrenalins)

5. Monoamino-Oxidase-Hemmer (MAO-Hemmer)

Vorsicht! Bei der Einnahme von Vertretern dieser Medikamentengruppe muss der Patient unbedingt auf bestimmte Lebensmittel ( Fisch, Nüsse, Käse, weiße Bohnen, bestimmte Obstsorten-Bananen, Ananas, Feigen, Rosinen, Sauerkraut, Wein, besonders Chianti, Salzheringe) verzichten, da es zu einem gefährlichem Blutdruckanstieg mit lebensgefährlichen Hirnblutungen kommen kann .

2. Psychotherapie,

insbesondere der kognitiven Verhaltenstherapie (belastende Gedankenken/Gefühle überwinden)

Diese besteht in der Regel aus drei Schritten:

-Aufbau eines geregelten Tagesablaufes (körperliche Aktivitäten steigern)

-Abbau negativer Denkmuster ( ich mache alles falsch, ich kann das nicht, das geht nicht)

-Training der sozialen Fertigkeiten (mit anderen Menschen in Kontakt treten)

3. Musik-, Kunst- und/oder Tanztherapie

4. Lichttherapie (besonders während des Winters)

5. Schlafentzug

Diese Therapiemethode kommt nur bei schweren Depressionen zur Anwendung. Dabei darf der Patient die ganze Nacht nicht schlafen oder zumindest während der zweiten Nachthälfte. Bei einer Vielzahl der Patienten kommt es danach zu einer Stimmungs-aufhellung. Damit wächst die Hoffnung, dass es wieder aufwärts geht.

6. Elektrokrampftherapie

Auch diese Therapiemethode kommt nur bei schweren Depressionen zur Anwendung und auch nur dann, wenn der Patient mit Medikamenten nicht mehr therapierbar ist.

Hierbei erhält der Patient unter Narkose einen elektrischen Stromstoß. Dieser Vorgang wird mehrmals wiederholt und zeigt bei vielen Patienten gute Therapieerfolge.

7. Transkranielle Magnetstimulation (TMS)

Zu dieser Therapiemethode laufen gegenwärtig Studien, die seine Wirksamkeit nachweisen sollen. Hierbei werden die Nervenzellen des Gehirns durch ein Magnetfeld stimuliert. Es bleibt abzuwarten, zu welchem Ergebnis die Studien führen.

8. Suchen Sie Rat und Hilfe bei einer Selbsthilfegruppe

Sie werden sehr schnell merken, dass Sie mit Ihren Sorgen und Problem nicht allein sind und das es gut tut, sich mit anderen Betroffenen dazu auszutauschen.

Sollten Sie auch unseren Rat benötigen, dann rufen Sie einfach an. Wir sind gern für Sie da.

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Saathafer-Arzneipflanze des Jahres 2017

Der Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde am Institut für Geschichte der Medizin der Universität Würzburg hat in diesem Jahr den Saathafer, auch Weißer oder Echter Hafer genannt, zur Arzneipflanze des Jahres 2017 bestimmt.

Damit löst der Saathafer (Avena sativa) den Echten Kümmel ab, der 2016 die Arzneipflanze des Jahres war.

Hafer kommt seit Jahrtausenden in der Heilkunde zum Einsatz. Er gehört, genau wie Gerste, Roggen und Weizen zu den Süßgräsern, den sog. Poaceen.

Die meisten Menschen denken, wenn sie Hafer hören zumeist an Haferflocken und damit an Haferschleim und Magenschonkost. Aber Hafer ist viel mehr, als nur Haferflocken.

Vor ca. 20 Jahren wurde der weiße Hafer in Frankreich gezüchtet. Sein großer Vorteil besteht u.a. darin, dass er keine Proteine sowie auch kein Gluten (Klebereiweiß )enthält, wie dies bei  den in Europa herkömmlichen Getreidesorten der Fall ist.

Welche Anteile des Hafers können zu medizinischen Zwecken genutzt werden?

Von medizinischer Bedeutung sind neben dem

1. Haferstroh (Stramentum Avenae), auch

2. das Haferkraut (Herba Avenae) und natürlich

3.die Haferkörner (Fructus Avenae).

 

Das Haferstroh hat eine besondere Bedeutung in der Dermatologie. Es wird bei Verletzungen der Haut, bei Erkrankungen, die mit Juckreiz einhergehen und für dermatologische Bäder genutzt.

Haferkraut verfügt über einen hohen Gehalt an :

1. Flavonoiden (entzündungshemmende Wirkung)

2. Saponinen (immunmodulierende Wirkung) sowie an

3. Elektrolyten (Kalium, Magnesium Calcium) .

Haferkraut ist aus der Behandlung von Hauterkrankungen insbesondere der Neurodermitis (atopische Dermatitis, atopisches Ekzem) nicht wegzudenken. Sie geht mit starkem Juckreiz, Hautrötungen, trockener Haut mit Schuppenbildung und teils nässendem Ekzem einher. Diese Symptome können mit Haferkrautprodukten gut behandelt werden.

Sowohl in Deutschland als auch in den anderen Industriestaaten leiden ca 20% der Kinder und 3% der Erwachsenen eine Neurodermitis.

 

 Haferkörner verfügen über einen hohen Gehalt an:

1. Ballaststoffen , insbesondere  an Beta-Glucanen

Beta-Glucane haben nachweislich eine positive Wirkung auf den Cholesterin- und Blutzuckerspiegel.

Ihre Fähigkeit, Gallensäuren binden zu können, führt zur Ausscheidung von Cholesterin und damit zur Senkung des LDL-und des Gesamt-Cholesterin-spiegels. Diese Wirkung hat insbesondere eine medizinische Bedeutung zur Prophylaxe der Arteriosklerose (Arterienverkalkung).

Studien haben gezeigt, dass durch Ballaststoffe eine Senkung des Blutzuckerspiegels möglich ist, da sie helfen, die Aufnahme von Nährstoffen ins Blut zu hemmen. Das bewirkt einen zeitverzögerten Anstieg des Blutzuckerspiegels und damit einen geringeren Verbrauch an Insulin.

Insulin ist ein Hormon, das in den Langerhans’schen Inseln der Bauchspeicheldrüse produziert wird und eine blutzuckersenkende Wirkung hat.

Diese Wirkung ist seit mehr als 100 Jahren bekannt. Deshalb wurden damals bereits Hafertage bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 (Altersdiabetes) durchgeführt.

Deshalb unser Rat: Sollten Sie an einem Diabetes mellitus (Typ 2 erkrankt sein, dann raten wir Ihnen regelmäßig Hafertage (2) einzulegen, denn Studien haben gezeigt, dass nach Hafertagen der Insulinbedarf um bis zu 30% gesenkt werden  kann. 

Auch bei jedem Anderen können regelmäßig durchgeführte  Hafertage zur Prophylaxe des Diabetes mellitus beitragen.

Neben den bereits genannten Vorteilen der Beta-Glucane haben diese auch eine positive Wirkung auf unsere Verdauungsfunktion. Dabei helfen die löslichen Ballaststoffe die Darmwand zu schützen und die unlöslichen helfen die Verdauungsfunktion zu regulieren.

 

2. Vitamin B1 (Thiamin)

ist wichtig für unsere Nervenfunktionen sowie für die Verstoffwechselung der Kohlenhydrate.

 

3. Vitamin B6 (Pyridoxin) ist eine Sammelbegriff für verschiedene Stoffe. Seine Funktion besteht darin, Nerven und Abwehrkräfte unseres Körpers zu stärken. Es hat außerdem Einfluss auf den Eiweiß- und Fettstoffwechsel unseres Körpers und hilft bestimmte Hormonaktivitäten zu regulieren.

Die Vielzahl der im Saathafer enthaltenen Stoffe und ihre medizinische Bedeutung rechtfertigen aus unserer Sicht die Entscheidung zur Wahl als Arzneipflanze des Jahres 2017.

Wir von Apofuchs24 wollten mit unseren Ausführungen einen Beitrag dazu leisten, das das Wissen über Naturprodukte, insbesondere über den Saathafer nicht in Vergessenheit gerät.

 

 

 

 

 

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Lippenpflege in der kalten Jahreszeit- Wie machen Sie es richtig?

Unsere Lippen (Labium oris) gehören, wie die Zähne Dentes) , die Zunge (Lingua, Glossa), die drei paarig angeordneten Mundspeicheldrüsen (Glandula parotis, G. submandibularis, G. sublingualis) , dem Gaumen (Palatum) und den Wangen (Buccae) zur Mundhöhle.

Unterschieden wird zwischen der Ober- und Unterlippe, wobei die Unterlippe in der Regel etwas größer ist. Die muskuläre Grundlage für die Lippen bildet der Mundmuskel (Muskulus orbicularis oris), der zur mimischen Muskulatur gehört und die Mundöffnung kreisförmig umgibt. Mit seiner Hilfe sind wir in der Lage, den Lippenschluss zu ermöglichen.

Bedingt durch die nur geringe Anzahl von Zellschichten ist die Lippenhaut, im Vergleich zur restlichen Gesichtshaut, sehr dünn. Bei Menschen mit heller Hautfarbe enthält sie kaum Melanozyten (Pigmentzellen). Das bedingt, dass darunter liegende Blutgefäße sichtbar werden und den Lippen die rote Farbe verleihen.

Da die Lippenhaut nur wenige Talg- und keine Schweißdrüsen enthält, existiert keine geschmeidige Schutzschicht. Das macht die Lippen für Erreger, für UV-Strahlung und andere Witterungseinflüsse angreifbar, da der Fett- und Feuchtigkeitsfilm fehlt. Daraus ergibt sich, dass sowohl im Sommer, als auch in der kalten Jahreszeit eine kontinuierliche Lippenpflege erforderlich ist.

Besonders im Winter, wenn es zwischen drinnen und draußen zu starken Temperaturschwankungen kommt (kalte Außentemperatur und teils überhitzte und oft viel zu trockene Innentemperatur), werden die Lippen stark beansprucht. Sie trocknen aus, werden spröde und rissig und bieten damit Erregern gute Einlassbedingungen, so dass Entzündungen viel leichter entstehen können.

Im Sommer ist es sowohl die hohe Außentemperatur, als auch die UV-Strahlung, die unseren Lippen, ganz besonders unserer Unterlippe (sog. Sonnenterasse) zusetzt. Hier besteht bei fehlemden Schutz die Gefahr eines Unterlippenkarzinoms.

 

Welche Funktion haben die Lippen?

1. Sie ermöglichen durch den Lippenschluss das Festhalten der Nahrung in der Mundhöhle und damit deren Transport in die weiteren Abschnitte des Verdauungstraktes. Besonders deutlich wird dies beim Stillen eines Säuglings.

2. Mit ihrer Hilfe kann ein mimischer Ausdruck ermöglicht und somit Gefühle/Emotionen sichtbar werden.

3. Sie gehören zum Sprachapparat und sind für die Lautbildung mitverantwortlich. Auch das Spielen von Blasinstrumenten und das Pfeifen wäre ohne Lippen nicht möglich.

4. Erogene Funktion

Bedingt durch die hohe Nervendichte stellen die Lippen einen erogenen Bereich dar. Mit Lippen, die schön sind ( rote Farbe, voll, schöne Form),  kann die Sexualität gesteigert werden.

5. Tastsinn

Der hohe Anteil an Nervenenden in den Lippen ermöglicht die Wahrnehmung von Kälte, Wärme sowie Berührung.

Wie pflegen Sie ihre Lippen richtig?

1. Verwenden Sie nur Pflegeprodukte mit einer rückfettenden Wirkung . Besonders gut geeignet sind Produkte, die Bienenwachs, Oliven-, Jojoba-, Aprikosenkern- oder Mandelöl enthalten.

Bienenwachs hat eine keimtötende Wirkung. Dadurch wird verhindert, dass gerade bei spröden Lippen, Erreger in die Lippen eindringen und Entzündungsreaktionen auslösen.

Auch Zink als Inhaltsstoff von Lippenpflegeprodukten hat durch seine immunstimulierende und damit entzündungshemmende Wirkung eine Bedeutung  für Haut und Schleimhäute unseres Körpers und damit auch für unsere Lippen.

Für die tägliche Nachtpflege raten wir ihnen einen Tropfen Ölivenöl auf die Lippen aufzutragen.

Auch eine Quark-Honig-Maske eignet sich ebenfalls für die Lippenpflege. Dazu verrühren Sie einfach einen Esslöffel Quark mit der gleichen Menge Honig, tragen es auf die Lippen auf und nach einer Einwirkzeit von ca. 10 Minuten waschen sie alles mit lauwarmen Wasser ab. Sie werden bemerken, dass ihre Lippen danach wieder sanfter und geschmeidiger sind.

2. Vermeiden Sie auf den Lippen herum zu kauen, da ansonsten Verletzungen entstehen können.

3. Besonders in der kalten Jahreszeit raten wir Ihnen, die Lippen mit der Zunge nicht anzufeuchten. Sie trocknen dadurch schneller aus und werden spröde.

4. Vor dem Aufenthalt im Freien sollten Sie die Lippen mit warmen Wasser abwaschen und danach mit einer Fettcreme schützen.

5. Verwenden Sie keine Pflegeprodukte, die als Inhaltsstoffe Duftstoffe enthalten und die auf Erdölbasis hergestellt wurden. Das betrifft:

Mosh (Mineral oil satursted hydrocarbons=gesättigte Kohlenwasserstoffe),

Posh (synthetische Kohlenwasserstoffe) und

Moah (aromatische Kohlenwasserstoffe).

Durch das Ablecken der Lippen können diese Inhaltsstoffe in den Körper gelangen und dort in Organen (Leber u.a.) abgelagert werden. Es besteht der Verdacht, dass sie eine krebserregende (kanzerogene) und erbgutverändernde Wirkung haben.

Beachte: Bei der regelmäßigen Anwendung von Lippenpflegeprodukten werden ca. 20g Lippenstift pro Jahr verschluckt, das entspricht einer Menge von vier Lippenpflegstifte.

6. Da ab dem 4. Lebensjahrzehnt die Kollagenreserven unserer Haut/Schleimhäute und damit auch der Lippen abnehmen, sind auch solche Produkte empfehlenswert, die dazu einen Ausgleich schaffen.

Kollagene sind Eiweiße, die die Funktion haben,  die Elastizität des Gewebes aufrecht zu erhalten. Fehlendes Kollagen bedeutet daher auch fehlende Flexibilität und Elastizität der Haut/Lippen.

Neben den genannten natürlichen Bioprodukten empfehlen wir Ihnen auch Lippenpflegeprodukte aus der Apotheke, die Sie auch auf unserer Homapage finden.

Dazu gehört u.a. der Bepanthol Lipstick, der Ladival UV-Schutzstift von Stada, die Seba Med schützende Lippenpflege oder der Madaus Echinacin Lipstick. Schauen sie einfach mal bei uns rein oder rufen Sie uns an. Das Team von apofuchs24 berät Sie jederzeit gerne.

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Das Gänseblümchen-Heilpflanze des Jahres 2017

Das Gänseblümchen (Bellis perennis) oder auch als Himmelsblume, Monatsblume, Mondscheinblume etc. bekannt,  gehört zur Familie der Korbblütengewächse.

Jährlich wird eine Pflanze zur Heilpflanze und eine zur Arzneipflanze des Jahres gewählt.. Für 2017 wurde das Gänseblümchen zur Heilpflanze  und der Echte Hafer zur Arzneipflanze des Jahres bestimmt. Dadurch soll ein Beitrag gegen das Vergessen altbewährter Naturstoffe geleistet werden.

Wir von apofuchs24 wollen durch unsere  Veröffentlichung auch einen Beitrag gegen dieses Vergessen  leisten.

Die Bezeichnung Gänseblümchen leitet sich ab von “Bellis”= hübsch und “prennis”= ausdauernd, weil ihre Blütezeit sehr lange dauert. Auf fast jeder Wiese blüht es von den ersten Frühlingstagen bis spät in den Herbst hinein.

Welche wesentlichen Inhaltsstoffe enthält das Gänseblümchen?

1. Gerbstoffe ( wie Tannine)

2. Vitamine ( besonders Vitamin C)

3. Elektrolyte wie Kalium, Magnesium, Calcium

4. Flavonoide ( Blütenfarbstoffe)

5. Saponine u.a. (stickstoffhaltige Naturstoffe)

 

Welche heilende Wirkung(en)  hat das Gänseblümchen?

Das Gänseblümchen hat in der Naturheilkunde eine lange Tradition. Lange galt es als Allheilmittel und hatte dadurch bedingt ein breites medizinisches Einsatzspektrum.

Leider war dieses Mittel fast in Vergessenheit geraten. Wir, von apofuchs24,  möchten Ihnen helfen, es für Ihre Hausapotheke aus der Natur wieder zu entdecken.

Bei den im Gänseblümchen enthaltenen Gerbstoffen handelt es sich um chemische Stoffe, die eine adstringierende (zusammenziehende) und austrocknende Wirkung haben. Durch diese Wirkung wird Bakterien, die sich in hoher Konzentration u.a. auf unserer Haut befinden,  der Nährboden entzogen und es kommt dadurch zu einer Verminderung des Schmerzes und der Wundsekretion.

Nicht ohne Grund wird das Gänseblümchen auch deshalb als das “Wiesenpflaster” bezeichnet. Bei oberflächlichen Wunden, die man sich beim Wandern oder durch andere Ereignisse in der Natur zuziehen kann, hilft es, wenn man ihre Blätter zwischen den Fingern zerreibt und den dadurch gewonnenen Saft auf die Wunde aufträgt.

Auch ein aus Gänseblümchenblüten gewonnener Sud kann auf ein Leinentuch aufgetragen und dieses anschließend auf die Wunde aufgelegt werden.

Ein großes Einsatzgebiet ist, bedingt durch die hautstoffwechselfördernde Wirkung, der Bereich der Dermatologie (Hautheilkunde), insbesondere bei der Behandlung von eitrigen Abszessen, Furunkeln und anderen eitrigen Hautverunreinigungen (Akne).

Die im Gänseblümchen enthaltenen Bitterstoffe haben eine Appetit anregende Wirkung.

Ihr hoher Gehalt an Saponinen (Seifenstoffe) ermöglicht eine Verflüssigung des oft zähen Schleims bei entzündlichen Atemwegserkrankungen (Bronchitis) und bewirkt dadurch eine schleimlösende und hustenlindernde Wirkung.

Saponinen wird auch eine entzündungshemmende und harntreibende Wirkung (Ödem werden ausgeschwemmt) zugeschrieben. Sie sind in der Lage Cholesterin zu binden und man vermutet, das sie eine darmkrebsprophylaktische Wirkung durch ihre hemmende Wirkung auf die Zellteilung im Darm haben.

Eine 2016 veröffentlichte Studie zur Wirksamkeit von Flavonoiden kam zu dem Ergebnis, dass deren antioxidative Wirkung krebsprophylaktisch von Bedeutung ist.

Durch die bindegewebsstraffende Wirkung wird das Gänseblümchen auch als “Arnika der Gebärmutter” bezeichnet. Es hilft durch diese Wirkung die nachgeburtliche Rückbildung zu fördern und trägt zur Kräftigung des Beckenbodens bei´.

 Wie sollten Sie Gänseblümchen zu sich nehmen?

Wir empfehlen Ihnen, sie entweder als:

1. Salat ( zupfen Sie dazu einfach die entsprechende Menge an Blüten und Blätter ab, die Sie essen möchten). Es ist nicht nur ein Augenschmaus, sondern schmeckt auch noch gut und stellt, durch ihre wertvollen Mineralstoffe, wie Magnesium, Kalium und Calcium, eine Nahrungsergänzung dar. Außerdem ist die ganze Sache auch noch preiswert.

2. Gänseblümchen als Brotaufstrich ( legen Sie einfach die Blüten und Blätter  etwas zerkleinert aufs Butterbrot)

3. Gänseblümchentee ( schneiden Sie die Gänseblümchen ab, zerkleinern Sie diese und übergießen  Sie alles mit siedendem Wasser, lassen Sie den Tee 10 Minuten stehen und trinken Sie ihn nach Möglichkeit 3x täglich). Dieser Tee hilft Ihnen den Körper zu entschlacken und all die Wirkungen zu entfalten, wie in unserem Beitrag beschrieben.

Wenn Sie jetzt Lust verspüren, es einfach mal auszuprobieren, dann haben wir unser Ziel erreicht.

Das Team von apofuchs24 wünscht Ihnen, werden oder bleiben Sie gesund. Wir begleiten Sie auf diesem Weg gern mit unserem fachlichen Rat.

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“I have a dream”- Wollen Sie Lebensjahre dazu gewinnen?

Dieser Satz von Martin Luther King ist um die ganze Welt gegangen. Er hatte einen Traum, den Traum von einem Amerika ohne Rassenschranken, von einem gleich-berechtigen Miteinander von Weißen und Schwarzen. Für diesen Traum mußte er sein Leben lassen. Er hat es nicht mehr erlebt, dass sein Traum Wirklichkeit wurde und sogar ein Schwarzer acht Jahre Präsident von Amerika war, wenn diese Zeit auch bald zu Ende geht.

Haben auch Sie einen Traum? Vielleicht träumen Sie davon, Ihre Ausbildung mit einem guten Ergebnis im neuen Jahr beenden zu können, von einer schönen Reise oder einfach davon, dass Ihnen der Arbeitsplatz erhalten bleibt.

Gerade zu Jahresbeginn, meist aber noch in der Silvesternacht werden Wünsche und damit auch Träume für das neue Jahr ausgesprochen. Der meist gehegte Wunsch ist, dass wir, dass unsere Familie und Freunde gesund bleiben. Jeder von uns weis aber, dass Träume, Träume bleiben, aber auch Wirklichkeit werden können, wenn wir bereit sind, etwas für ihre Realisierung zu tun.

So ist es auch mit dem Traum von der Gesundheit. Den meisten von uns wird sie glücklicherweise mit der Geburt geschenkt. Jede Mutter ist überglücklich, wenn sie nach der Geburt ihres Kindes erfährt, dass es gesund ist.

Aber was machen wir im Laufe des Lebens mit dieser uns geschenkten Gesundheit?

Wir gehen viel zu oft zu sorglos mit ihr um. Ja, wir provozieren und strapazieren durch unser Fehlverhalten unseren Körper so sehr, dass wir ihn an die Grenze dessen bringen, was er verkraften kann.

Was muten Sie Ihrem Körper zu?

Gehören Sie zu den Menschen, die sich gesund oder ungesund ernähren?

Gehören Sie zu denen, die Alkohol in Maßen und nicht in Massen geniesen?

Sind Sie Raucher oder Nichtraucher? Stressen Sie Ihren Körper durch Nikotin und wünschen Sie sich vielleicht im neuen Jahr, mit dem Rauchen aufhören zu können? Suchen Sie nach einem für Sie geeigneten Weg?

Wenn ja, können wir Ihnen helfen, dass dieser Traum Wirklichkeit wird. Vorausetzung ist aber, dass Sie über dieses Thema nachgedacht haben, sich der Folgen bewußt sind und den festen Willen haben, etwas verändern zu wollen. Nur dann kann das Vorhaben auch gelingen. Wenn Sie sich diese Frage wirklich mit ja beantworten können und keine Zweifel mehr bestehen, sind Sie auf dem richtigen Weg in dieses neue Jahr!

Wir können mit Ihnen diesen Weg gehen und Sie durch unsere Fachinformationen  begleiten.

Forscher der Universität Oxford haben durch eine Studie (1996-2011), an der ca. 1,2 Millionen Britinnen teilgenommen haben herausgefunden, dass jeder wertvolle Lebenszeit gewinnen kann, der mit dem Rauchen aufhört. Dieser Studie zufolge gewinnen die Frauen, die vor dem 40. Lebensjahr mit dem Rauchen aufhören, neun Lebensjahre, gegenüber weiterrauchenden Frauen. Diejenigen, die bereits mit 35 aufhören zu Rauchen, gewinnen bereits zehn Lebensjahre zurück. Im Vorteil bleiben aber immer die Frauen, die nie geraucht haben. Sie haben generell eine höhere Lebenserwartung als Raucherinnen.

An dieser Studie nahmen 52% Frauen teil, die nie geraucht hatten, 28% waren ehemalige Raucherinnen und 20% rauchten noch aktiv. Ein Ergebnis dieser Studie zeigte, dass Raucherinnen durchschnittlich elf Jahre weniger Lebenszeit hatten , als Nichtraucherinnen. Das Risiko bereits vor dem 70. Lebensjahr an den Folgen des Rauchens zu sterben lag bei Raucherinnen bei 24 %, bei Nichtraucherinnen bei 9%.

Wesentlicher Inhalt der Studie war es, herauszufinden, welche Auswirkungen es hat, mit dem Rauchen aufzuhören?

Die Forscher kamen zu dem Ergebnis: Unabhängig, ob Mann oder Frau- Raucher, die im mittleren Alter mit dem Rauchen aufhören, gewinnen durchschnittlich zehn Lebensjahr dazu.

Sollte das nicht auch ein Grund für Sie sein, mit dem Rauchen aufzuhören?

Andere Studien und auch das Krebsregister zeigen deutlich, welchem Risiko sich Raucher ständig aussetzen, nämlich dem Risiko an Lungen-oder Blasenkrebs zu erkranken sowie andere chronische Atemwegserkrankungen (chronische Bronchitits) und Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems (Herzinfarkt/Schlaganfall) zu erleiden.

Wollen Sie diese Risiko eingehen? Wollen Sie diese Belastung Ihrem Partner oder Ihren Kinder auferlegen?

Sicher nicht. Deshalb haben wir für Sie in unserem Shop unter der Rubrik Raucherentwöhnung einige Produkte zusammen getragen, die Ihnen helfen sollen, den Weg zum Nichtrauchen, leichter zu gehen. Ob Sie sich für Kaugummis, Lutschtabletten, Pflaster oder Inhaler entscheiden, es ist auf jeden Fall die richtige Entscheidung für Ihre Gesundheit und ein längeres Leben.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein gesundes, ein rauchfreies neues Jahr. Freuen Sie sich auf gewonnene Lebenszeit, denn bedenken Sie: Wir alle sind nur Gast auf dieser Erde und haben diese Erde nur von unseren Kindern und Enkeln geliehen. Halten wir sie und uns gesund und damit lebenswert.

Ihr Team von apofuchs24

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